Kein Erfolg trotz umfangreicher Maßnahmen

Babyleiche im Pfingstbergweiher gefunden: Ermittlungen erfolglos eingestellt

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Im Januar 2018 findet die Polizei eine Babyleiche im Pfingstbergweiher in Mannheim. (Archivfoto)

Mannheim-Rheinau - Ein Spaziergänger entdeckt eine Babyleiche im Pfingstbergweiher – die Polizei beginnt umfassende Ermittlungen. Nach fast zwei Jahren werden diese nun eingestellt. 

  • Am 12. Januar 2018 entdeckte ein Spaziergänger in Mannheim-Rheinau eine Babyleiche im Pfingsbergweiher
  • Die Polizei Mannheim richtet die SOKO „Renatus“ ein
  • Mit Massen-DNA-Tests will die SOKO die Mutter des toten Babys finden – ohne Erfolg
  • Am 2. Dezember 2019 werden die Ermittlungen eingestellt

Update vom 2. Dezember: Fast zwei Jahre nach dem grausamen Fund einer Babyleiche im Pfingstbergweiher in Mannheim-Rheinau haben die Ermittlungen zu keinem Ergebnis geführt. Aus diesem Grund gibt die Staatsanwaltschaft Mannheim bekannt, dass das Ermittlungsverfahren bis auf weiteres eingestellt wird. 

Trotz äußert aufwendiger Ermittlungen, darunter einer umfangreichen DNA-Reihenuntersuchung, ist es bislang nicht gelungen, die Herkunft des Säuglings oder die genauen Todesumstände herauszufinden. Speichelproben von rund 2.600 Frauen aus der Umgebung werden untersucht – jedoch ohne Erfolg. Auch die wiederholte und intensive Öffentlichkeitsfahndung der Polizei Mannheim hat keine Hinweise gebracht. Der extra für den Fall gegründeten Sonderkommission „Renatus“ gehören bis zu 45 Polizisten an. 

Mannheim: Proben werden ausgewertet – Polizei hofft auf neue Spur

Update vom 9. Januar 2018: Fast genau ein Jahr ist es inzwischen her, als ein Spaziergänger eine Babyleiche im Pfingstbergweiher in Mannheim entdeckt. Doch noch immer gibt es keine Hinweise auf die Mutter des Babys. Die Polizei ist nach dem Aufruf zum DNA-Test noch dabei, die Proben auszuwerten. „Natürlich wollen wir alle Frauen überprüfen, auch die, die nicht freiwillig beim Test mitgemacht haben“, teilt uns Michael Klump von der Pressestelle der Polizei mit. „Das dauert allerdings eine Weile - aber natürlich hoffen wir auch, dass wir bald neue Infos haben.“

Ein Spaziergänger macht am 12. Januar eine schreckliche Entdeckung: Im Pfingstbergweiher findet er eine Babyleiche! Rund sieben Monate und zwei DNA-Tests später, spricht MANNHEIM24 mit der Polizei über den aktuellen Stand der Ermittlungen:

Der letzte Massen-DNA-Test erfolgt am 21. und 22. Juli. Jetzt warte die Polizei auf Ergebnisse, so Michael Klump von der Polizei Mannheim. Wann diese vorliegen werden, sei allerdings nicht bekannt. Schließlich müssen deutlich mehr Speichelproben ausgewertet werden, als beim letzten Test im März.

Babyleiche im Weiher: Keine sachdienlichen Hinweise nach Tauchgang

Mannheim: Hälfte der Frauen erscheinen zum DNA-Test

Insgesamt hat die speziell für den Fall gegründete Sonderkommission ‚Renatus‘ 2.600 Frauen im Alter von 14 bis 42 Jahren um eine freiwillige Speichelprobe gebeten. Erschienen seien laut Klump rund die Hälfte. Zum Vergleich: Beim letzten Test werden 900 Frauen von der Polizei angeschrieben – rund 400 Frauen haben ihre DNA abgegeben

Fotos: Babyleiche in Pfingstbergweiher gefunden

Doch die Polizei Mannheim bleibe weiter an den Frauen dran, die nicht freiwillig zum Test erschienen sind. „Wir suchen sie Zuhause auf, oder rufen sie an und bitten um eine DNA-Probe“, so der Beamte. Weitere Maßnahmen dürfe er aus ermittlungstaktischen Grünen nicht verraten.

Noch hat die Polizei Mannheim keinen entscheidenden Hinweis erhalten, der auf die Identität der Mutter schließen lassen könnte. „Wir erhoffen uns neue Hinweise, sobald die Ergebnisse der DNA-Tests da sind“, sagt Klump.

jab/dh

Quelle: Mannheim24

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