Nach Vorwurf der Befangenheit  

Antrag abgelehnt! Prozess wegen Mord an Seniorin (†86) geht weiter

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Mordprozess am Landauer Landgericht.(Symbolfoto)

Landau - Wegen einem Antrag auf Befangenheit wird im Januar der Prozess um einen Mord an einer 86-Jährigen verschoben. Wie das Gericht darüber entschieden hat: 

Als am Montag (22. Januar) der Prozess gegen einen Tatverdächtigen in einem Mordfall beginnen soll, stellt sein Anwalt einen Antrag wegen Befangenheit. Grund dafür ist die Teilnahme eines Richters, der bereits an der Verhandlung der beiden anderen Täter beteiligt war. Beide wurden damals wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Anwalt des 24-Jährigen begründet den Antrag damit, dass sein Mandant bereits im Prozess gegen die beiden Komplizen vorverurteilt worden wäre, obwohl er gar nicht anwesend war.

Das Landgericht hat den Antrag nun zurückgewiesen, sagt ein Gerichtssprecher am Montag (12. Februar). 

Alter Fall wird neu aufgerollt

Der Bundesgerichtshof hat mittlerweile das Urteil gegen die beiden anderen Täter teilweise aufgehoben. Die Richter in Karlsruhe kritisieren, dass nur zwei der vier Merkmale des Mordtatbestands erfüllt werden. Das Landgericht Landau muss sich jetzt wieder mit dem Fall befassen.

Was war passiert?

Ein gewaltbereites Trio dringt in der Nacht vom 18. auf den 19. Mai 2016 in das Haus einer 86-jährigen Seniorin ein. Nachdem die Frau brutal getreten und geschlagen wird, erliegt sie ihren schweren Verletzungen.

Zwei der Täter werden zu lebenslanger Haft verurteilt, der dritte wird im Mai 2017 in Ungarn verhaftet.

dpa/dh

Quelle: Mannheim24

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