Wissenswertes zum Fest

Kein Fest ohne Weihnachtsbaum! Die besten Tipps zum Christbaum-Kauf   

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Christbaumplantage (Symbolfoto)

Für viele Menschen fängt die besinnliche Zeit erst richtig an, wenn endlich der geschmückte Christbaum im Wohnzimmer steht! Alles rund um den Weihnachtsbaum und wo Du ihn in der Region kaufen kannst: 

Wenn der würzige Tannengeruch das Wohnzimmer erfüllt und die Augen mit den Lichtern zwischen den Nadeln um die Wette glänzen, ist Weihnachten in unseren Häusern angekommen! 

Jedes Jahr im November startet in der Metropolregion Rhein-Neckar der Weihnachtsbaum-Verkauf. Doch welchen Sorte wähle ich? Wie stelle ich meinen Christbaum am Besten auf? Und wo kann ich in der Region überhaupt einen Baum kaufen? Alles, was Du zur berühmtesten Weihnachts-Dekoration der Welt wissen musst:

Tradition Weihnachtsbaum: Warum stellen wir an Weihnachten eine Tanne auf?

Für die meisten Menschen ist der geschmückte Tannenbaum der Mittelpunkt der Festtage. Die Geschichte des Weihnachtsbaums beginnt bereits in der heidnischen Kultur, in der immergrüne Pflanzen ein Symbol für Leben war. Schon die Germanen schmückten öffentliche Plätze und Häuser zur Wintersonnenwende mit Tannenzweigen. Das Schmücken eines ganzen Baumes gab es schon im Mittelalter – zum Beispiel den Maibaum. 

Wann gab es den ersten Weihnachtsbaum?

Die älteste schriftliche Erwähnung eines Weihnachtsbaums findet man in einer Akte der Mainzer Herrscher von 1527. Hier ist von einem Weihnachtsbaum im Hübnerwald die Rede. 1539 gibt es wieder einen Beleg, dass im Straßburger Münster ein Christbaum aufgestellt wurde. Damals waren es die Zünfte und Vereine, die begannen, einen immergrünen Baum in die Zunfthäuser zu stellen.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden Weihnachtsbäume immer beliebter. Die erste Erwähnung eines Weihnachtsbaums in der deutschen Literatur stammt von Johann Wolfgang von Goethe, der in „Die Leiden des jungen Werther“ (1774) über einen „aufgeputzten Baum“ schreibt. Zunächst konnten sich nur die reicheren Schichten einen Weihnachtsbaum leisten – vor allem weil Tannenbäume in Europa eher selten waren. Erst als immer mehr Wälder angelegt wurden, wurden Ende des 19. Jahrhunderts auch die Christbäume günstiger.

Mittlerweile ist der Weihnachtsbaum zum Fest aus vielen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren wurden in Deutschland zwischen 23 und 25 Millionen Bäume jährlich verkauft.  

>>> Wer hat die schönste Tanne? Schick uns Deinen Weihnachtsbaum!

Weihnachtsbaum kaufen in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Umgebung

Hinweis: Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten wir einen wichtigen Weihnachtsbaum-Verkauf vergessen haben, kannst Du uns unter 2424@headline24.de gerne einen Tipp geben!

Christbaum-Center Heidelberg 

Direkt an der B535 zwischen zwischen Heidelberg-Kirchheim und Schwetzingen (Kurpfalzhof) findet man eine rund 30.000 Quadratmeter große Christbaumplantage mit einer Auswahl aus etwa 9.000 Weihnachtsbäumen. Das Christbaum-Center Heidelberg bietet ein großes Sortiment an Bäumen aus dem Odenwald – von der Nordmanntanne bis zur Blau- oder Rotfichte. Vor Ort kann man sich beraten lassen, welchen Christbaum man am Besten auswählt und wie man seinen Weihnachtsbaum optimal pflegt. Die Bäume gibt's zum Selbersägen, bereits gesägt oder im Topf.

Anfahrt:
B535 in Heidelberg Kurpfalzhof
Zwischen Heidelberg und Schwetzingen

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 10 bis 18:30 Uhr
Donnerstag bis Freitag: 10 bis 19 Uhr
Samstag: 9 bis 17:30 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

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„Lenzhoftannen“ am Bierhelderhof und im Boxberg (Heidelberg)

Seit 1953 bietet „Lenzhoftannen“ Weihnachtsbäume in Heidelberg an. Früher wurden die Tannen noch am Kornmarkt verkauft, heute gibt es zwei Verkaufsstellen am Bierhelderhof und im Boxberg. Zwischen dem 8. und dem 23. Dezember gibt es Heidelberger Stadtwaldbäume und Lenzhoftannen aus Mudau im Odenwald zu kaufen.

Termine Bierhelderhof (immer 9 bis 16:30 Uhr):

  • Samstag, 8. Dezember
  • Sonntag, 9. Dezember 
  • Mittwoch, 12. Dezember
  • Donnerstag, 13. Dezember
  • Freitag, 14. Dezember
  • Samstag, 15. Dezember
  • Sonntag, 16. Dezember
  • Montag, 17. Dezember
  • Dienstag, 18. Dezember
  • Mittwoch, 19. Dezember
  • Donnerstag, 20. Dezember
  • Freitag, 21. Dezember
  • Samstag, 22. Dezember
  • Sonntag, 23. Dezember

Adresse:
Bierhelderhofweg 
69117 Heidelberg

Termine Boxberg (immer 9 bis 17 Uhr):

  • Samstag, 8. Dezember 
  • Sonntag, 9. Dezember (ab 13:30 Uhr)
  • Freitag, 14. Dezember 
  • Samstag, 15. Dezember
  • Sonntag, 16. Dezember (ab 11 Uhr)
  • Montag, 17. Dezember
  • Dienstag, 18. Dezember
  • Mittwoch 19. Dezember
  • Donnerstag, 20. Dezember
  • Freitag, 21. Dezember
  • Samstag, 22. Dezember
  • Sonntag, 23. Dezember

Anfahrt:
Unterhalb der Araltankstelle (Kreuzung Boxberg, Emmertsgrund)

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Christbaum-Center Mannheim

Auch in Mannheim wird eine große Auswahl an verschiedenen Weihnachtsbäumen geboten. Im Christbaum-Center findet man zum Beispiel Nordmanntannen, Blaufichten und Rotfichten. Die Bäume sind ausschließlich aus eigenem, regionalen Anbau. Zum Service gehört auch die kostenlose Verpackung oder das Zuspitzen des Stammes.

Anfahrt:
An der Waldstraße/Ecke Lampertheimer Straße

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag: 9 bis 17:30 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

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Christbaum-Center Ludwigshafen

Direkt an der B44 kann man in Ludwigshafen hübsche Christbäume aus dem Odenwald kaufen. Auch hier gibt es die klassischen Nordmanntannen und verschiedene Fichten-Arten. Wer noch keinen Christbaumständer hat, kann vor Ort einen erstehen.

Anfahrt: 
In der Hauptstraße 259 (Nahe Bäckerei Görtz) an der B44

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag: 9 bis 17:30 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

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Forstamt Lampertheim 

Für viele Menschen ist es Tradition, sich den Weihnachtsbaum direkt vom Förster zu holen. Möglich ist das zum Beispiel an zwei Terminen beim Forstamt in Lampertheim. Hier werden die Bäume frisch geerntet und ohne lange Transportwege angeboten. Besonders praktisch: Auch der Waldladen hat geöffnet, sodass man sich gleich noch mit dem passenden Weihnachtsbraten eindecken kann.

Adresse:
Forstamt Lampertheim
Wildbahn 2
68623 Lampertheim

Termine:
Samstag, 15. Dezember (10 bis 17 Uhr)
Sonntag, 16. Dezember (10 bis 17 Uhr)

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Helfertshof (Gorxheimertal)

Seit Jahren bietet die Familie Kohl auf dem Helfertshof Weihnachtsbäume an. Man kann seinen Christbaum direkt vom Hof kaufen oder selbst schlagen. Angeboten werden Nordmanntannen, Korktannen und Edeltannen sowie vereinzelt weitere Sorten, wie Blaufichte oder Koreatanne. Neben den Christbäumen bietet die Familie auf dem Hof auch weihnachtliche Deko und Schnitzarbeiten an. An den drei Wochenenden vor Weihnachten kann man sich beim Weihnachtsbaum-Shoppen auch mit Essen und Trinken stärken. Der Hof-Verkauf beginnt am 1.und endet am 24. Dezember (14 Uhr). Direkt vor dem Hof stehen 12 Parkplätze zur Verfügung.

Adresse:
Hopfwiesenweg 5
69517 Gorxheimertal

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag: 8 bis 19 Uhr (Schlagen von Weihnachtsbäumen nur bei Tageslicht)

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Weihnachtsbäume Schriesheimerwald

Der Weihnachtsbaumverkauf neben dem Schriesheimer Weihnachtsmarkt ist eine jahrzehntelange Tradition. Hier werden Edeltannen angeboten, deren Nadeln besonders fest und duftend sein sollen. Vom 6. bis 23. Dezember werden auf dem Festplatz die frisch geschnittene Bäume verkauft. Die Tannen werden wenige Tage vor Verkaufsbeginn geschlagen und vor dem Einnetzen noch einmal frisch nachgeschnitten. 

Adresse:
Bismarckstraße
69198 Schriesheim

Öffnungszeiten:
6. bis 23. Dezember, 10 bis 19 Uhr

So magisch leuchten die Wohnzimmer unserer Leser zum Fest!

Weihnachtsbaum kaufen: Der Christbaum aus dem Baumarkt 

Für Weihnachts-Fans gehört der Ausflug auf die Weihnachtsbaum-Plantage, zum Bauernhof oder zum Förster einfach zur Vorweihnachtszeit. Wer jedoch einfacher – und oft günstiger – an einen Christbaum kommen will, für den lohnt sich ein Besuch beim Baumarkt. Hier kann man seinen Weihnachtsbaum im Baumarkt erstehen:

  • Hornbach hat dieses Jahr Nordmanntannen und Edeltannen ab 20 Euro im Angebot
  • Bei Dehner gibt's schon für rund 16 Euro eine 1,50 Meter große Nordmanntanne
  • Auch bei OBI gibt es Nordmanntannen – die günstigste (bis zu 1,75 Meter) kostet laut Webseite rund 19 Euro 
  • Etwas für den kleinen Geldbeutel (und die kleine Wohnung) bietet Bauhaus: Hier kostet die 1-Meter-Tanne 15 Euro
  • TOOM hat ebenfalls Christbäume im Angebot – teilweise sogar schon für 18 Euro

Ein weiterer Vorteil beim Weihnachtsbaum-Kauf im Baumarkt: Oft gibt es auch eine große Auswahl der passenden Weihnachtsbaum-Dekoration – von Lichterkette bis Weihnachtskugel. Der Nachteil: Die Bäume sind höchstwahrscheinlich nicht so frisch gefällt, wie wenn man sie direkt bei der Plantage kauft oder selbst schlägt. 

Weihnachtsbaum kaufen: Online bestellen und liefern lassen

Wer kein Auto besitzt oder sich den stressigen Transport eines Christbaums ersparen möchte, kann das Lieferangebot einiger Online-Shops in Anspruch nehmen. Das ist natürlich die praktischste Art, an einen Weihnachtsbaum zu kommen – allerdings kann man sich den Baum vorher nicht genau anschauen. Man muss also hoffen, dass die Tanne wohlbehalten und frisch zu Hause ankommt.

Diese Online-Shops liefern Weihnachtsbäume:

Weihnachtsbaum kaufen: Ab wann und wie früh?

Über 20 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich verkauft. Doch wann sollte man sich nach dem perfekten Baum umschauen? So früh wie möglich, dass es noch genügend Auswahl gibt oder erst kurz vor Weihnachten, dass der Baum an Heiligabend so frisch wie möglich ist? 

Die ersten Bäume werden schon im November verkauft. Da die Verkäufer jedoch aus Erfahrung wissen, dass die Nachfrage erst Anfang/Mitte Dezember steigt, wird der Bestand dann dementsprechend nochmal aufgestockt. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass im Dezember schon die besten Bäume weg sind. Die meisten Christbaum-Verkäufer erhalten ohnehin bis kurz vor Weihnachten kontinuierlich frisch geernteten Nachschub. Wer aber so früh wie möglich einen Weihnachtsbaum in seinem Wohnzimmer aufstellen will, der sollte zu einer haltbaren Sorte greifen – wie zum Beispiel zur Nordmanntanne. 

Weihnachtsbaum kaufen: Was muss ich beim Kauf beachten? Wie erkennt man einen frischen Christbaum?

Wer seinen perfekten Weihnachtsbaum zwischen all den anderen Tannen entdeckt hat, der sollte zunächst einen Blick auf die Schnittstelle werfen. Je heller sie aussieht, desto frischer ist der Baum. Je dunkler, desto länger ist es her, dass er geschlagen wurde. Einen frischen Weihnachtsbaum erkennt man außerdem an den glänzenden Nadeln.  

Weihnachtsbaum kaufen: Welche Christbaum-Art wähle ich für mein Wohnzimmer?

Nordmanntanne, Blaufichte oder Korktanne? Welchen Weihnachtsbaum man sich ins heimische Wohnzimmer stellt, will gut überlegt sein. Der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen ist sicherlich die Nordmanntanne. Dieser Nadelbaum ist pflegeleicht, zeichnet sich durch eine klassische Dreiecksform und einen dichten Wuchs aus und hält sich bis zu vier Wochen. Allerdings ist sie geruchsneutral – und somit die falsche Wahl für alle, die auf den typischen Tannengeruch in ihrem Haus nicht verzichten wollen. 

Blaufichten sind etwas schlanker, und haben, wie der Name schon sagt, eher bläuliche Nadeln, die allerdings schneller ausfallen. Die Blaufichte verströmt dafür aber einen leichten Duft, auch wenn sie nicht ganz so dicht wächst, wie die Nordmanntanne. Die Blaufichte hält sich als Weihnachtsbaum bis zu zwei Wochen. 

Die Korktanne ist der Blaufichte sehr ähnlich, hat aber weichere Nadeln und riecht eher nach einem Zitrusbaum. Dieser Tannen-Art hält sich bis zu einem Monaten im Wohnzimmer. Eine weitere Auswahl-Möglichkeit als Weihnachtsbaum ist die klassische Fichte. Die hält sich zwar nur eine Woche, erfüllt das Zimmer aber mit einem intensiven Duft. 

Generell gilt außerdem: Wenn der Weihnachtsbaum aus der Region kommt, hat er keine langen Wege hinter sich und hält sich umso länger in der Wohnung!

Weihnachtsbaum kaufen: Was muss ich bei Aufstellen und Pflege der Tanne beachten?

Wie man den Weihnachtsbaum nach dem Kauf möglichst lange am Leben erhält und was man beachten muss, wenn man den Baum aufstellen will, weiß Christbaum-Experte Eraslan Bakkal, der jedes Jahr zwischen Ende November und Weihnachten an der B535 am Christbaum Center beim Kurpfalzhof Weihnachtsbäume verkauft. 

Hier kann man Weihnachtsbäume auch  selber sägen

Laut Bakkal soll man den gekauften Weihnachtsbaum nicht direkt in die Wohnung stellen, sondern besser zwei bis drei Tage in den Garten oder auf den Balkon. So kann sich der Baum akklimatisieren, bevor er ins Wohnzimmer kommt. Sobald der Baum in der Wohnung oder im Haus aufgestellt wird, muss auch der richtige Platz gefunden werden. Direkt an der Heizung soll man den Weihnachtsbaum nach Möglichkeit nicht aufstellen, rät der Experte. 

Welcher ist der richtige Christbaumständer?

Der Fachmann rät vor allem von alten Schraubständern ab, da die Bäume wegen des geringen Durchmessers des Ständers angespitzt werden müssten. Weil dabei auch Rinde entfernt werden muss, trocknet der Baum schneller aus. Also: Besser zu einem modernen Ständer greifen, in dem bis zu zwölf Zentimeter breite Stämme Platz finden können. So kann der Weihnachtsbaum im Wasser stehen und trocknet nicht aus.

Die richtige Pflege des Christbaums

Wer seinen Weihnachtsbaum in einen Baumständer mit Wasserbehälter stellt, macht alles richtig. Ein zwei Meter Baum braucht zum Beispiel bis zu zwei Liter Wasser am Tag – man sollte also regelmäßig Wasser nachgießen. Direkt vor der Heizung nadelt der Christbaum durch die trockene Luft besonders schnell. Lieber ein schattiges, kühles Plätzchen in der Wohnung suchen – dann fühlt sich der Weihnachtsbaum besonders wohl.

Nach Hitze-Sommer: Sind Weihnachtsbäume jetzt teurer?

Die langanhaltende Dürre im Sommer 2018 hat unseren Pflanzen und Bäumen extrem zugesetzt. Die Forstämter waren im Dauereinsatz, um die die Flora in der Region am Leben zu erhalten. Doch was bedeutet das für die Weihnachtsbäume? Werden die Tannen jetzt teurer, weil sie so intensiv gepflegt werden mussten? Und gibt es dieses Jahr überhaupt schöne Weihnachtsbäume?

Sind Weihnachtsbäume in der Hitze vertrocknet?

Wir haben Ende November bei den Tannenbaum-Verkäufern in der Region nachgefragt, um herauszufinden, ob die angehenden Weihnachtsbäume durch Hitze und Dürre beschädigt wurden.

Michael Schock von der Weihnachtsbaumplantage am Heidelberger Kurpfalzhof gibt Entwarnung: „Die Nordmanntannen haben weit in das Erdreich hinein reichende Pfahlwurzeln. Sie haben deshalb trotz der Trockenheit immer genug Wasser bekommen. Die kleine neugepflanzten Bäume wurden bewässert und haben auch alles gut überstanden. So stehen unsere Bäume in diesem Jahr sogar noch schöner da, als in den Vorjahren.“ 

Auch Lukas Kohl vom Helfertshof im Gorxheimertal kann uns beruhigen: „Die verfügbare Menge und Qualität bleibt nach meiner Einschätzung in etwa gleich. Die Kunden werden dieses Jahr also keine Probleme haben schöne Bäume zu finden.“

Die Hitze könnte allerdings doch Auswirkungen haben – und zwar auf das Weihnachtsfest 2025! Laut Kohl sei das Ausmaß der Dürre erst in 7 bis 8 Jahren zu sehen: „Viele der diesjährig gepflanzten Bäume sind vertrocknet und können nur teilweise im nächsten Jahr ersetzt werden“, erklärt er.

Steigen die Weihnachtsbaum-Preise?

Laut dpa werden die Preise für Weihnachtsbäume trotz einiger Trockenheitsschäden stabil bleiben. „Die Pflanzen sind schon gestresst durch die Trockenheit, einige zeigen Schäden, sind anfällig für Käferbefall", erklärt der Vorsitzende des Fachbereichs im NRW-Landesverband Gartenbau, Eberhard Hennecke, der dpa. Er gehe aber davon aus, dass lediglich zwei bis fünf Prozent der erntefähigen Bäume nicht auf den Markt kommen können. „Der Produzent leidet, die Verbraucher müssen sich keine Gedanken machen", betont Hennecke. 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat allerdings dem ‚Focus‘ mitgeteilt, dass die Preise von Weihnachtsbäumen in Deutschland wegen der Dürre um 50 Cent pro Meter steigen. Laut SWD seien 300.000 Hektar Wald durch die Hitze beschädigt worden. 

Zum Vergleich: Die Weihnachtsbaum-Preise 2017, laut Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger

  • Nordmanntanne: 18 bis 23 Euro/lfd. Meter
  • Blaufichte: 10 bis 16 Euro/lfd. Meter
  • Rotfichte: 6 bis 10 Euro/lfd. Meter

Nach Weihnachten: Den Christbaum richtig entsorgen – wann und wie?

Viele Weihnachtsbäume haben traditionell bereits am 6. Januar ausgedient und verschwinden aus den Wohnzimmern. Manche lassen ihren Baum aber sogar noch bis in den Februar stehen. Doch egal wann der Christbaum weggeräumt wird, stellt sich die Frage, wie man ihn richtig entsorgt:

Wer seinen Weihnachtsbaum wegwerfen will, sollte dringend darauf achten, die Deko vorher zu entfernen. Vor allem Lametta enthält Blei und gilt als Sonderabfall. Aber auch Kunstschnee und Glitzerspray stellen eine Belastung für die Umwelt dar und könnten sogar ins Grundwasser gelangen, wenn der Baum damit entsorgt wird. Auch auf das Verbrennen des Weihnachtsbaumes sollte man lieber verzichten – es verschmutzt nicht nur die Luft, sondern ist auch verboten. 

Der Weihnachtsbaum sollte nie in der freien Natur entsorgt werden. Auch wenn es sich dabei ja quasi um „Bio“-Abfall handelt, würde der Baum viel zu lange brauchen, um vollständig abgebaut zu werden. Achtung: Auch der Baum wird als liegengelassener Müll angesehen – wer ihn einfach ablädt, riskiert eine Geldstrafe!

Will man den Baum richtig entsorgen, sollte man dafür zu einem Wertstoffhof oder einem Kompostwerk fahren. In vielen Städten und Ortschaften sammeln Freiwillige Feuerwehr, Müllabfuhr oder Vereine die Weihnachtsbäume sogar direkt auf den Straßen ein. Dafür müssen die Bäume zu bestimmten Terminen am Straßenrand abgestellt werden. Es werden üblicherweise nur Bäume mitgenommen, die frei von Weihnachtsschmuck und Lametta sind. 

Die Termine zur Abholung in der Region sind aktuell noch nicht bekannt, werden aber hier zu finden sein, sobald sie feststehen!

Biobäume, also unbehandelte Tannen, können auch an Reiterhöfe und Zoos gespendet werden. Pferde, Elefanten und Co. freuen sich, wenn sie mit den Bäumen spielen oder daran knabbern können. Vorher sollte man aber unbedingt abklären, ob überhaupt Bedarf besteht. 

Das sind die 5 spektakulärsten Weihnachtsbäume der Welt 

1. Der Berühmteste: Der Big Apple verwandelt sich in der Weihnachtszeit bekanntlich in einen absoluten Traum für Weihnachtsfans: Wunderschön dekorierte Schaufenster und festliche Beleuchtung, wohin das Auge blickt. Das absolute Highlight ist dabei der riesige Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center – der berühmteste Christbaum der Welt. Der Baum muss in jedem Jahr mindestens 20 Meter hoch und rund 7 Meter breit sein und wird mit einer acht Kilometer langen Lichterkette erleuchtet. Tausende New-York-Besucher kommen jedes Jahr zu feierlichen Erleuchtungszeremonie, dem „Christmas Tree Lighting“, das in diesem Jahr am 28. November stattgefunden hat. 

Der Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in New York

2. Der Größte: Der größte Christbaum der Welt steht in Dortmund und ist 45 Meter hoch. Er besteht aus 1.700 Fichten, die speziell für den riesigen Weihnachtsbaum gepflanzt werden. Dieser Weihnachtsriese wird seit 1996 jedes Jahr aufgebaut, was rund vier Wochen in Anspruch nimmt. Den größten Christbaum der Welt schmücken 48.000 Lämpchen, Kugeln und Ornamente, 20 über zwei Meter große Kerzen und ein vier Meter und 200 Kilo schwerer Engel auf der Spitze.

Der größte Weihnachtsbaum der Welt steht auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt

3. Der Allergrößte: In Italien setzt man in Sachen Weihnachtsbaum auf Superlative:Über 750 Meter erstreckt sich der Christbaum in der Stadt Gubbio über den Hang des Berges Monte Ingino. Dabei handelt es sich natürlich nicht um einen echten Weihnachtsbaum, sondern um hunderte große Lichter, die an der Bergseite entlang einen festlichen Christbaum bilden. 

Über den Berg Monte Ingino in Italien erstreckt sich ein 750 Meter großer Weihnachtsbaum aus Lichtern.

4. Der Rekordverdächtigste: In Rio De Janeiro steht der größte schwimmende Weihnachtsbaum der Welt. Der „Arvore de Natal“ ist 85 Meter groß und leuchtet mit der 3 Millionen Glühbirnen. Die gigantische, über 500 Tonnen schwere Stahl-Konstruktion schwimmt auf einem See und hat es schon mehrfach ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Der größte schwimmende Weihnachtsbaum der Welt in Rio de Janeiro

5. Der Originellste: Der Weihnachtsbaum in der Pariser Galeries Lafayette überrascht jedes Jahr mit einem neuen „Outfit“: 2016 bestand er beispielsweise komplett aus Papier, 2014 stand der Baum Kopf. In diesem Jahr gestalteten die Galeries Lafayette den riesigen Baum gemeinsam mit Luxusjuwelier Piaget. Alle 30 Minuten gehen die Lichter an der riesigen Glaskuppel aus und eine Sternenkonstellation funkelt rund um den Weihnachtsbaum. 

So sah der Weihnachtsbaum in den Galeries Lafayette in Paris 2015 aus

Unter dem Christbaum: Der Text zum Weihnachts-Lied „O Tannenbaum“

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit,
o Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.

kab

Quelle: Mannheim24

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