Anwohner und Bürgermeister sind stolz

Zu Besuch beim Dorf-Battle-Sieger! Warum dieser Ort gewonnen hat

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Feierliche Übergabe der Urkunde von unserer Reporterin Josefine Lenz an Ketschs Bürgermeister Jürgen Kappenstein.

Ketsch - 66 Gemeinden haben mitgemacht – am Ende hat sich Ketsch souverän in unserem Dorf-Battle durchgesetzt! Doch was hat die kleine Gemeinde alles zu bieten? Wir haben uns umgeschaut:

Unsere Leser sind ganz ,geketsched‘ von Ketsch – zumindest laut unserem großen Dorf-Battle! Dabei ist die 13.000 Seelen-Gemeinde als Sieger hervorgegangen. Fast 30 Prozent aller Stimmen gehen an das Dorf zwischen Heidelberg und Mannheim. Aber warum?

Ein Tag in Ketsch

Wir haben uns am Dienstag (20. November) vor Ort umgeschaut und mit einigen Ketschern gesprochen. Besonders stolz sind die Anwohner auf ihre Rheininsel, die seit 1984 unter Naturschutz steht. 

Eindrücke von Ketsch

Sie ist Wohnort vieler Pflanzen und Tiere wie Schmetterlinge, Vögel und einer Wildschwein-Rotte. Zwei bis drei Mal im Jahr werfen die Schweine dort Jungtiere. Durch einen Drahtzaun abgetrennt leben dort derzeit Dutzende Vierbeiner, die ziemlich nah an den Fußgängerweg herankommen. Allerdings: Füttern ist strengstens verboten

Die Wildschweine auf der Rheininsel.

Neben vielen Spaziergängern finden vor allem Angler auf der Insel ein wahres Paradies. Jedoch hat auch die Hitze des diesjährigen Sommers ihre Schattenseite gezeigt: Der Rheinpegel ist in Ketsch deutlich gesunken! Dass es hier auch ganz anders aussehen kann, beweisen die Aufzeichnungen ehemaliger Überschwemmungen. Beispielsweise musste 2016 die Insel aufgrund des Hochwassers gesperrt werden, in der Vergangenheit erreichte der Pegel sogar noch höhere Werte.

Hochwasser im Altrheingebiet

Ein Highlight ist die „alla hopp“-Anlage!

Neben dem schönen Naturschutzgebiet, dass sich am Rhein erstreckt und die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zieht, gibt es auch im Dorfkern einiges zu sehen. 

Ein Teil der großen alla hopp-Anlage.

So gibt es zahlreiche kleine, schnuckelige Cafés und eine „alla hopp“-Anlage. Diese ist besonders bei jungen Familien beliebt, wie wir beispielsweise von Ina erfahren, die erst kürzlich nach Ketsch gezogen ist.

Bürgermeister „mächtig stolz“

Auch Bürgermeister Jürgen Kappenstein ist „mächtig stolz“ auf seine Gemeinde und nimmt die Urkunde entgegen, auf der groß „1. Platz“ steht. Zwar gebe es derzeit wegen der Baustelle einiges zu tun, aber schon bald werde auch diese verschwinden.

Feierliche Übergabe der Urkunde von unserer Reporterin Josefine Lenz an Ketschs Bürgermeister Jürgen Kappenstein.

Für Kappstein sei vor allem die Gemeinschaft der Bewohner der Grund, warum Ketsch beim Dorf-Battle gewonnen habe. Aber auch, weil das Dorf versucht, „alle Wünsche der Bevölkerung zu erfüllen“.

Allerdings: Wer jetzt nach Ketsch ziehen will, der muss Geduld mitbringen. Wie uns eine Anwohnerin erzählt, hoffe sie seit über drei Jahren auf ein passendes Eigenheim. Jedoch geben sich Angebot und Nachfrage in dem Dorf nicht die Hand. Aufgeben möchte sie aber dennoch nicht. „Ich bin hier geboren, mir gefällt es hier“, sagt sie und hofft weiter auf ein Zuhause in Ketsch.

Fazit: Klein und fein präsentiert sich Ketsch! Es wimmelt dort von vielen schönen Flecken, die auf jeden Fall ein Besuch wert sind. Und spätestens zum Ketscher Backfischfest sollte man sich auf jeden Fall blicken lassen.

jol

Quelle: Mannheim24

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