Ehemaliges Studentenwohnheim

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ziehen in Neckarstadt

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In der Neckarstadt mietet die Stadt ein ehemaliges Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge an (Symbolfoto).

Mannheim-Neckarstadt-Ost – Rund 75 junge, unbegleitete Flüchtlinge finden in Mannheim ein neues zu Hause. Die Stadt hat dafür ab April ein Gebäude in der Neckarstadt angemietet.

Viele der Geflüchteten, die nach Deutschland kommen, sind noch nicht volljährig und ohne Begleitung von Eltern oder Familienangehörigen. In diesem Fall sind die Jugendämter gesetzlich verpflichtet, die Jugendlichen in Obhut zu nehmen.

Sie müssen sich um sie kümmern, für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Jugendlichen sowie Integrations- und Bildungsmaßnahmen sorgen.

Die Stadt Mannheim hatte für die Unterbringung von geflüchteten Jugendlichen intensiv nach einem geeigneten Standort gesucht.

Die Wahl fiel dabei auf ein ehemaliges Wohnheim für ausländische Studierende in der Neckarstadt-Ost, das die Stadt ab April für drei Jahre anmietet. Dort sollen bis zu 75 Jugendliche ein neues zu Hause finden und in sozialpädagogisch betreuten WGs leben.

Das Haus befindet sich laut Stadt baulich in einem guten Zustand. Eine Großküche, Schulungs- und Aufenthaltsräume sind bereits vorhanden. Das begrünte Außengelände mit Sport- und Freizeitplatz bietet Raum für Aktivitäten. Jugendeinrichtungen, Sportvereine und Freizeitangebote in unmittelbarer Nähe sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV ermöglichen den Jugendlichen soziale Teilhabe.

Hintergrund 

Das Jugendamt der Stadt Mannheim ist verpflichtet, 2,8 Prozent der sogenannten unbegleiteten minderjährigen Ausländer (umA), die Baden-Württemberg zugewiesen werden, in Obhut zu nehmen. Das entspricht derzeit rund 200 Jugendlichen. Im Jahr 2015 hat das Jugendamt 367 unbegleitete minderjähre Flüchtlinge in Obhut bzw. vorläufig in Obhut genommen. 

Gegenüber 2014 hat sich die Anzahl der Inobhutnahmen 2015 versiebenfacht. Im Jahr 2016 hat die Stadt rund 140 umA aufgenommen.

Das Jugendamt hat im Zuge dessen sein Personal aufgestockt. Aktuell sind 32 Mitarbeiter mit dem Thema betraut. Sie werden zur schnelleren Kommunikation und Abstimmung einen gemeinsamen Dienstsitz beziehen.

sag/Stadt Mannheim

Quelle: Mannheim24

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