Kinder in Gefahr

Fuchsfamilie auf Kita-Gelände soll getötet werden!

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Eine Fuchsfamilie sorgt für Aufregung in der Gemeinde Ilvesheim. (Symbolfoto)

Ilvesheim - Ein großes Drama um eine Fuchsfamilie in der kleinen Gemeinde: Die Tiere sollen getötet werden! Doch Tierschützer gehen auf die Barrikaden:

+++UPDATE 18. Mai: Die Füchse müssen nicht getötet werden – denn sie sind gar nicht mehr da! +++ 

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Zur Zeit bereitet eine Fuchsfamilie der Kita „Kinderkrippe e.V.“ ziemliche Sorgen! Eine Fuchsmutter hat sich mit ihren - mittlerweile nur noch vier - Welpen unter der Kindertagesstätte angesiedelt und einen Bau errichtet.

Nun machen sich die Eltern der Kinder Sorgen, denn Füchse können zahlreiche Krankheiten übertragen - zum Beispiel den bekannten Fuchsbandwurm. Der Erreger kann von Menschen ganz leicht aufgenommen werden. Die Kinder müssten sich nur die Hände mit der infizierten Erde in den Mund stecken.

Vor allem kleine Kinder, die ständig die Hände in den Mund nehmen, sind besonders gefährdet.

Um die Kinder zu schützen, hat die Gemeinde Ilvesheim vom Regierungspräsidium Karlsruhe und dem Landratsamt Rhein-Neckar eine Genehmigung bekommen, Lebendfallen aufzustellen.

Ein Welpe ist bereits in die Falle gegangen und anschließend von einem Jäger getötet worden.

Damit lösen sie bei Tierschützern heftigen Protest aus! 

Eine offenbar extra dafür errichtete, gefakte Facebook-Seite der „Kinderkiste Ilvesheim“ hat mittlerweile 76 Bewertungen, die sich allesamt nur auf das Fuchs-Thema beziehen.

Auch sollen Tierschützer versucht haben, in das Gelände einzubrechen, um die Fallen zu entfernen. 

Doch warum können die Tiere nicht einfach umgesiedelt werden?

Eine Umsiedlung gestalte sich als schwierig, da die Welpen während ihrer Prägungsphase Menschen um sich gehabt hätten, erklärt der Wildtierbeauftagte des Rhein-Neckar-Kreises, Dorian Jacobs, gegenüber dem SWR.

„Man hätte definitiv eine andere Lösung finden können“, sagt Christina Köhler, Gesellschafterin der Tierrettung Rhein-Neckar. 

Eine Wildtierstation in Kaiserslautern soll sich bereit erklärt haben, die Füchse aufzunehmen. Doch das Landratsamt habe den Vorschlag nicht angenommen, erklärt Köhler.

Die Kita bleibt diese Woche geschlossen, denn es soll Drohungen gegen Mitarbeiter und die Leiterin der Kinderkrippe gegeben haben.

jab

Quelle: Mannheim24

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