Kameras und Verbotsschilder

Walter Kohl: „Vater wäre entsetzt, wenn er sein eigenes Grab sehen könnte"

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Walter Kohl über Beerdigung und Grab von Altkanzler Helmut Kohl (Archivfoto)

Ludwigshafen/Speyer - Fast acht Monate nach dem Tod von Altkanzler Helmut Kohl hadert sein ältester Sohn Walter noch immer mit dem Grab seines Vater und der Beerdigung im Juli:

Am 16. Juli 2017 stirbt Helmut Kohl im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Oggersheim. Rund zwei Wochen später findet eine große Beisetzung statt und der Altkanzler wird auf seinen eigenen Wunsch hin in Speyer beerdigt.

Helmut Kohls Trauerkonvoi fährt durch Ludwigshafen

In einem Interview mit in der Wochenendausgabe der ,Zeitungen der VRM‘ redet Walter Kohl über das Grab, dem noch immer der Stein fehlt, und gibt dabei klar zu verstehen, was er davon hält. „Leider ist die Gestaltung des Grabs unmöglich, mit Zaun, Videoüberwachung und Verbotsschildern. Ich glaube, mein Vater wäre entsetzt, wenn er sein eigenes Grab sehen könnte", so der Sohn des Altkanzlers. 

Kamera wacht über Grab von Altkanzler Helmut Kohl (†87)

Auch redet 54-Jährige über seine Nichtteilnahme an der Beisetzung. Er und sein Bruder Peter wollten nicht mit, „weil diese am falschen Grab endete und wir zwar zur Trauerfeier, aber nicht zur Beerdigung eingeladen waren. Uns war klar, dass wir für eine solche Inszenierung nicht zur Verfügung stehen." Die Kohl-Söhne haben sich eine Beerdigung im Familiengrab in Friesenheim gewünscht. Dort ist auch Helmut Kohls erste Frau Hannelore begraben.

>>> Kohl-Söhne schon vor dessen Tod ausgezahlt

Bundesarchiv: Kohls Witwe zeigt weiterhin keine Reaktion 

Unterdessen erhält das Bundesarchiv Koblenz von Kohls Witwe Maike Kohl-Richter noch immer keine Auskunft über mögliche amtliche Unterlagen in Kohls Privathaus. Das bestätigt Archivpräsident Michael Hollmann der Deutschen Presse-Agentur in Koblenz.

Er hat Kohl-Richter bereits fünf Tage nach dem Tod ihres Mannes in einem "Standardschreiben" die Hilfe seines Archivs angeboten. Dabei hat er darauf hingewiesen, dass "staatliches Schriftgut" aus der Zeit von Kohls Wirken über das zunächst zuständige Kanzleramt an das Bundesarchiv weiterzuleiten sei. Nun meint er: „Ich werde nichts weiter tun." Er warte ab, was das Kanzleramt unternehme. 

>>> Maike Kohl-Richter erhebt schwere Vorwürfe gegen Kohl-Söhne!

>>> Unsere Themenseite zu Helmut Kohl

dpa/jol

Quelle: Mannheim24

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