Das sagt der Experte 

Hitchcock lässt grüßen: Krähenattacken am Neckar-Ufer 

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Keine Angst: Hitchcocks „Die Vögel“ wird nicht plötzlich in Mannheim zur Realität. (Symbolbild) 

Mannheim – Die Vorfälle am Neckar-Ufer am Wochenende erinnern an Hitchcocks „die Vögel“. Doch warum haben die Krähen Passanten angegriffen und wie gefährlich können sie werden? 

In den vergangenen Tagen werden mehrere Spaziergänger am Neckar-Ufer Opfer von Krähen-Attacken aus der Luft. Wegen leichter Verletzungen haben sich mehrere Betroffene im Universitätsklinikum behandeln lassen. 

Lässt Hitchcock etwa grüßen? Kliniksprecher Dirk Schuhmann kann am Montag jedoch Entwarnung geben: „Es ging um Kratzwunden im Kopfbereich“. Im Normalfall könne der Hausarzt helfen. 

„Desinfizieren genügt. Mit solchen Verletzungen muss niemand zwingend in ein Krankenhaus. Aber unsere Klinik steht direkt in der Nähe des Ortes, an dem offenbar die Attacken geschehen sind", sagte Schuhmann. Zuvor hatte der „Mannheimer Morgen“ über den Fall berichtet. 

Warum greifen die Vögel an? 

Krähenexperte Matthias Luy vom Landesbund für Vogelschutz spricht von absolut harmlosen Kratzern. „Ein bisschen Desinfektionsmittel reicht und kann selber aufgetragen werden. Größer ist der Schreck der Betroffenen", sagte er. 

Doch warum greifen die Krähen überhaupt an? Die Antwort ist relativ simpel: um den Nachwuchs zu schützen. Laut Luy seien die Angriffe eher Scheinattacken, um Passanten von einem Ort zu vertreiben, an dem junge Krähen sitzen. „Die Krähen gehen dabei nicht in einen Kampf, sondern fliegen an und können dabei Tier oder Mensch mit den Krallen oder Flügeln streifen", meinte Luy. Bei den Attacken handele es sich um seltene Einzelfälle. Zur Abwehr genüge meist, die Arme zu schwenken.

Wohl doch kein Hitchcock-Revival in Mannheim...

dpa 

Quelle: Mannheim24

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