Ermittlungen dauern an

Vorgetäuschte Vergewaltigung: „Noch nichts nachgewiesen!“

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Die Polizei geht aktuell davon aus, dass es eine Vergewaltigung am Wasserturm nicht gegeben habt.

Mannheim-Oststadt - Nachdem sich Zweifel an der Vergewaltigung am Wasserturm ergeben haben, ermittelt die Polizei auch gegen das vermeintliche Opfer. Abgeschlossen ist der Fall aber noch nicht...

Eine 41-jährige Frau meldet sich bei der Polizei: Sie will am Sonntagabend, 17. Januar, von einem Unbekannten angegriffen und unter vorgehaltenem Messer vergewaltigt worden sein – direkt in einem Laubengang des Mannheimer Wahrzeichens (WIR BERICHTETEN). 

Kripo auf Spurensuche am Wasserturm

Ein Phantombild wird erstellt, umfangreiche Zeugenbefragungen vorgenommen, eine vierzehnköpfigen Ermittlungsgruppe „Wasserturm“ gebildet. Über 100 Hinweise aus der Bevölkerung werden in den nächsten zehn Tagen entgegengenommen. Unter anderem wurde damit begonnen, 60 Jacken, die der beschriebenen Täterjacke gleichen und bereits aufgrund einer Spende an Flüchtlinge im Patrick-Henry-Village in Heidelberg ausgegeben waren, zu überprüfen!

Dann die überraschende Wende: Am 28. Januar wird bekannt, dass die Aussage der Frau möglicherweise falsch gewesen ist! Vieles deutet darauf hin, dass die Vergewaltigung am Wasserturm nie stattgefunden hat!

>>> Möglicherweise nur vorgetäuscht: Hat es eine Vergewaltigung am Wasserturm wirklich gegeben?

Im Laufe der intensiven Ermittlungsarbeiten ergeben sich immer mehr Widersprüche beim von der 41-jährigen geschilderten, zeitlichen Ablauf des Verbrechens.

Wesentliche Teile ihrer Angaben waren mit objektiv festgestellten Umständen nicht in Einklang zu bringen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen spricht daher einiges dafür, dass die angezeigte Tat nicht stattgefunden hat“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium.

Der Verdacht einer lediglich vorgetäuschten Straftat steht im Raum, es werden strafrechtliche Ermittlungen gegen die 41-Jährige aufgenommen. Die Ermittlungsgruppe wurde aufgelöst – die Ermittlungen selbst sind jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen. Auf Nachfrage von MANNHEIM24 erklärt ein Polizeisprecher, dass noch weiter ermittelt wird, eine Anzeige ist noch nicht vorgelegt

Abgeschlossen ist der Fall also noch lange nicht: „Nachgewiesen ist es noch nicht, wir gehen aber davon aus, dass die Vergewaltigung vorgetäuscht wurde, jedenfalls solange sich nichts anderes ergibt!

Im Falle einer Verurteilung drohen ihr eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

mk

Quelle: Mannheim24

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