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Ukraine-Hilfe in der Pfalz: „LUhilft“ zieht erste Bilanz – so kannst auch Du helfen

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Von: Peter Kiefer

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Rheinland-Pfalz - Der Krieg in der Ukraine hat eine Welle der Hilfsbereitschaft in der Region ausgelöst. Was benötigt wird, um der leidenden Bevölkerung dort zu helfen:

Update vom 22. März: „Eine erste Zwischenbilanz von LUhilft bestehend aus den Verbänden IBF, ASB und AWO Ludwigshafen fällt sehr erfolgreich aus“, freut sich Andreas Mack, Vorstandsmitglied von IBF und ASB. Seit Anfang März konnten rund 9.000 Euro gesammelt werden. Viele Ludwigshafener Bürger*innen hatten unmittelbar nach dem ersten Aufruf Sachspenden für Erwachsene, aber auch für Kinder jeden Alters gebracht.

So konnten bereits nach vier Tagen vier Fahrzeuge voller Hilfsgüter nach Karlsruhe zur „Rosinen-Initiative“ fahren. Nach zwei weiteren Tagen Spendenakquise via Facebook waren zwei weitere Fahrzeuge voll beladen. Am 9. März brachten drei Fahrzeuge zur Weiterleitung der Spenden zur Deutsche Humanitäre Hilfe Nagold.

Spenden für die Menschen aus der Ukraine
Kisten mit Spenden und Hilfsgüter für die Ukraine stehen gesammelt in Kartons. Überall in Deutschland finden sich Annahmestellen für Sachspenden. © Ole Spata/dpa

Geldspenden für medizinische Hilfsgüter verwendet

Am 12. März versorgte „LUhilft“ erste Privatpersonen, die kriegsgeflüchtete Ukrainer*innen bei sich aufgenommen haben, mit Hygieneartikel, Lebensmittel und Kleidung. Zudem sind drei weitere Fahrzeugen mit Hilfsmaterial zur „Rosinen-Initiative“ nach Karlsruhe gefahren.

Mit einem Teil der Geldspenden wurden medizinische Hilfsmittel bestellt. Die Menge füllt zwei Paletten und wird in ein Krankenhaus in der Ukraine transportiert.

„LUhilft“ nimmt weiter Geld- und Sachspenden entgegen

Für Geldspenden wurden diese zwei Spendenkonten eingerichtet:

Spendenkonto AWO, Stichwort „Ukraine“, IBAN DE05 5455 0010 0000 0036 99
Spendenkonto ASB, Stichwort „Ukraine“, IBAN DE79 5455 0010 0000 1510 68

Die Sammelstelle für Sachspenden befindet sich in der Geschäftsstelle der IBF in Ludwigshafen, Nibelungenstraße 1 b (neben Verkehrsschule an der Blies). Geöffnet MO bis FR (9 bis 15 Uhr) sowie SA (10 bis 13 Uhr).

Ukraine-Hilfe in der Pfalz: Was gebraucht wird und wie Du helfen kannst – alle Infos

Erstmeldung vom 3. März: Schon jetzt versuchen sich laut UN-Flüchtlingshilfswerk über 1,5 Millionen Menschen vor dem Krieg in der Ukraine in Sicherheit zu bringen. Männer, Frauen, Kinder und viele alte Leute fliehen vor dem russischem Beschuss. In langen Konvois sind sie auf der Flucht aus den Kriegsgebieten. Experten rechnen damit, dass sich die Zahlen in den kommenden Wochen und Monaten noch erhöhen werden. Viele Menschen werden sich hilfesuchend an Deutschland wenden und damit werden auch Menschen nach Ludwigshafen kommen. Die Chemiestadt hat bereits die Aufnahme von mindestens 200 Flüchtlingen sowie einen Transport mit Hilfsgütern angekündigt.

Auch die Interessengemeinschaft für Behinderte und ihre Freunde (IBF), der Arbeiter-Samariter-Bund Ludwigshafen am Rhein (ASB) und die Arbeiterwohlfahrt Stadtkreisverband Ludwigshafen e.V. (AWO) appellieren gemeinsam angesichts der dramatischen Nachrichten aus der Ukraine an die Grundwerte der Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft und bereitet sich darauf vor, schutzbedürftigen Menschen aus der Ukraine zu helfen. Wir haben zusammengefasst, wie Menschen in der Region nun aktiv werden können:

Kisten mit Kinderkleidung stehen in einem Lager des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) für den Transport in die Ukraine bereit – so wie hier beim Regionalverband Mittelhessen.
Kisten mit Kinderkleidung stehen in einem Lager des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) für den Transport in die Ukraine bereit – so wie hier beim Regionalverband Mittelhessen. © Sebastian Gollnow/picture alliance/dpa

Ludwigshafen: ASB hat Sammelstelle für Sachspenden eingerichtet

Dazu die Vertreter der beiden Verbände Andreas Mack und Holger Scharff: „Wir als Gesellschaft müssen uns nun dafür einsetzen, hilfsbedürftigen Menschen, die aus den Kriegsregionen fliehen, in unseren Städten aufzunehmen. Die Vorbereitungen müssen jetzt dafür getroffen werden.“

Daher haben IBF, ASB und AWO eine zentrale Sammelstelle (MO bis FR 9 bis 15 Uhr, SA 10 bis 13 Uhr) für Sachspenden bzw. Hilfsmittel aller Art, von Hygieneartikel über Kleidung bis zu Essen und Trinken organisiert. Wo? Geschäftsstelle der IBF
Nibelungenstraße 1 b (neben Verkehrsschule an der Blies), 67059 Ludwigshafen. Was dringend benötigt wird, siehst Du in dieser Liste oder online unter www.luhilft.de:

Hier haben wir außerdem zusammengefasst, wie Menschen aus der Rhein-Neckar-Region um Mannheim und Heidelberg den Opfern des Ukraine-Krieges helfen können.

Ludwigshafen: AWO und ASB haben Spendenkonten eingerichtet

Die Menschen, die aufgrund des fürchterlichen Kriegs ihr Zuhause verlassen mussten, brauchen jegliche Hilfe. Die Hilfsmittel werden direkt an die in Ludwigshafen ankommenden Menschen in den Flüchtlingsunterkünften verteilt oder aber gehen direkt in das ukrainische Grenzgebiet. Für Geldspenden wurden diese zwei Spendenkonten eingerichtet:

Spendenkonto AWO, „Ukraine“, IBAN DE05 5455 0010 0000 0036 99
Spendenkonto ASB, „Ukraine“, IBAN DE79 5455 0010 0000 1510 68

Für weitere Fragen oder Infos kannst Du dich unter der Telefonnummer 0621/62900-460 (mit Anrufbeantworter) oder per E-Mail: ukraine@LUhilft.de an die Organisationen wenden.

Hilfe für die Ukraine: So hilft die Stadt Ludwigshafen

Die Stadtspitze in Ludwigshafen will den Menschen, die vor dem russischen Angriff auf die Ukraine fliehen müssen, unbürokratisch ein menschenwürdiges und sicheres Umfeld und eine Unterkunft zu gewährleisten. Wer die Stadt unterstützen möchte und kurzfristig eine Wohnung für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung stellen kann, kann sich ab sofort entweder per E-Mail an asyl-ukraine@ludwigshafen.de oder unter der Hotline 0621/504-7070 an die Stadtverwaltung wenden. Die Hotline ist von 9 bis 17 Uhr besetzt.

Weiterhin macht der Stadtvorstand darauf aufmerksam, dass KEINE Sachspenden benötigt werden. Wichtiger seien Geldspenden auf ein Spendenkonto der Kinderhilfe Ukraine aus der Rhein-Neckar-Region. Wer Geld spenden möchte, kann unter dem Verwendungszweck „Ukraine – Hilfe in LU“ Überweisungen an folgendes Konto tätigen:

Kinderhilfe Ukraine
Rhein-Neckar für Novograd-Volynskij e.V.
Sparkasse Vorderpfalz
IBAN: DE51 5455 0010 0193 0706 04
BIC: LUHSDE6AXXX

Frankenthal: Stadtverwaltung bittet um Spenden – lange Helfer-Liste

Auch die Stadtverwaltung Frankenthal hat ein Spendenkonto für die Menschen in der Ukraine eingerichtet:

Empfänger: Stadtverwaltung Frankenthal
IBAN: DE 53 5465 1240 00000 55525
Verwendungszweck: Spendenkonto Ukraine VV 37940080

Einen Überblick über aktuelle Hilfs- und Spendenaktionen gibt die Stadtverwaltung online unter www.frankenthal.de/hilft. Wer dort eine eigene Aktion veröffentlichen möchte, soll sich an pressestelle@frankenthal.de wenden. Bereits dabei sind Malteser, DRK, die „Aktion Deutschland hilft“, Kolpingsfamilien Frankenthal und Mörsch, ASV Mörsch, Firma Nergiz uvm. (PM/pek)

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