Zügig unterwegs

Deutsche Bahn wird pünktlich(er)!

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Deutsche Bahn wird püntklicher (Symbolfoto)

Mannheim/Berlin - Die DB hat sich in puncto Pünktlichkeit verbessert, das versichert zumindest Vorstandschef Richard Lutz. Der Grund dafür und warum Kaffee die Zufriedenheit vermiest:

Es ist schon immer eine Geduldsprobe für die deutsche Pünktlichkeit, wenn man (mal wieder) auf den Zug wartet muss. Doch nun verkündet Bahnchef Richard Lutz die frohe Botschaft: Die Bahn kommt pünktlicher - also meistens - und es geht eigentlich nur um den Fernverkehr. 

Die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr lag im ersten Halbjahr bei 81,1 Prozent", meint Bahnchef Richard Lutz zur Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

Im Vorjahr lag der Wert noch bei 78,9 Prozent. Grund dafür waren die vielen Baustellen auf den Strecken.

Das Geheimnis der Pünktlichkeit

Warum die Bahn jetzt weniger Verspätungen verbucht, die übrigens erst nach sechs Minuten gezählt werden, lässt sich recht einfach erklären. Die DB hat erkannt, dass man die Bauarbeiten so managen muss, dass sie den Verkehr von ICE und Intercity nicht, beziehungsweise wenig beeinträchtigen. „Unser Regional- und Fernverkehr stimmt sich viel enger als früher mit der Infrastruktur ab", so Lutz zu den Gründen für die besseren Werte. 

Außerdem will die Bahn flexible Preise anbieten, ähnlich wie bei Fluggesellschaften. Allerdings ist es das Ziel der Bahn, „nicht wie die Airlines fünf Mal am Tag“ die Preise ändern, versichert der Bahnchef. „Das ist nicht unser Modell." Das Projekt wird seit Dezember getestet.

Knotenpunkt Monnem

Doch die Bahn stößt in manchen Städten an ihre Grenzen - so auch in Mannheim. „Was wir sehen, ist, dass manche Knoten schon recht voll sind. Frankfurt ist ein Engpass, auch Köln, Hamburg und Mannheim." Wichtig sei es deshalb, „dass man den Ausbau im Bundesverkehrswegeplan frühzeitig adressiert und abstimmt", sagt der Bahnstadt. Ohne den Ausbau der Knoten und der zulaufenden Strecken „kommt es vor allem auf eine intelligente Steuerung des Systems an", erläutert der Bahnchef. 

Hauptsache das Essen stimmt

Die Zufriedenheit der Fahrgäste sei „so hoch wie seit Jahren nicht mehr“, sagt Richard Lutz. Doch damit die Zufriedenheit so bleibt oder noch weiter ansteigt, muss das Unternehmen noch manches verbessern.

Ein wichtiger Punkt ist laut Lutz beispielsweise der Kaffee. „Kaputte Kaffeemaschinen sind leider bisweilen noch ein Ärgernis." In Sachen Essen soll alles so bleiben, wie es ist. „Solange ich Bahnchef bin, wird's Gastronomie in den Zügen geben, das ist gar keine Frage. Ich nutze das ja selbst gerne“, verrät Lutz. 

Übrigens: Es gibt jetzt für kurze Zeit ein kostenloses Kaktus-Eis: Gut an heißen Tagen und wenn man in der Bahn warten muss...

dpa/jol

Quelle: Mannheim24

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