Nach Hausbesetzung im August

Hafenstraße 66 wird abgerissen – Stadt kündigt sozialen Wohnraum an!

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6 Monate nach der Besetzung durch Aktivisten wird die Hafenstraße 66 abgerissen – und Platz für sozialen Wohnraum gemacht. 

Mannheim-Innenstadt - Ein halbes Jahr nach der Besetzung des leerstehenden Wohnhauses in der Hafenstraße durch Aktivisten hat die Stadt den Abriss des Gebäudes angekündigt.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG werde auf dem Areal innerhalb von zwei Jahren ein barrierefreies Haus mit günstiger Miete errichten, teilt die Stadt am Donnerstag mit. 

Das seit 2011 leerstehende Gebäude im Jungbusch war im August in die Schlagzeilen geraten, als Aktivisten das einsturzgefährdete Haus besetzten. Sie wandten sich damit gegen eine „Edelsanierung“ der Immobilie und forderten stattdessen günstigen Wohnraum – was die Stadt nun erfüllt. 

Aktivisten besetzten die Hafenstraße 66 im August 2017 (Archivbild)

Der Jungbusch galt lange Zeit als massiver sozialer Brennpunkt. Fast zwei Drittel der etwa 30.000 Einwohner besitzen einen Migrationshintergrund. In jüngerer Zeit ist das Problemviertel aber auf dem Weg hin zu einem bunten Kiez - unter anderem durch die Ansiedelung von Kreativzentren wie der Popakademie. Langzeitbewohner beklagen jedoch steigende Mieten, ein Grund ist der Zuzug zahlungskräftiger Wohnungseigentümer („Gentrifizierung“).

An Aral-Tankstelle: Jungbusch-Fans feiern ihre Käsebrezel!

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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