Am 6. April live im Capitol

„Summertime“-Star Mungo Jerry: „Er funktioniert immer noch!“

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Ray Dorset alias Mungo Jerry im Gespräch mit MANNHEIM24.

Mannheim-Neckarstadt-West – Wie lange Mungo Jerry gebraucht hat, um seinen Hit „In the Summertime" zu schreiben, was sein bester Aufritt war wie ihn eine barbusige Dame einmal völlig verunsichert hat:  

Mungo Jerry, gebürtig Ray Dorset, ist mit seinem Ohrwurm „In the Summertime“ berühmt geworden, am Mittwoch, 6. April tritt er im Capitol auf. Wir haben den Wahl-Bielefelder im Vorfeld getroffen und einiges Interessantes erfahren...

Frage: Hast du es nicht satt, den Song „In the Summertime“ zu spielen?

Mungo Jerry: „Das ist aber eine zynische Frage! Ich finde, dass der Song immer noch heute aktuell und spirituell ist. Er funktioniert immer noch. Es ist erhebend, eine Ode an die Lebensfreude.

Vielleicht ist es eine schlechte Sache, dass zu erzählen, aber es gab einen sehr berühmten Fall von Kindermördern in England. Das waren Ian Brady und Myra Hindley. Sie schreib in ihrem Buch, dass „In the Summertime“ ihr Lieblingssong war. Ich vermute, das lag daran, dass sie so lange eingesperrt war. Das ist eine furchtbare Sache, aber zeigt wie erhebend der Song ist und wieviel Freude er jedem bringt. Ich werde es nie satt haben ihn zu singen, denn er bringt die Leute zum lächeln.“

Stimmt es, dass Du „In the Summertime“ in zehn Minuten geschrieben hast? 

„Alle fragen mich das und ich muss sagen, das ist eine Übertreibung! Ich kam morgens auf die Melodie. Die kam zuerst. Ich habe als Elektriker gearbeitet und die Melodie war in meinem Kopf als ich an den Tisch gekommen bin. Ich habe den Song dann sofort auf ein großes Blatt Papier aufgeschrieben und nichts mehr daran geändert. Ich habe ihn einfach aufgeschrieben, ohne darüber nachzudenken und ohne mir über die Auswirkungen klar zu werden. Ich habe nicht gedacht, dass es ein Hit wird. Das hat dann erst mein Produzent gesagt.“

Hast du nicht auch einen Song für Elvis Presley geschrieben? 

„Ja das war „Feels like I'm in Love“. 1977, gerade als ich ihn geschrieben hatte, ist er gestorben. Doch er wurde später ein Nummer-eins-Hit. Kelly Marie hat ihn dann 1980 rausgebracht.“

Bereust du etwas in deiner Karriere?

Ray Dorset nimmt sich Zeit für ausgedehnte Interviews. Auch zu später Stunde!

(Überlegt kurz): „Ich denke nicht, dass man etwas bereuen kann. Es liegt in der Vergangenheit, man kann es nicht ändern. Aber wenn ich mehr über das Musikbusiness gewusst hätte, hätte ich mit „In the Summertime“ viel mehr Geld machen können. Aber ich wusste nur, wie man Songs schreibt. Aber dann wäre ich vielleicht völlig durchgedreht und hätte gedacht, ich sei unbesiegbar, hätte Whiskey getrunken und mein ganzes Geld ausgegeben.“

Was war der beste Tag deines Lebens?

„Unser erster Gig im Mai 1970, kurz nachdem die Single „In  the Summertime“ herausgekommen ist. Niemand kannte uns und das Publikum ist komplett ausgerastet! Oder ein Festival, auch 1970. Da haben Pink Floyd und Santana gespielt, lauter große Namen. Und wir waren dabei! Es wurden 34.000 Menschen erwartet, aber es sind 150.000 gekommen! Das Publikum ist auf Bäume geklettert und hat mit Papptellern geworfen. Die Filmcrew hat irgendwann nur noch das Publikum gefilmt und nicht uns.“ 

Gab es noch mehr verrückte Erlebnisse mit Fans?

„Auf der B-Seite der Platte „In the Summertime“ war der Song „Mighty Man“ drauf. Auf unserer ersten Tour haben wir abends Halt in einem Diner gemacht. Wir kommen rein und da tanzte eine Frau, oben ohne auf den Song! Ich war so überrascht, ich bin gar nicht hingegangen um ihr zu sagen, dass das mein Song war!“

Mit wem würdest du gerne zusammenarbeiten? 

„Ich hätte gerne was mit Ray Manzarek, dem Keyboarder von den Doors gemacht. Aber aktuell (überlegt)... Mit Bob Dylan. Er hat drei Versionen von „In the Summertime“ aufgenommen. Er soll sogar gesagt haben, das meine Version von „Knockin‘ on Heavens Door“, die beste gewesen sein soll!“

Zum Abschluss noch eine Frage zu Deiner Wahlheimat Bielefeld: Wusstest du, dass es Bielefeld gar nicht gibt?

„Klar weiß ich das! Ich muss die Stadt ja schon seit 20 Jahren verteidigen!“ (lacht)

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Wer Mungo Jerry live im Capitol auf der Bühne erleben will, kann dies am Dienstag den 6. April tun. Denn es gibt noch Tickets ab 31,50 Euro!

kp

Quelle: Mannheim24

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