Obduktionsergebnis offenbart neue Details

Tödlicher Polizei-Einsatz in Mainz: Ermittler durchsuchen Wohnung des Angreifers

Mainz - Nach dem tödlichen Polizei-Einsatz in Gonsenheim veröffentlichen Polizei und Staatsanwaltschaft neue Details zum Tod eines Messer-Angreifers:

  • Mainz: Einsatz-Drama im Stadtteil Gonsenheim
  • Polizei erschießt Messer-Angreifer – er wollte auf die Beamten losgehen
  • Zuvor verletzte der Mann einen 76-Jährigen mit einem Messer schwer
  • Nach dem tödlichen Polizei-Einsatz in Mainz liegt jetzt das Obduktionsergebnis vor:

Update vom 13. Juli: Auf Beschluss des Amtsgerichts Mainz ist ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des erschossenen 57-Jährigen erlassen worden. Die Kriminaldirektion Mainz hat dort Medikamente und Arztunterlagen gefunden. Die Ergebnisse daraus sollen in die rechtsmedizinische Untersuchung einfließen. Es wird wahrscheinlich noch mehrere Wochen dauern, um herauszufinden, ob der Verstorbene unter dem Einfluss von Drogen, Medikamenten oder Alkohol gestanden hat.

So lange dürfte es auch dauern, bis der endgültige Obduktionsbefund feststeht. Drei der vier Schüsse aus der Waffe des 28-jährigen Polizisten haben den 57-Jährigen in den Oberkörper getroffen. Das 76-jährige Opfer des Messerangriffs ist aufgrund der Schwere seiner Verletzungen weiterhin nicht vernehmungsfähig. In der Nähe von Karlsruhe ereignet sich ein dramatischer Vorfall: Ein Mann wird von ein Täter ins Gleisbett am Bahnhof Waghäusel geschubst. Zur gleichen Zeit nähert sich ein Zug. Das Opfer wird schwer verletzt, während sich der Angreifer aus dem Staub macht.

Tödlicher Einsatz in Mainz: Polizist erschießt Messer-Mann

Update vom 10. Juli: Nach den tödlichen Schüssen auf einen Messer-Angreifer in Mainz teilen Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitagmorgen das Obduktionsergebnis des 57-Jährigen mit. Demnach sei der Mann von drei der insgesamt vier aus der Polizei-Waffe abgegebenen Schüsse getroffen worden und an den Folgen gestorben. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung stünden noch aus. Wie die Ermittler weiter mitteilen, sei das 76-jährige Opfer des getöteten Mannes aufgrund der schweren Messer-Verletzungen aktuell noch nicht vernehmungsfähig. Die Motive des Angreifers, der den dramatischen Polizei-Einsatz in Mainz auslöste, bleiben somit weiter unklar.

Einsatz-Schock in Mainz: Polizei erschießt 57-Jährigen – Mann ging auf Beamte los

Update vom 8. Juli: Am Tag nach dem Einsatz-Drama in Mainz nennt die Polizei neue Details. Laut Ermittlern des Polizeipräsidiums Mainz habe sich der Einsatz in der Rektor-Forestier-Straße abgespielt, wo es zuvor zu einem Messer-Angriff gekommen sei. Von Streifen der Mainzer Polizei konnte im Hausflur eines Anwesens eine größere Blutspur entdeckt werden, die die Beamten zu einem Verletzten führte – einem stark blutenden 76-jährigen Mann. Laut ersten Aussagen von Zeugen wurde dieser von seinem 57-jährigen Nachbarn mit einem Messer angegriffen. Der Bewaffnete befand sich in der Zwischenzeit auf der Terrasse seiner Wohnung.

Einsatz-Drama in Mainz: Polizisten erschießen Messer-Angreifer

Als Polizisten die Wohnung des Täters in Mainz betreten wollten, kam ihnen der russische Staatsangehörige den Beamten mit einem Messer entgegen. „Nachdem der Täter auf Ansprachen der Beamten nicht reagiert, werden zunächst Pfefferspray und das Distanzelektroimpulsgerät erfolglos gegen ihn eingesetzt“, teilen die Ermittler in Mainz am Mittwoch mit. Beim Versuch der Festnahme sei der Mann mit dem Messer auf die Polizisten zugegangen. „Von einem Beamten der Polizeidirektion Mainz wird hierauf von der Schusswaffe Gebrauch gemacht.“ Der 57-jährige wurde durch den Schuss tödlich verletzt.

Tatort Mainz: Polizei erschießt Messer-Angreifer

Die Staatsanwaltschaft Mainz hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen. Noch im Laufe der Nacht zum Mittwoch wurden die Spuren am Tatort im Stadtteil Gonsenheim gesichert. Weitere Hintergründe sind noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Einsatz in Mainz: Messer-Mann geht auf Polizisten los – dann fällt ein Schuss

Erstmeldung vom 7. Juli: Dramatischer Polizei-Einsatz am Dienstag (7. Juli) in Mainz. Am Nachmittag gegen 17:10 Uhr geht bei der Polizei ein Notruf ein. Dabei heißt es, dass ein Mann von einer anderen Person mit einem Messer angegriffen wird. Sofort rücken die Beamten zur Rektor-Forestier-Straße in Mainz-Gonsenheim aus.

Wie die Polizei berichtet, treffen die Beamten auf eine Person mit Schnittverletzungen. Der vermeintliche Angreifer verschanzt sich in der Zwischenzeit in einer Wohnung. Danach kommt es zu einem dramatischen Einsatz. Die Polizei berichtet wie folgt: „Im weiteren Verlauf verließ er die Wohnung und kam mit einem Messer bewaffnet auf die eingesetzten Beamten zu. Die Polizeibeamten schossen auf den Mann, der infolge der Schussabgabe tödlich verletzt wurde.“ Über das Todesopfer gibt es keine weiteren Informationen.

Der Tatort in Mainz wird weiträumig abgesperrt. Weitere Erkenntnis liegen nicht vor. Die Hintergründe sind nun Gegenstand der Ermittlungen

Auch in Dossenheim nahe Heidelberg ereignet sich ein dramatischer Einsatz: Eine Joggerin wird von einem Schäferhund angefallen. Eine zufällig vorbeikommende Streife sieht den Vorfall und eilt sofort zur Hilfe. Ein Polizist muss ebenfalls zur Waffe greifen und den Todesschuss für den Hund abfeuern. Am Abend des 7. Juli kommt es im 50 Kilometer weiter südlich gelegenen Karlsruhe zu einem tödlichen Streit, der bei den ermittelnden Beamten Fragen aufwirft. pol/jol

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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