„Aktenzeichen XY ungelöst“

Fette Strafe für Juwelier-Räuber

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Einer der beiden Juwelier-Räuber muss hinter Gitter (Symbolfoto).

Mannheim – Gemeinsam mit einem skrupellosen Komplizen hat er im November 2014 einen Juwelier in der City ausgeraubt. Am Freitag wird der 31-Jährige am Landgericht zu einer Haftstrafe verurteilt.

Fast ein Jahr lang bleibt die Suche nach den beiden Tätern, die am 19. November 2014 einJuweliergeschäft in den Q-Quadraten ausgeraubt haben, erfolglos. Bis der Fall im September 2015 bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ ausgestrahlt wird.

Durch die Veröffentlichung geht schließlich ein entscheidender Hinweis bei der Polizei ein. Wenig später nimmt sie einen 30-jährigen Mann fest, die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage.

Am Freitag muss er sich wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Der Mannheimer befand sich bis zur Urteilsverkündung in U-Haft und hatte die Vorwürfe zur Tat im Wesentlichen eingeräumt. Sein brutaler Komplize, der den Juwelierbesitzer mit einem Elektroschocker traktiert haben soll, ist immer noch nicht gefasst. 

Urteil am Landgericht

Das Urteil fällt eindeutig aus: Der Mittäter muss sieben Jahre und neun Monate hinter Gitter. Das berichtet am Samstag der Mannheimer Morgen.

Der damals 29-Jährige war der Fahrer des Fluchtwagens. Der Raubüberfall löste breite Empörung in der Bevölkerung aus, denn das Opfer, der Juwelierbesitzer, wurde mit besonderer Brutalität überwältigt.

Schmuckhändler schwer verletzt

Der Komplize des Verurteilten soll, während dieser im Fluchtwagen wartete, in den Laden gegangen sein und vorgegeben haben, etwas kaufen zu wollen. Dann überfällt der Komplize den älteren Verkäufer hinterrücks: Er attackiert den Mann mit dem Elektroschocker, würgt und schlägt ihn.

Der hilflose Juwelierbesitzer muss mit einer Platzwunde, einer Verletzung am Auge und einer großen Risswunde am Handgelenk in einer Klinik behandelt werden. Er ist herzkrank und leidet nach dem Überfall unter Herzrhythmusstörungen.

sag

Quelle: Mannheim24

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