Einigung von Stadt und Aufsichtsrat

Stellt das FVZ den Schlachtbetrieb ein?

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Fleischversorgungszentrum Mannheim GmbH (FVZ) stellt Schlachtbetrieb ein

Mannheim - Die Aufsichtsräte des Fleischversorgungszentrums (FVZ) und der Stadt Mannheim Beteiligungsgesellschaft haben sich auf die Einstellung des Schlachtbetriebs geeinigt.

Der übrige Geschäftsbetrieb, also die Unterhaltung eines Fleischmarktes zur Belieferung von Metzgereien, Gastronomie und weiteren Großkunden, bleibt bestehen.

Gründe für die Entscheidung

Das FVZ besteht seit 1983 und ist seitdem für den Betrieb, Ausbau und die Unterhaltung eines Schlacht- und Viehhofs sowie eines Fleischmarkts zuständig. 

Nach dem Rückzug des größten Schlachtkunden im Juli 2016 hat sich die wirtschaftliche Situation der FVZ gravierend verschlechtert. Bereits in den Jahren zuvor mussten zunehmend höhere Verluste verzeichnet werden. 

Trotz aller Bemühungen, konnte das FVZ keinen neuen Großkunden gewinnen, wodurch die Einnahmen erheblich verbessert worden wären. Auch ein Unternehmensberater konnte keine Lösungen zur Kostenreduzierung aufzeigen. 

Die Erlöse von den verbliebenen Bestandskunden können das jährlich entstehende Defizit von zuletzt circa 1,1 Millionen Euro bei weitem nicht decken. Das Defizit wirkt sich auf das Betriebsergebnis der SMB negativ aus. Die FVZ ist aktuell der größte Verlustbringer innerhalb der SMB-Gruppe. Daher entsteht bei der Gesellschafterin Stadt Mannheim (Gesellschafterin des FVZ ist die SMB) ein erhöhter Handlungsdruck.

Den Aufsichtsräten wurden schließlich drei Alternativen aufgezeigt, die auf der Klausurtagung intensiv diskutiert wurden: Eine Liquidation der FVZ, eine Verschmelzung mit der GrossMarkt Mannheim GmbH (GMM) und anschließende Stilllegung des Schlachtbetriebs sowie der Fortbestand der FVZ mit Fortführung des Vermietungsgeschäftes und Einstellung des Schlachtbetriebs. Auf letztere Variante haben sich die Aufsichtsräte mit den Geschäftsführungen geeinigt. Eine spätere Liquidation oder Verschmelzung mit der GMM ist damit nicht ausgeschlossen.

So geht es jetzt weiter

Die endgültige Entscheidung wird durch den Gemeinderat am 25. Juli getroffen. Zuvor werden die Mitglieder der Aufsichtsratssitzung sowie des Hauptausschusses darüber beraten und abstimmen.

Hintergrund

Die 1989 gebildete „SMB-Gruppe“ umfasst neben der Stadt Mannheim Beteiligungsgesellschaft mbH (SMB) auch die Fleischversorgungszentrum Mannheim GmbH (FVZ), die Großmarkt Mannheim GmbH (GMM), die Event & Promotion Mannheim GmbH (EPM), die Rhein-Neckar Flugplatz GmbH (RNF) sowie seit 1990 die m:con – mannheim:congress GmbH (m:con). Die Stadt Mannheim ist Alleingesellschafterin der SMB und – über die SMB – mittelbare Gesellschafterin der Tochtergesellschaften FVZ, GMM, EPM, RNF und m:con.

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pm/kab

Quelle: Mannheim24

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