„Kein Interesse an religiösen oder politischen Äußerungen“

Glaubensbekenntnis auf Kronkorken: WM-Bier sorgt für Eichbaum-Shitstorm!

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Eichbaum erntet für WM-Kronkorken heftigen Shitstorm

Mannheim-Neckarstadt-Ost - Eichbaum hat die Flaggen aller Länder, die an der WM teilnehmen, auf ihre Kronkorken drucken lassen. Warum das nun in einem Shitstorm endete:

Es startete mit einer netten Idee und endete mit einem Shitstorm! 

Am 14. Juni beginnt die Fußball-WM in Russland. Schon jetzt steigt so langsam das Fußball-Fieber – das machen sich natürlich auch viele Unternehmen zunutze. So auch die Mannheimer Brauerei Eichbaum. 

Wie schon in den Jahren zuvor hat sie auch diesmal auf sämtlichen Kronkorken die Flaggen der an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Länder drucken lassen – darunter auch die Flagge von Saudi-Arabien.

Muslime sind empört

Kaum sind die Flaschen auf dem Markt, hagelt es Kritik von muslimischer Seite. Denn die Kronkorken samt Schriftzeichen zeigen ein Glaubensbekenntnis. „Bier ist bei Muslimen eine Sünde und die heilige Schrift das Glaubensbekenntnis mit Bier zu vereinigen ist überhaupt nicht ok !!!!!“, schreibt beispielsweise ein wütender Facebook-Nutzer Eichbaum – und steht mit dieser Meinung nicht alleine da. 

Ein Kronkorken mit der Flagge von Saudi-Arabien.

Eichbaum bittet um Entschuldigung

Am Mittwoch (9. Mai) entschuldigt sich die Brauerei in einem Facebook-Post. Da das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren die Länderflaggen drucke, habe es auch „aus Gründen der Gleichberechtigung“ die saudische Flagge abgebildet. 

Dies ist lediglich ein Zeichen der Freude vor dem bevorstehenden Event. Wir haben kein Interesse an religiösen oder politischen Äusserungen - schon gar nicht über unsere Produkte. Sollten wir Sie unabsichtlich beleidigt haben, bitten wir fömlichst um Entschuldigung“, so Holger Vatter-Schönthal, Marketingleiter von Eichbaum. „Wir wussten tatsächlich nicht, dass die Schriftzeichen ein Glaubensbekenntnis darstellen.“

Kronkorken bleiben weiterhin im Sortiment

Der Marketingleiter erklärt, dass die Entnahme der betreffenden Kronkorken einen zu großen Aufwand darstelle und wiederum viele saudische Fußballfans enttäuschen würde. Zudem sind sowieso viele Flaschen bereits verkauft. 

Diese Antwort wird Sie wahrscheinlich nur zum Teil beruhigen und ich kann Ihre Empörung über die Vermischung von Bekenntnis und Alkohol verstehen“, heißt es im Post weiter.

>>> Umfrage: Eichbaum gewinnt im ultimativen Bier-Battle

jol

Quelle: Mannheim24

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