Wo waren die Rauchmelder?

Feuer-Drama in Lambrecht: Alle 5 Todesopfer stark betrunken!

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5 Tote bei Wohnhausbrand in Lambrecht

Fünf Tage nach dem Feuer-Drama in Lambrecht steht fest, woran die fünf Opfer gestorben sind. Außerdem beantwortet die Polizei weitere Fragen, die seit der Tragödie offen waren:

Nachdem sich Brandexperten am Montag (11. Februar) den Brandort genau angesehen haben, steht fest: Es gab Rauchmelder in der Wohnung. Die waren allerdings nicht installiert! In einer Kiste in der Wohnung, wo sich das Feuer-Drama abspielte, werden originalverpackten Meldern sowie ein ausgepackter Melder gefunden. Das endgültige Untersuchungsergebnis der Brandsachverständigen soll im Laufe der Woche bekannt gegeben werden.

Der Ort der Tragödie am 5. Februar

Wo waren die Rauchmeldern? Polizei gibt Antworten zum Feuer-Drama mit 5 Toten!

Feuer-Drama in Lambrecht: So starben die fünf Opfer

Nach einer Obduktion steht nun die vorläufige Todesursache der fünf Menschen fest, die im dem Feuer ums Leben kamen. Sie starben an einer Rauchgasvergiftung. Die endgültigen Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung liegen bislang allerdings noch nicht vor.

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Fest steht, dass die drei Männer und zwei Frauen alle stark betrunken waren. Nach vorläufigen Ergebnissen des Instituts für Rechtsmedizin in Mainz lagen die Alkoholwerte sämtlicher Opfer zwischen drei und vier Promille, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber in Frankenthal sagt. Die Ermittler können Gewalt durch Dritte außerdem ausschließen. 

In dem viergeschossigen Gebäude waren 23 Menschen gemeldet. 

Rückblick: Das Feuer-Drama in Lambrecht am 5. Februar

In der Nacht zum vergangenen Freitag bricht das Feuer vermutlich in der Küche einer Dachgeschosswohnung eines viergeschossigen Gebäudes in Lambrecht aus. Die fünf Toten werden im Schlafzimmer gefunden. 

Als Ursache für das Feuer wird bisher ein technischer Defekt oder Fahrlässigkeit vermutet. Mittlerweile sind Ströber zufolge die Identitäten von vier Todesopfern geklärt – alle fünf stammen aus Polen. 

Insgesamt waren in dem Haus 23 Menschen gemeldet. Andere Bewohner – drei Familien mit je vier Kindern – konnten sich rechtzeitig retten. Die Familien konnten in anderen Wohnungen untergebracht werden oder bekommen in Kürze eine neue Bleibe.

Feuer-Katastrophen in der Pfalz

Seit Februar steht in Frankenthal ein 64-jähriger Schweißer vor Gericht. Er soll für das Unglück im BASF-Nordhafen verantwortlich sein. Bei Explosionen im Rohrgraben des Chemie-Unternehmens starben im Oktober 2016 fünf Menschen.

Zwei Jahre zuvor, am 23. Oktober 2014, erschüttert die Explosion einer Gasleitung den Ludwigshafener Stadtteil Oppau. Eine meterhohe Feuersäule schießt aus dem Boden, mehrere Häuser im Umkreis von rund 300 Metern werden schwer beschädigt. 20 Menschen werden verletzt, zwei Bauarbeiter kommen ums Leben. 

Die Katastrophe aus der Vogelperspektive

Auch der 3. Februar 2008 wird vielen Menschen in der Region nach lange in Erinnerung bleiben: Bei einem Feuer-Inferno in einem Mehrfamilienhaus in Ludwigshafen sterben neun Frauen und Kinder. 

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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