Entscheidung im Gemeinderat 

Gemeinderat beschließt Einstellung des Schlachtbetriebes!

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Fleischweiterverarbeitung im Fleischversorgungszentrum Mannheim.(Archivbild) 

Mannheim - Das war's jetzt endgültig für den Schlachtbetrieb im Mannheimer Fleischversorgungszentrum! Die Entscheidung am Dienstag im Gemeinderat: 

Die Mitglieder des Gemeinderates haben am Dienstag, 25. Juli, beschlossen, dass der Schlachtbetrieb der Fleischversorgungszentrum Mannheim GmbH (FVZ) eingestellt werden wird. Damit folgen sie der Empfehlung des Hauptausschusses sowie der Aufsichtsräte des FVZ und der Stadt Mannheim Beteiligungsgesellschaft mbH (SMB). Sie hatten sich in einer Klausurtagung Ende Mai und in Aufsichtsratssitzungen Anfang Juli darauf verständigt, den Teilbetrieb der Schlachtung aufzugeben.

Die Geschäftsführung des FVZ wird die Schlachtung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten einstellen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. 

Für die acht im Schlachtbetrieb angestellten Mitarbeiter und die 14 in der Abteilung für Verbraucherschutz, Gewerbe und Veterinärangelegenheiten des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung tätigen Mitarbeiter sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Die Stadtverwaltung prüft bereits, an welchen Stellen zusätzliches Personal benötigt wird und eingesetzt werden kann.

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Warum lohnt sich der Schlachtbetrieb nicht mehr?

Die FVZ besteht seit 1983 und ist seitdem für den Betrieb, Ausbau und die Unterhaltung eines Schlacht- und Viehhofs sowie eines Fleischmarkts zuständig. Nach dem Rückzug des größten Schlachtkunden im Juli 2016 hat sich die wirtschaftliche Situation der FVZ gravierend verschlechtert.

Bereits in den Jahren zuvor mussten zunehmend höhere Verluste aufgrund von Kostensteigerungen in sämtlichen Bereichen verzeichnet werden. Trotz vielfältiger Bemühungen war es nicht möglich, einen neuen Großkunden zu gewinnen, um die Einnahmeseite erheblich zu verbessern. Ein branchenerfahrener Unternehmensberater konnte ebenfalls keine signifikanten Kostenreduzierungen aufzeigen.

Die Erlöse von den verbliebenen Bestandskunden können das jährlich entstehende Defizit von zuletzt circa 1,1 Millionen Euro bei weitem nicht decken. Das Defizit wirkt sich auf das Betriebsergebnis der SMB negativ aus. Die FVZ ist aktuell der größte Verlustbringer innerhalb der SMB-Gruppe.

Daher entsteht bei der Gesellschafterin Stadt Mannheim (Gesellschafterin des FVZ ist die SMB) ein erhöhter Handlungsdruck. Die Geschäftsführung von FVZ und SMB haben sich juristisch und betriebswirtschaftlich beraten lassen.

Drei Handlungsalternativen

Dabei wurden drei Handlungsalternativen aufgezeigt: Eine Liquidation des FVZ, eine Verschmelzung mit der GrossMarkt Mannheim GmbH (GMM) und anschließende Stilllegung des Schlachtbetriebs sowie der Fortbestand des FVZ mit Fortführung des Vermietungsgeschäftes und Einstellung des Schlachtbetriebs.

Auf letztere Variante haben sich die Mitglieder des Hauptausschusses geeinigt, dies sozialverträglich umzusetzen. Eine spätere Liquidation oder Verschmelzung mit der GMM ist damit nicht ausgeschlossen.

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Mehr zum Thema:

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pm/kp

Quelle: Mannheim24

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