Kritik an Expertenkommission 

Anonymes Schreiben heizt Gerüchteküche an

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Ein anonymes Schreiben wirft der Expertenkommission vor nicht unabhängig zu sein

Mannheim-Innenstadt - Die Uniklinik will raus aus den Schlagzeilen. Eine Expertenkommission soll den Hygieneskandal aufarbeiten. Jetzt taucht ein anonymes Schreiben auf. 

Ein anonymes Schreiben flattert in die Redaktion des SWR. Darin übt der Schreiber heftige Kritik an der Expertenkommission. 

Es heißt, die Expertenkommission sei gar nicht unabhängig, da es sich bei ihrem Leiter um einen alten Studienfreund des Ärztlichen Direktors am Uniklinikum Mannheim, Frederik Wenz, handele. Kommissionschef Kölbl sagt gelassen, dieser Vorwurf belustige ihn. Er wisse noch nicht einmal, wo Wenz studiert habe - und sieze sich mit ihm. 

Laut den Recherchen des SWR sehen mehrere Aufsichtsratsmitglieder in dieser Bekanntschaft allerdings kein Problem. Laut Aussage eines weiteren Aufsichtsrats-Mitglieds habe man Zeitdruck verspürt. Man habe nicht warten wollen, bis die Staatsanwaltschaft irgendwann einen Gutachter bestelle, sondern habe die Dinge selbst regeln und alles in die Wege leiten wollen, um die Missstände im Haus anzugehen

Dazu kommt noch, dass es hinter vorgehaltener Hand heißt, der Schaden durch den Ausfall von rund 50 Prozent der Operationen dürfte bislang schon in Millionenhöhe liegen. Offiziell bestätigen will das allerdings niemand. Die blanken Zahlen werden jedoch erst Mitte 2015 veröffentlicht. Aus der Klinik heißt es: „Die durch die besondere Situation entstandenen Kosten werden erstabschließend ermittelt“.

Der Skandal und seine Auswirkungen kommen für den Chef des Aufsichtsrats, Oberbürgermeister Peter Kurz zur Unzeit – im Juni ist OB-Wahl in Mannheim. 

dpa/tin

Quelle: Mannheim24

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