Auf der Fahrt nach Mannheim

Stundenlang gefangen! 750 Passagiere sitzen in ICE fest – ohne Strom und Heizung

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ICE mit rund 750 Fahrgästen muss stehen bleiben wegen eines technischen Defekts.

Mannheim - Lange Nacht für die rund 750 Reisenden eines ICE! Aufgrund eines technischen Defekts bleibt der Zug stehen. Dann gehen auch noch Klimaanlage und Licht aus …

  • Auf dem Weg von Frankfurt nach Mannheim muss ein ICE anhalten
  • Ohne Strom und Klimaanlage müssen 750 Passagiere ausharren
  • Erst nach zwei Stunden geht die Reise nach Mannheim weiter

Jeder von uns musste wohl schon einmal in einem Zug warten und hoffen, dass er bald losfährt. Was jedoch den 750 Fahrgästen am Sonntagabend (20. Oktober) bei ihrer ICE-Fahrt von Frankfurt nach Mannheim passiert, ist mehr als ärgerlich. Denn sie sitzen in dunklen Waggons – ohne Klimaanlage und ohne genau zu wissen, wann und wie es weitergeht. Doch was ist passiert?

Der ICE ist gegen 22:30 Uhr auf seiner Route zwischen Frankfurt und Mannheim. In Höhe Gernsheim – Klein-Rohrheim bleibt der Zug plötzlich stehen. Der Grund: eine technische Panne an seinem Stromabnehmer. 

Auf dem Weg nach Mannheim: 750 Gäste verharren mehrere Stunden in ICE

Aus bislang unbekannten Gründen reißt der Stromabnehmer ab und verkeilt sich zwischen zwei Waggons des ICE. Dadurch fällt im gesamten Zug die Stromversorgung aus und die rund 750 Insassen sitzen im Dunkeln. Auch die Klimaanlage fällt bei einer Außentemperatur von etwa 13 Grad aus. 

Die Feuerwehr muss anrücken, um mit Scheinwerfern Licht im ICE zu machen. Der Rettungsdienst kontrolliert in dieser Zeit den Zug und schaut nach, ob sich ein Fahrgast verletzt hat, oder es sonstige Beschwerden gibt. Glücklicherweise wird aber niemand bei dem Vorfall verletzt. 

Technischer Defekt im ICE: 750 Fahrgäste werden evakuiert

Etwa zwei Stunden nach dem technischen Ausfall kommt endlich ein Ersatzzug! Einsatzkräfte evakuieren die Insassen in die neue Bahn. Ein vorzeitiges Aussteigen aus dem ICE ist nicht möglich, wie eine Familie aus Mannheim feststellen muss. Da die Tochter im Zug feststeckt, haben die Eltern gehofft, sie bei Klein-Rohrbach abzuholen. Allerdings darf sie aus Sicherheitsgründen, wie rund 113 Passagiere eines ICE in Waghäusel, den stehenden ICE nicht einfach so verlassen und muss zusammen mit den anderen 750 Fahrgästen evakuiert werden und bis nach Mannheim weiterfahren.

Sie hat einen 12 Stunden Flug hinter sich und jetzt sowas“, sagen die Eltern, die anschließend zum Mannheimer Hauptbahnhof fahren können, um dort ihre Tochter abzuholen. Gegen 2:30 Uhr kommen die Reisenden endlich am Zielort an!

Bei einer anderen ICE-Fahrt eskaliert die Situation während einer Fahrkartenkontrolle: Ein Schwarzfahrer droht „alle umzubringen“, falls er nicht weiterfahren darf. Dann entdeckt die Polizei auch noch eine Waffe.

er24/jol

Quelle: Mannheim24

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