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Migrantenhetze und Hitlergruß: Nazi-Skandal bei RNV?

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Symbolfoto

Mannheim - Es sind schwerwiegende Vorwürfe, die ein Ex-Mitarbeiter gegen zahlreiche RNV-Angestellte erhebt – versteckte Handyaufnahmen sollen unter anderem belegen, wie unverhohlen gegen Ausländer gehetzt wird.

+++ UPDATE: So reagiert die RNV auf die Vorwürfe! +++

Mit Hitlergruß in den Feierabend“: Unter dieser Schlagzeile wird am Donnerstagabend auf www.bild.de ein Artikel veröffentlicht, der aktuell hohe Wellen schlägt. Darin werden schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Rhein-Neckar-Verkehr in Mannheim erhoben.

>>> BILD-Bericht: Mit Hitlergruß in den Feierabend

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar soll im Zeitraum von fast einem Jahr (April 2015 bis Februar 2016) heimlich mit seinem Smartphone Foto- und Tonmaterial von Kollegen aufgenommen haben, in dem unglaubliche Szenen zu sehen und zu hören sein sollen. Darunter Nazi-Sprech, offene und unverhohlene Hetze gegen Ausländer samt Hitlergruß und auch von sexuellem Missbrauch soll die Rede sein.

Die Vorgesetzten des Ex-RNV‘lers hätten von den Anfeindungen nichts wissen wollen – im Juni 2016 sei es schließlich zur Entlassung gekommen.

Rund ein Jahr später habe er nun den Schritt gewagt und seine Mitschnitte der Staatsanwaltschaft übergeben – zu groß war offenbar zuvor die Angst vor möglichen Konsequenzen.

Nun wolle er sich wegen der illegal entstandenen Aufnahmen selbst anzeigen.

Die prekären Aufnahmen:

  •  „Die Nigger. Das sind alles Volksschädlinge und die das Gesindel reinlassen, sind Volksverräter. Beide gehören vor Gericht, und je nach Vergehen liquidiert“, soll ein Angestellter im Blaumann im Aufenthaltsraum von sich gegeben haben.
  • Die, die Asylbewerber einladen, gehören abgefackelt“, soll ein Mann im Anzug geäußert haben. Unfassbar: Als er das Zimmer verlässt, hebt er den rechten Arm zum Hitlergruß. Auch diese Szene soll die Aufnahme aus der Kamera des ehemaligen Mitarbeiters zeigen.
  • Eine Männergruppe soll gemeinsam hetzen, dass es künftig wohl kein Schweinefleisch mehr geben werde, sondern „nur noch Lammdöner“, wobei laut BILD-Bericht das „R“ im Nazi-Sprech gerollt wird. Ein Foto auf bild.de will den Moment im Anschluss an das Gespräch festgehalten haben, in dem einer der Männer auf die „scheiß Nigger“ schimpft und anschließend mit einer imaginären Maschinenpistole herumschließt.
  • Schau dir das verwahrloste Mannheim an. Da sind 99,9 Prozent Muslime und Nigger. Was rüberkommt, ist Abschaum“, soll von einem Straßenbahn-Fahrer während einer Fahrt zu hören sein.
  • In einem weiteren Tonmitschnitt soll zu hören sein, wie mehrere Männer darüber sprechen, wie ein weiblicher Fahrgast sexuell missbraucht worden sein soll: „Da war sie nackig und wir haben losgelegt. Wäre sie nicht psychisch krank, hätte ich sie nicht gebumst“, soll einer der Angestellten kommentiert haben. Ein Video von der Tat soll an Kollegen verschickt worden sein.

Am Freitagmittag hat der RNV zu einer Pressekonferenz (Beginn: 13 Uhr) eingeladen, wo Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar Verkehrsbetriebe, zu den Vorwürfen Stellung beziehen will.

rob

Quelle: Mannheim24

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