Norovirus geht herum 

200 Kinder leiden plötzlich an Durchfall und Erbrechen – Schulessen doch nicht der Auslöser? 

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Knapp 200 Schüler leiden nach dem Essen in Schule und Kindergarten an einer Magen-Darm-Erkrankung. 

Landau - In der Pfalz leiden plötzlich fast 200 Schulkinder an einer mysteriösen Magen-Darm-Erkrankung. War das Essen kontaminiert? Die neuesten Erkenntnisse: 

  • In Landau und Umgebung erkranken plötzlich fast 200 Schulkinder.
  • Die Magen-Darm-Erkrankung löst Durchfall und Erbrechen bei den Betroffenen aus.
  • Das Gesundheitsamt untersucht das Mittagessen der Schulkantinen.
  • Keine Noroviren im Schulessen gefunden

Update vom 6. Dezember: Fast 200 Kinder werden am gleichen Tag von Schulen und Kitas in der Südpfalz abgemeldet – viele von ihnen leiden an Durchfall und Erbrechen. Sofort steht das Schulessen unter Verdacht den Norovirus unter den Kindern verbreitet zu haben. Nun steht aber nach einer Analyse von Lebensmittelproben des Caterers fest: Im Essen des Süßpfälzer Caterers waren keine Noroviren. Auf welchem Weg sich die Kinder angesteckt haben, wird aktuell noch untersucht. Seit dem Beginn des ersten Ausbruchs des Norovirus sind dem Gesundheitsamt laut Rheinpfalz-Informationen mittlerweile 350 kranke Kinder in Schulen und Kitas gemeldet worden. 

Wie viele davon an Gastroenteritis gelitten haben, ist nicht bekannt. Der Caterer hatte am 26. November dem Gesundheitsamt gemeldet, dass viele Eltern ihre Kinder vom Schulessen abgemeldet hätten. 

Landau: 200 Kinder krank nach Schulessen – Norovirus der Auslöser

Update vom 4. Dezember: Am 27. November leiden 200 Kinder an Schulen und Kindergärten im Kreis Südliche Weinstraße und Landau plötzlich an Erbrechen und Durchfall. Ein Schreiben des Medizinischen Dienstes der Kreisverwaltung legt nun nahe, dass die die Magen-Darm-Erkrankung durch ein Norovirus ausgelöst worden sein könnte. In diesem Schreiben werden Schulen und Kitas darüber informiert, dass Kinder vor einigen Tagen nach dem Mittagessen an einer Gastroenteritis erkrankt sind. Das berichtet die Rheinpfalz. Das Norovirus löst Magen-Darm-Entzündungen aus und gilt als hochansteckend. Das Virus kann von Mensch zu Mensch, über Lebensmittel oder über Erreger in der Luft übertragen werden. 

Wie die Kinder erkrankt sind, ist immer noch unklar. Die Lebensmittelproben des Caterers sind zur Sicherheit nicht nur an das Landesuntersuchungsamt in Koblenz, sondern auch an ein zweites Labor geschickt worden.  

Landau: 200 Kinder krank nach Essen in der Schule – Gesundheitsamt untersucht den Fall

Für Eltern, Lehrer und Schüler aus Landau und Umgebung beginnt am Mittwoch (27. November) ein wahrer Albtraum. An mehreren Schulen und Kindergärten im Kreis Südliche Weinstraße und in Landau leiden plötzlich knapp 200 Kinder an einer mysteriösen Magen-Darm-Erkrankung. Nach Angaben der Kreisverwaltung in Landau kämpften erkrankte Kinder gegen Erbrechen und Durchfall

Der wahrscheinlichste Auslöser der Erkrankung ist das Mittagessen in den Schulen, was jetzt von der Lebensmittelüberwachung geprüft wird. Dafür werden Proben aus dem Mittagessen in den Schulen aber auch aus den Küchen des Lieferanten genommen.

Landau: 200 Kinder nach Essen in Schule krank

Gegenüber der Deutschen Presse Agentur teilt das Gesundheitsamt mit, dass 197 erkrankte Kinder bisher registriert wurden: „Wie viele davon an Magen-Darm-Erkrankungen leiden und überhaupt an der Mittagsverpflegung teilgenommen haben, wird derzeit überprüft.“ Jetzt sollen Mitarbeiter der Veterinärabteilung und des Gesundheitsamtes der Stadt Landau herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Mittagessen und der Magen-Darm-Erkrankung gibt. Das Landesuntersuchungsamt in Koblenz wird jetzt die Essensproben auf Kontamination untersuchen und bis frühestens Freitag erste Ergebnisse liefern.

Landau: Mehrere Schüler krank – War das Mittagessen kontaminiert?

Betroffene Kindergärten und Schulen seien über die potenzielle Kontamination informiert worden, so die Kreisverwaltung Landau. Außerdem wird es vorerst keine Zubereitung oder Abgabe von Speisen an Schulen und Kindergärten geben, bis die Lage geklärt ist.

Der Fall in Landau erinnert an eine Krankheitswelle in Mannheim-Feudenheim vor einigen Wochen. Dort infizierten sich dutzende Schulkinder einer Grundschule und erkrankten an einer Lungenentzündung. Die extreme ansteckende Krankheit rief, wie in dem mysteriösen Fall in Landau, ebenfalls das Gesundheitsamt auf den Plan, das sofort eine Warnung an alle Eltern herausgab. Und auch in Bad Schönborn breitete sich im Sommer 2019 eine gefährliche Krankheit an einer Schule aus, als ein Schüler erst über 40 Klassenkameraden mit Tuberkulose ansteckte und sich die Zahl der Infizierten dann sogar verdoppelte. 

dpa/mw

Quelle: Mannheim24

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