Mannheim trauert um Erschaffer der "Himmelskugel"

Kult-Künstler Mo Edoga (62) ist tot!

Das Kunstobjekt "Himmelskugel" von Mo Edoga in Mannheim.

Eine überraschende Todesnachricht schockt die Kunst-Szene in der Metropolregion.

Jahrelang baute er an einem der skurrilsten Kunstwerke in Mannheim - jetzt ist Prof. Dr. Mo Edoga tot.

Der 62-jährige Nigerianer mit der auffälligen Turmfrisur lebte seit 1982 in der Quadratestadt, hatte ein Atelier auf der Friesenheimer Insel.

Längst Kult in der ganzen Region ist seine "Himmelskugel" hinter dem Kunstverein. Der studierte Arzt formte in jahrelanger Arbeit eine rund sechs Meter hohe Kugel aus Treibholz von Rhein und Neckar - komplett ohne Schrauben oder Nägel, nur mit Kabelbindern fixiert. Edoga verwendete für sein Objekt nach dem Rückgang des Jahrhundert-Hochwassers (1988) angeschwemmtes Treibholz.

Der Kunstverein Mannheim.

„Ich kann von jedem Stück sagen, ob es aus dem Rhein oder Neckar kommt“, sagt Edoga mal.

Die Mannheimer "Himmelskugel" - nicht sein erstes Kunstwerk aus Schwemmholz. Zuvor sorgte er mit einem ähnlichen Konstrukt namens (Huldigung an) Vater Rhein und Mutter Neckar für Aufsehen in der Szene. Highlight für Mo Edoga als Künstler war 1992 seine Teilnahme an der "documenta IX" in Kassel.

pek

Quelle: Mannheim24

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