Stadt heißt ihren Helden willkommen

Paulinchens Jakobsweg: Kein Held, eine Inspiration!

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Erster Bürgermeister Christian Specht und Thomas Schmitt, Amtsleiter der Feuerwehr Mannheim begrüßen Michael Weiner und Paulinchen zurück in Mannheim. 

Mannheim - 880 Kilometer ist Michael Weiner in voller Einsatzmontur den Jakobsweg gelaufen. Seine ständige Begleiterin: Puppe Paulinchen. Jetzt ist das Gespann wieder in Mannheim angekommen.

37 Tage war Michael Weiner unterwegs – zu Fuß, auf dem Jakobsweg. In voller Feuerwehrmanns-Montur. 

Im Schnitt läuft der gebürtige Mannheimer 35 Kilometer pro Tag. 880 Kilomete r insgesamt. Durch Schnee, Regen und auch durch die extreme Hitze. Höchstens seinen Helm nimmt er kurz ab. Von seiner Schutzkleidung trennt er sich sonst nur zum Schlafen. 

Für Paulinchen e.V. die Himmelsleiter hinauf!

Auf seinem Weg begegnet der Mannheimer immer wieder anderen Pilgern, Herbergsleuten, Touristen, Einheimischen. Allen erzählt er seine Geschichte. Oder besser gesagt: Er erzählt von seinem Ziel. Alleine durch diese Begegnungen kommen rund 700 Euro Spendengelder zusammen. 

Fotos: Michael Weiner auf Jakobsweg verabschiedet

Denn Michael Weiner ist nicht nur zu seinem privaten Vergnügen unterwegs. Zusammen mit der Puppe „Paulinchen“ will er auf diejenigen aufmerksam machen, die für gewöhnlich nicht im Vordergrund stehen: Personen, die bei Brandunfällen verletzt worden sind, insbesondere Kinder. 

Die Wanderung über den Jakobsweg bestand aus drei Stationen. Der Präsentation von Paulichen e.V., Spenden für den Verein Sammeln aber vor allem Mut zu machen“, erklärt der Feuerwehrmann. 

Er selbst will deshalb eher im Hintergrund bleiben. „Es ist das Paulinchen, das den Jakobsweg gelaufen ist – um zu zeigen, dass alles möglich ist, auch in einer schweren Situation.“ Über Facebook und den privaten Blog von Paulinchens Jakobsweg können die Kinder mitverfolgen, wie ihre Puppe, die sie selbst zu Hause haben, die Strecke meistert. 

Natürlich war der Weg nicht leicht. An Tag 23 ist auch für den Feuerwehrmann ein Tiefpunkt erreicht. Zum ersten Mal denkt er darüber nach, was passiert, wenn er aufgeben muss. Aber Michael Weiner und Paulichen laufen weiter. Als er schließlich sein Ziel in der Ferne erkennen kann, entscheidet er die letzten 55 Kilometer an nur einem Tag zu laufen. „Ich bin um 6 Uhr morgens losgelaufen. Um 21:30 Uhr bin ich angekommen. Alles ohne Pause. Ich wusste einfach, dass das das Ende ist.

Als Held, als der der Feuerwehrmann in seiner Heimatstadt gefeiert wird, sieht er sich nicht. „Jemand hat zu mir gesagt, ich sei eine Inspiration. Wenn das so ist, bin ich das gerne. Immer, wenn man denkt, es geht nicht oder, dass etwas schon immer so war – immer dann sollte man versuchen, der zu sein, der etwas verändert.

Mit einem ganzen Haufen einmaliger Erlebnisse – und auch einem Sack voller Spendengelder ist der Mannheimer Feuerwehrmann zurückgekehrt. Insgesamt ist ein unfassbarer Betrag von 23.107, 71 Euro zusammengekommen. „Es kommen aber noch immer weitere Spenden rein. Heute morgen waren wieder fünf Euro auf dem Konto. Letztens habe ich eine Überweisung aus den Niederlanden gesehen“, berichtet Michael Weiner. Das Projekt ist längst weltweit bekannt. Durch die Begegnungen auf der Reise und auch durch das öffentliche Interesse, den Blog und die Facebook-Einträge.

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Alle Info´s zu Michael Weiners Jakobsweg:

>>> Michael Weiner erreicht Pilgerstadt Santiago!

>>> Spendengelder übertreffen alle Erwartungen!

>>> Etappensieg für Paulinchen

>>> Michael Weiner auf Jakobsweg verabschiedet

>>> Angekommen und schon wieder auf dem Sprung

mk

Quelle: Mannheim24

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