Interne Untersuchung 

Nach Nazi-Skandal bei rnv: Zwei Mitarbeiter suspendiert! 

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Technischer Geschäftsführer Martin in der Beek bei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag

Mannheim - Mitarbeiter der rnv sollen den Hitlergruß gezeigt, sich abfällig über Ausländer und Behinderte geäußert haben. Nun liefert die interne Untersuchung erste Ergebnisse: 

Die ungeheuerlichen Vorwürfe eines Ex-Beschäftigen in der BILD-Zeitung im sogenannten ‚Nazi-Skandal‘ bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) – am Montag fordert der rnv-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dillinger (CDU, 56) die „rückhaltlose Aufklärung“ der Vorkommnisse (WIR BERICHTETEN).

Und schon schon einen Tag später liegen erste Erkenntnisse der internen Untersuchung vor: 

Das Unternehmen hatte mit dieser Untersuchung begonnen, nachdem Ende April belastendes Videomaterial auf Youtube aufgetaucht war.

Durch die in der BILD-Zeitung veröffentlichten Fotos, des der rnv vorliegenden Videomaterials und Hinweisen aus der Belegschaft konnten mittlerweile Personen ermittelt werden, die möglicherweise über weiterführende und aufklärende Informationen zu den Vorwürfen verfügen.

Mit diesen Mitarbeitern sollen laut rnv intensive Gespräche geführt werden. 

Die rnv räumt ein: Bei zwei Mitarbeitern bestehe aufgrund der vorliegenden Informationen der Verdacht auf teilweise erhebliches Fehlverhalten. Beide Mitarbeiter wurden zu ihrem Schutz aus dem regulären Dienstbetrieb abgezogen.

Eine weiterführende Aufklärung werde laut rnv zur Zeit noch dadurch erschwert, dass das der BILD-Zeitung vorliegende Material der rnv bisher nicht ausgehändigt wurde. 

Das Unternehmen plant einen externen Rechtsanwalt beauftragen, bei der Staatsanwaltschaft Antrag auf Akteneinsicht zu stellen.

In der Zwischenzeit äußerte sich auch der Geschäftsführer Martin in der Beek zu den Suspendierungen: „Fakt ist, dass die von der BILD-Zeitung veröffentlichten Bilder nicht aus den Videosequenzen stammen, die uns selbst vorliegen. Wir haben dieses Material am gestrigen Tag nochmals intensiv geprüft. Wir sind sicher, wir kennen die belastenden Sequenzen noch nicht“, so in der Beek.

Fakt ist aber, dass Kollegen, die auf den von der Bildzeitung verwendeten Bildern zu sehen sind, nun auch intern identifiziert werden konnten. Es erhärtet sich leider der Verdacht, dass es tatsächlich zu erheblichem Fehlverhalten gekommen ist. Fakt ist aber, dass die Beweise fehlen. Wir sprechen daher von Verdachtsmomenten, die sich möglicherweise erhärten. Fakt ist, dass zwei Personen vorsorglich vom Dienst abgelöst wurden, was auch dem Selbstschutz der Betroffenen gilt. Fakt ist, dass wir einen neutralen, das heißt rnv-unabhängigen Rechtsanwalt verpflichten werden, der Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragen wird, damit auch wir das belastende Videomaterial auswerten können. Wir gehen bisher davon aus, dass wir es im vorliegenden Fall mit möglichen Einzeltätern zu tun haben. Und Fakt ist auch, das wir noch nicht mal Einzelfälle in unserem Haus dulden. Wir haben es versprochen - wir werden transparent und regelmäßig weiter informieren. Und wir werden so lange weiterarbeiten, bis alle Vorgänge geklärt sind“, so in der Beek abschließend.

Ex-Mitarbeiter wird angezeigt! 

Die seitens des ehemaligen rnv-Mitarbeiters erhobenen Vorwürfe hinsichtlich einer möglichen Gefährdung des Bahnverkehrs seien nach eingehender interner Untersuchung nicht haltbar. Die rnv werde daher Anzeige wegen „Falscher Verdächtigung“ erstatten.

>>> BILD-Bericht: Neue Vorwürfe im RNV-Skandal

>>> Nazi-Vorwürfe durch Ex-Mitarbeiter: Die Reaktion der RNV!

>>> Migrantenhetze und Hitlergruß: Nazi-Skandal bei RNV?

kp/pm

Quelle: Mannheim24

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