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Poser-Alarm in Mainz: PS-Protzer (21) muss Auto direkt abgeben

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Von: Katja Becher

Die Polizei in Mainz lässt das Autos eines Posers abschleppen.
Die Polizei in Mainz lässt das Autos eines Posers abschleppen. © Polizeipräsidium Mainz

Mainz - PS-Protzer in der Hauptstadt hatten am Freitag wenig zu lachen. Mit mehreren Einsatzkräften griff die Polizei hart gegen die Poser durch – mit diesem Ergebnis:

In den Sommermonaten zieht es die „Poser“ mit ihren lärmenden Autos auch wieder auf die Straßen der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Doch am Freitag hatten die PS-Protzer die Rechnung ohne die Mainzer Polizei gemacht. Bei Kontrollen im Stadtgebiet wurden nicht nur mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet, sondern auch Fahrzeuge sichergestellt. Die Bilanz der Poser-Kontrollen in Mainz im Überblick:

Mainz: Poser-Kontrollen auf der Rheinallee – Polizei zieht Bilanz

Im Fokus der Kontrollen stand am Freitag die Mainzer Rheinallee. Im Kampf gegen Poser waren an diesem Abend insgesamt 16 Einsatzkräfte vor Ort. Durch Vorkontrollen wurde der Verkehr bereits auf der Mainzer Rheinachse stark selektiert – insgesamt 32 Fahrzeuge landeten schließlich in der Poser-Kontrolle der Polizei. Davon durften nur sieben Fahrer ohne Beanstandungen weiterfahren.

Insgesamt 25 Autofahrer müssen nach den Poser-Kontrollen in Mainz mit Geldstrafen wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis rechnen, weil zum Beispiel Veränderungen an Abgasanlagen, Fahrwerk oder den Leuchten der Fahrzeuge vorgenommen wurden. In den meisten Fällen durften die PS-Protzer ihre Fahrt fortsetzen – müssen allerdings innerhalb einer Frist die Umbauten rückgängig machen und dies nachweisen. Übrigens: Unser LUDWIGSHAFEN24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles, was in Deiner Stadt passiert.

Poser-Kontrollen in Mainz: 21-Jähriger muss Auto direkt abgeben

Nicht so viel Glück hatten zwei Poser, deren Autos direkt von der Polizei sichergestellt wurden. Zwei weitere Fahrer mussten die Veränderungen an ihren Fahrzeugen direkt vor Ort zurückbauen und durften dann erst weiterfahren. In drei Fällen stellten die Polizisten in Mainz fest, dass Eintragungen in den Fahrzeugpapieren nicht hätten erfolgen dürfen, da die Umbauten nicht den Vorgaben entsprachen. Hier mussten Strafverfahren wegen „Falschbeurkundung im Amt“ gegen die verantwortlichen Sachverständigen eingeleitet werden.

Gegen einen 21-jährigen Oppenheimer, der in die Poser-Kontrolle der Polizei geriet, lagen bereits mehrere Bußgeldverfahren wegen einer nicht genehmigten Abgasanlage vor. Am Freitagabend fiel der PS-Proll erneut auf – diesmal mit einem gefälschten Zulassungssiegel auf dem Kennzeichen und gefälschten Eintragungen mit Siegel in den Fahrzeugpapieren. Sein Wagen wurde sichergestellt und abgeschleppt und ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung wurde eingeleitet. „Regelmäßig fällt bei den Kontrollen auf, dass ein Großteil der Fahrzeuge nicht aus Rheinland-Pfalz oder Mainz stammt. Die Autofahrer legen zum Teil große Strecken zurück um durch Mainz zu fahren“, hat die Polizei nach den Kontrollen in Mainz erklärt und angekündigt, den Kampf gegen Poser auch in Zukunft fortzusetzen. (kab/pol)

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