Muss das sein?

Warum die badisch-hessische Landesgrenze neu vermessen wird

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Der amtliche Grenztermin am 27. September

Laudenbach/Heppenheim - Wusstest Du, dass die Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen regelmäßig neu gemessen wird? Warum das zwar altertümlich klingt, aber trotzdem notwendig ist:

„Hier passt nun kein Blatt Papier mehr zwischen Baden und Hessen“, sagt der Erste Landesbeamte Joachim Bauer beim amtlichen Grenztermin an der Landesgrenze zwischen Baden und Hessen.

Die Überprüfung eines Teils der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen ist abgeschlossen. Hierzu haben das Vermessungsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis und das Amt für Bodenmanagement Heppenheim die Eigentümer der Grundstücke, über die die Grenze verläuft, sowie die Vertreter der betroffenen Gemeinden und Landkreise am 27. September an die Landesgrenze zwischen Laudenbach und Heppenheim eingeladen. Es wurden vorhandene Grenzsteine auf ihre richtige Lage überprüft und fehlende oder beschädigte Grenzzeichen neu abgemarkt. Dann fehlte nur noch der „amtliche Segen“ in Form einer Niederschrift – und ein Teil der Grenze war neu vermessen.

Doch wozu der ganze Aufwand? „Auch wenn die Landesgrenze nicht verändert wurde, ein offizieller Termin ist notwendig. Es gibt ein Verwaltungsabkommen  aus dem Jahr 1960 zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und dem Freistaat Bayern, das dieses Procedere ausführlich regelt. Und dieses Abkommen gilt heute noch", erklärt Abteilungsleiter Jürgen Vogt vom Heppenheimer Amt für Bodenmanagement.

Die Begründung

So altertümlich das Verfahren auch scheint – laut Landratsamt hat es doch aktuelle Notwenigkeit. Durch die bundesweite Einführung des Amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystems (ALKIS) stellten sich offenbar Überschneidungen oder „weiße Flecken“ bei den länderspezifischen Festlegungen heraus. Und die gilt es jetzt miteinander abzustimmen. Wichtig sei das vor allem für länderübergreifende Projekte, wie zum Beispiel von Energieversorgern oder für die Planungen der Metropolregion Rhein-Neckar.

Die Abstimmungsarbeiten im Gebiet Laudenbach/Heppenheim waren allerdings nur ein kleiner Teil der Überprüfungen an der Landesgrenze – denn die ist bekanntlich lang.

Landratsamt/kab

Quelle: Mannheim24

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