Tipps von Tierheim-Experten

Silvester-Krach: So schützt Du Dein Haustier

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Für ein Haustier ist der ganze Silvester-Trubel nichts – so kannst Du dein Tier vorbereiten und beschützen. 

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen – Laute Knaller, Musik, viele Menschen. Silvester ist für Haustiere ein echter Graus. Mit diesen Experten-Tipps übersteht Dein Liebling die Neujahrsfeier.

Das neue Jahr steht vor der Tür – und natürlich soll das wieder gebührend gefeiert werden. Während sich die meisten schon riesig auf die Feier freuen, finden Fiffi und die meisten anderen Vier- und Zweibeiner das so gar nicht lustig. Laute Knaller, viel Besuch, das ist einfach zu viel. 

Wir haben die Experten der regionalen Tierheime gefragt, was man vor der großen Feier beachten sollte und gute Ratschläge erhalten. 

Pia Ternes vom Ludwigshafener Tierheim gibt wichtige Hinweise: „Freigängerkatzen sollten bitte unbedingt im Haus gelassen werden, am besten auch noch am Neujahrstag“, erklärt die Expertin. „Hunde sollte nur angeleint ausgeführt werden, da es leider in jedem Jahr Hunde gibt, die in Panik wegrennen, wenn es kracht“. Da gerne auch schon vor Mitternacht die ersten Knaller gezündet werden, sollte dieser Hinweis unbedingt auch am Silvestertag beachtet werden. Sollte ein Hund grundsätzlich ängstlich oder gar hysterisch auf Krach reagieren, sollte er am besten an einen ruhigen Ort innerhalb des Hauses oder der Wohnung gebracht werden – ein Ausflug an einen abgelegenen, ruhigen Ort ist ebenfalls denkbar. „Bei ganz schlimmen Angstzuständen kann ein Tierarzt auch Medikamente verordnen“, erklärt Ternes. 

Einige Tierärzte warnen jedoch davor, das Medikament Azepromazin anzuwenden. Es handelt sich dabei um ein Neuroleptikum und Sedativum. Das Tier wird zwar augenscheinlich ruhig – das gilt jedoch nur für die äußerliche Erscheinung. Die Tiere bekommen trotzdem alles mit, verlieren nur die Möglichkeit sich selbst zu schützen und gegebenenfalls die Flucht zu ergreifen. Das Tier ist also nicht weniger ängstlich, sondern lediglich körperlich eingeschränkt. Alles andere als hilfreich. 

Hans Gräf vom Mannheimer Tierheim rät Haustierbesitzern, dass sie sich gezielt mit ihrem Tier beschäftigen sollten. „Tiere die ängstlich sind, sollte man nicht alleine lassen. Ablenken, beschäftigen, kuscheln und Fenster und Rolläden geschlossen lassen“, so der Rat von Gräf.

Intensives Bedauern und übermäßige Extra-Streicheleinheiten bringen nichts – auch nicht im Vorhinein. Das hat bei einem verängstigen Hund nämlich oft einen zusätzlich negativen Effekt

Annegret Oelenheinz vom Heidelberger Tierheim hat persönlich beste Erfahrungen mit dem Rat von Herrn Lawo des Deutschen Tierschutzbundes gemacht: Ganz gewöhnliche Alltagsgeräusche wie Musik aus dem Radio oder einer Sendung im Fernsehen können es den Tieren bereits etwas einfacher machen, den Lärm zu verkraften. Schreckhafte Tiere sollten zudem weder alleine gelassen, noch auf lautstarke Silvesterfeiern mitgenommen werden – für das geliebte Haustier geht man aber sicher gerne den einen oder anderen Kompromiss ein. 

mk

Quelle: Mannheim24

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