Projekt „Sicher auf dem Schulweg“

Zivilcourage zeigen: rnv bildet Schulwegbegleiter aus

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Übergabe der Zeugnisse des Programms „Sicher auf dem Schulweg“ (v.l.n.r. Michael Fröhlich (ADFC Rhein/Neckar-Heidelberg e.V.), Medina Hoxha, Shahd Awadine, Gülcan Dondar (alle Wilhelm-Wundt-Schule Mannheim), Ann-Kathrin Thewes (Theodor-Heuss-Realschule Heidelberg), Dominik Bach (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried), Uwe Blümer (Rhein-Neckar-Verkehr GmbH).

Mannheim - Rund 230.000 Schüler sind jeden Tag mit Bus und Bahn unterwegs. Das läuft nicht immer ohne Konflikte ab. Die rnv bildet deswegen Schulwegbegleiter aus:

Um allen Fahrgästen eine angenehme und sichere Fahrt zu gewährleisten, startete die Rhein-Neckar Verkehr GmbH (rnv) bereits vor über zehn Jahren in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) und dem Polizeipräsidium Mannheim ein Projekt mit Jugendlichen.

„Wir bilden Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse aller Schularten aus, damit sie eigenverantwortlich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg, für weniger Gewalt und für einen fairen Umgang untereinander sorgen können“, betont Petra Sack, Aus- und Weiterbildungsleiterin für den Fahrbetrieb der rnv.

2015 beendeten fünf Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGMH) und der Wilhelm-Wundt-Realschule in Mannheim sowie vier Jugendliche von der Theodor-Heuss-Realschule Heidelberg den zehnwöchigen Ausbildungsgang

Was machen Schulwegbegleiter?

Sie greifen bei Konflikten zwischen Gleichaltrigen in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen schlichtend ein und gestalten dadurch den Schulweg für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sicherer und angenehmer.

Doch das machen sie nicht allein, sondern treten in der Regel als Team von zwei Schülern auf.

Im Bedarfsfall erhalten sie praktische Unterstützung vom Fahrpersonal. „Wir sind von der Ausbildung begeistert und stolz darauf, unseren Beitrag für mehr Sicherheit und für eine angenehmere Atmosphäre in Bussen und Bahnen zu leisten“, berichtet die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH.

Was lernen die Schüler in der Ausbildung?

„In vielen praxisnahen Übungen lernen die Jugendlichen, wie sie in kritischen Situationen einen klaren Kopf behalten und beschwichtigend einwirken können. Sie lernen soziale Kompetenz fürs Leben. Dabei wird das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gestärkt und ihre Zivilcourage gefördert.“, so Petra Sack.

Ein Erste-Hilfe-Kurs, ein Kommunikationstraining und ein Selbstsicherheitstraining runden die Ausbildungsinhalte ab. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung wird den Schülerinnen und Schülern mit einem Zertifikat bescheinigt.

Dieses kann man sich nicht nur stolz über das Bett hängen, es dient auch als zusätzliche Qualifikation die sich gut im Lebenslauf macht.

Nächste Ausbildungsrunde

Der nächste Ausbildungsgang startet 2016.

Die rnv freut sich über weiteren Zuwachs und steht für Anmeldungen und Fragen von interessierten Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern und Lehrern unter der E-Mail-Adresse busschule@rnv-online.de zur Verfügung. 

rnv/kp

Quelle: Mannheim24

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