Staplerfahrer beschädigt Gastank

Explosionsgefahr in Ketsch! Propangas auf Firmengelände ausgetreten

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Mehrere Einsatzkräfte auf dem Gelände des Recyclinghofes in Ketsch

Ketsch - Am Samstagabend (17. Februar) steigt mehreren Anwohnern ein beißender Geruch in die Nase. Vor Ort stellen Einsatzkräfte ein Leck an einem Gastank fest. Es herrscht vorübergehend Explosionsgefahr...

Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei am Samstagabend in Ketsch! Der Grund: Auf einem Firmengelände tritt Gas aus einem 2.700-Liter-Tank.

Gasaustritt in Recyclingfirma in Ketsch: Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei

Gegen 18 Uhr gehen mehrere Anrufe bei der Polizei und Feuerwehr in Ketsch ein, weil aufmerksame Anwohner einen starken Gasgeruch auf der Straße bemerken.

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Die Einsatzkräfte können den Ursprung des Geruchs schließlich auf dem Gelände einer Firma für Recyclinganlagenbau in der Walldorfer Straße lokalisieren. Wie sich herausstellt, hatte hier zuvor ein Gabelstaplerfahrer der Firma beim Rangieren ein Ventil an einem Flüssiggastank beschädigt.

Darin gelagert: 2.700 Liter Propangas!

(A5 und A6 - Zahl tödlicher Lkw-Unfälle steigt enorm)

Feuerwehreinsatz in Ketsch: Explosionsgefahr nach Gasaustritt auf Recyclinghof

Da kontinuierlich Gas aus dem Tank austritt, und die Abdichtversuche durch Mitarbeiter der Firma fehlschlagen, wird die Freiwillige Feuerwehr Ketsch und die Berufsfeuerwehr Mannheim hinzugezogen. 

Feuer-Drama in Lambrecht: Wohnungsbrand fordert 5 Tote

Da durch das weitere auszutretende Propangas Explosionsgefahr besteht, müssen rund 20 Bewohner von angrenzenden Häusern evakuiert werden. Anwohner im weiteren Umkreis werden durch die Einsatzkräfte aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Im Anschluss dichtet die Feuerwehr das defekte Ventil ab, eine Fachfirma pumpt im Anschluss das restliche Gas aus dem Tank ab. Da außerdem die Gefahr besteht, dass Teile des Gases in die Kanalisation gelaufen sein könnten, werden die Walldorfer Straße, die Karlsruher Straße sowie die Seestraße und die Ziegelhausener Straße vorübergehend für den Auto- und Fußgängerverkehr gesperrt. Wie anschließende Messungen jedoch ergeben, wurden keine gefährlichen Gaswerte entdeckt. Dennoch wird die Kanalisation gespült.

Gegen 23:20 Uhr ist die Maßnahme schließlich beendet. Verletzt wird bei dem Vorfall glücklicherweise niemand. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Bei einem Chemie-Unfall in Heidelberg bei der Firma Kluthe-Rematec werden Mitte Februar 12 Personen verletzt. Am Landgericht Frankenthal muss sich ein Mitarbeiter (63) einer externen Firma nach der schrecklichen Explosion auf dem BASF-Gelände im Jahr 2016 verantworten. Er soll für die Tragödie mit 5 Toten und 28 teilweise Schwerverletzten verantwortlich zeichnen.

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pol/rob

Quelle: Mannheim24

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