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Mannheim: Herzzerreißendes Biber-Drama an der Schleuse in Feudenheim

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Von: Eliran Kendi

Mannheim-Feudenheim: Erneut werden Tierretter zur  Biberrettung an die Schleuse in Feudenheim alarmiert (27. Mai 2021).
Mannheim-Feudenheim: Erneut werden Tierretter zur Biberrettung an die Schleuse in Feudenheim alarmiert (27. Mai 2021). © MANNHEIM24/PR-Video/Rene Priebe

Mannheim - Hilflose Biber in höchster Not – eine Aufgabe für die Tierrettung! Wieder kommt es in Feudenheim zu einem Zwischenfall. Doch diesmal nimmt der Fall kein gänzlich glückliches Ende:

Déjà-vu für die Berufstierrettung Rhein-Neckar! Wieder müssen die Tierretter einem Biber in Not helfen. Auch diesmal werden sie zur Schleuse im Stadtteil Feudenheim gerufen. Bereits in der letzten Woche wurde dort ein Biber in der linken Schleusenkammer erfolgreich gerettet. Derzeit wird die Schleuse in Mannheim grundlegend instandgesetzt. Ob hierbei ein Zusammenhang zu den Bieber-Einsätzen besteht, ist derzeit unklar. Fest steht jedoch: Am Donnerstag (27. Mai) stürzen zwei Biber aus 15 Metern Höhe in die Tiefe – mit dramatischen Folgen.

Mannheim: Biber-Rettung in Feudenheim an der Schleuse

Obgleich die beiden Tierchen ins Wasser der stillgelegte mittleren Kammer fallen, kommt für einen Biber jede Hilfe zu spät. Nach Einschätzung der Tierretter ist dieser vermutlich an Erschöpfung gestorben und trieb auf der Wasseroberfläche: Der zweite Biber konnte sich über eine Kammerleiter retten und sich so immer wieder ausruhen.

Mannheim-Feudenheim: Der zweite Biber kann sich an einer Kammerleiter retten (27. Mai 2021).
Mannheim-Feudenheim: Der zweite Biber kann sich an einer Kammerleiter retten (27. Mai 2021). © MANNHEIM24/PR-Video/Rene Priebe

Möglicherweise war einer der beiden Biber das Tier, dass bereits in der letzten Woche aus der linken Kammer gerettet worden ist. Um den Biber aus seiner Lage zu befreien, wurde die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Mannheim alarmiert. Mit einem Kran von der Baustelle wurde ein Schlauchboot in die Schleusenkammer gehoben. So konnte der Biber schließlich mit einem Kescher eingefangen und an Land gebracht werden.

Nach Einschätzung der Retter hätte das Tier in der Kammer keine Chance gehabt zu überleben. Der Biber war bereits so ausgehungert, dass er sich gleich über Äste und Zweige hergemacht hat, die in die Transportbox gelegt wurden. Das Tier wurde am Nachmittag in ein Naturschutzgebiet im Raum Mannheim ausgesetzt. (esk/pri)

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