Versuchte schwere Brandstiftung

Brände in ICE: Anklage gegen falschen Polizisten (33)

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Ein mutmaßlicher Feuerteufel muss sich vor dem Amtsgericht Mannheim verantworten.

Mannheim – Wegen versuchter schwerer Brandstiftung muss sich ein 33-Jähriger jetzt vor Gericht verantworten. Er soll für Brände in mehreren Zugtoiletten verantwortlich sein.

Rund 250 Zugpassagiere müssen Anfang August aus einem ICE am Mannheimer Hauptbahnhof evakuiert werden – es brennt im Zug.

Zunächst war völlig unklar, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Nach wenigen Tagen nimmt diePolizei in Hannover einen Verdächtigen fest. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte Haftbefehl erlassen. 

Doch der Mann ist möglicherweise nicht nur für ein Delikt dieser Art verantwortlich.

Der Vorwurf: Der Angeklagte soll zwischen dem 28. Juli 2015 und dem 4. August 2015 bei drei Fahrten mit dem ICE versucht haben, Papiertücher zu entzünden und so in den Zugtoiletten Brände zu legen. In einem vierten Fall ist ihm die Brandstiftung nicht gelungen, so die Anklage.

Dabei soll er sich regelmäßig nach der Brandlegung als Polizist ausgegeben haben. Hilfsbereit unterstützt er seine vermeintlichen Kollegen bei der Evakuierung und Löschung des von ihm selbst gelegten Feuers. 

Er soll sogar vorgegeben haben, Bundespolizist zu sein. Mit dieser Masche schaffte er es sogar, einem Reisenden den Geldbeutel zu klauen. Auch für den Diebstahl eines Gepäckstücks soll er verantwortlich sein.

Acht Reisende und Zugbegleiter bekamen durch den Rauch gesundheitliche Probleme (Atembeschwerden, Kopfschmerzen, brennende Augen). Weitere vier Zugbegleiter erlitten Rauchvergiftungen und mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Mindestens 6.000 Euro Sachschaden sollen entstanden sein.

Seit 9. August sitzt der Angeschuldigte in Untersuchungshaft.

sag/pol

Quelle: Mannheim24

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