Hitler-Gruß und Böller

Nach Krawall-Demo in Kandel: Anzeigen, Vorwürfe und verletzte Polizisten

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Demonstration in Kandel

Ludwigshafen/Kandel - Die Polizei erhebt nach den Ausschreitungen während der Demonstration vom vergangen Samstag schwere Vorwürfe. Es werden mehrere Anzeigen erstattet:

Am Samstag (24. März) versammeln sich rund 3.000 Menschen zu Demons in Kandel. Sowohl vom rechten als auch vom linken Schlag sind Menschen dabei, die für jede Menge Tumulte sorgen. S o wird beispielsweise gegen einen Tatverdächtigen eine Strafanzeige erstattet, weil er den Hitler-Gruß zeigt. Zudem muss die Polizei 250 Teilnehmer des linken Spektrums für rund eine Stunde aufhalten, weil aus der Gruppe heraus Böller auf die Beamten geworfen werden. 

3.000 Menschen demonstrieren in Kandel

Am Dienstag (27. März) zieht die Polizei in Ludwigshafen ein Resümee der Demonstration. Sie erhebt dabei schwere Vorwürfe an die Adresse der linken Antifa. Bei der Auseinandersetzung mit den 250 Demonstranten seien nicht wie bislang angenommen drei Beamte verletzt worden, sondern acht. Aus dieser Gruppe heraus seien die Beamten zudem mit drei bis vier Knallkörpern beworfen worden. 

Videomaterial wird ausgewertet

Insgesamt gebe es 14 Anzeigen, drei gegen Anhänger des rechten und elf gegen Vertreter des linken Schlags, unter anderem wegen Widerstandes. Man gehe aber davon aus, dass diese Zahl noch steige, weil derzeit noch Videomaterial ausgewertet werde, so Polizeiführer Martin Kuntze.

Hintergrund 

Seit dem gewaltsamen Tod der 15-jährigen Mia, die mutmaßlich von ihren Ex-Freund, einem afghanischen Flüchtling, getötet wurde, wird Kandel immer wieder zum Schauplatz von Demonstrationen und Kundgebungen. 

Das Mädchen war am 27. Dezember in einem Drogeriemarkt in Kandel erstochen worden. Der mutmaßliche Täter ist ihr Ex-Freund, ein afghanischer Flüchtling. Die Schülerin hatte sich Anfang Dezember von ihm getrennt. Kurz darauf zeigte sie ihn wegen Beleidigung, Nötigung, Bedrohung und Verletzung persönlicher Rechte bei der Polizei an.

400 Menschen bei Schweigemarsch für getötetes Mädchen (†15)

dpa/jol

Quelle: Mannheim24

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