+
Die Angeklagte Astrid R. im Landgericht Frankenthal. 

Mord an Nachbarin

Grausame Details und fassungslose Gesichter

  • schließen

Ludwigshafen/Frankenthal - Fassungslosigkeit über die grausame Tat einer 55-Jährigen am Frankenthaler Landgericht: Astrid R. (56) soll eine Nachbarin getötet und einen zweiten Mord geplant haben: 

Am Freitagmorgen sitzt die 56-jährige Ludwigshafenerin Astrid R. am Frankenthaler Landgericht auf der Anklagebank. 

Der Vorwurf

Sie soll ihrer seit Anfang März als vermisst gemeldeten Nachbarin im Hausflur mit einer Metallstange mehrfach auf den Schädel geschlagen haben bis diese ohnmächtig wurde. Anschließend soll sie die Bewusstlose mit einer Plastikstüte über dem Kopf erstickt haben! 

Besonders makaber: Nach der Tat soll sie die Leiche in ihrer Wohnung versteckt haben! Polizisten finden am 6. Mai 2015 den verwesten Frauenkörper– eingepackt in einen Plastiksack – in der Wohnung der Angeklagten. Schnell stellt sich heraus: Bei dem Opfer handelt es sich tatsächlich um die seit Wochen vermisste Nachbarin Gertrud F. (66).

---> Polizei findet verweste Leiche – Nachbarin unter Mordverdacht

Zweiter Mordversuch 

Andrea S. sagt als Nebenklägerin und Zeugin aus. 

Doch das ist noch nicht alles: Ein paar Wochen später attackiert die skrupellose R. eine weitere Nachbarin: Die 29-jährige Andrea S. –  sie tritt als Nebenklägerin auf. 

Aus dem Hinterhalt schlägt R. ebenfalls mit einer schweren Metallstange auf den Kopf der jungen Frau ein.

Doch Andrea S. hat Glück im Unglück: Die Waffe federt an ihrer großen Haarspange ab – die weiteren Schläge treffen sie an den Schläfen. Beim vierten Schlag kann sie die Täterin wegstoßen und stark verwundet flüchten. 

Im Krankenhaus muss sie, aufgrund eines Knochensplitters im Auge, operiert werden  – noch heute verfolgt sie der Gedanke an dieses schreckliche Erlebnis. 

Die Fassungslosigkeit der Zuhörer im Saal ist groß – aus den Reihen hört man vereinzelte Kommentare: „Das ist so schlimm, wahllos und grundlos einen Menschen zu töten.“ 

Der Mann der getöteten Getrud F. kann den Tod seiner Frau noch immer nicht verkraften. Aufgrund seiner psychischen Verfassung nimmt er am Prozess nicht teil.

Die Angeklagte wirkt indes überheblich, macht sich immer wieder Notizen zu den Zeugenaussagen – von Reue keine Spur. Zur Tat schweigt die Ludwigshafenerin! 

Während der Verhandlung wird klar: Die Pfälzerin war in dem Wohnblock keine Unbekannte – monatelang hören die Nachbarn immer wieder lauten Lärm aus der Wohnung. Einige Bewohner schließen sich zusammen, kontaktieren den Vermieter mit einem Beschwerdebrief. Allen voran: Gertrud F. und ihr Mann. 

Doch Astrid R. reagiert nicht darauf! Weder auf das Klopfen der Bewohner noch der Polizei. 

Weiteres schauriges Detail: Andrea S. sagt aus, dass auch sie den beißenden Geruch von Parfüm und Essig im Hausflur wahrgenommen hat, kurz darauf wird sie von der skrupellosen Astrid R. attackiert. Damals ahnte sie nicht, dass die verweste Leiche der vermissten Gertrud F. nur ein paar Wohnungen nebenan liegt. 

Der Prozess wird am 10. November fortgesetzt. 

Quelle: Mannheim24

Mehr zum Thema

Fahrstuhl-Wucher im Mannheimer Fernmeldeturm

Fahrstuhl-Wucher im Mannheimer Fernmeldeturm

Fotos: Achtung, dünnes Eis!

Fotos: Achtung, dünnes Eis!

Ab auf die Piste: Snowboarden in der City

Ab auf die Piste: Snowboarden in der City

Kommentare