Schäden beseitigt 

Nach Orkantief „Sabine“ in Heidelberg: Bergbahn und Schlossgarten wieder geöffnet

Heidelberg - Das Orkantief „Sabine“ wütet seit Sonntag und hat für Chaos in der Region gesorgt. Auch in Heidelberg hat der Sturm seine Spuren hinterlassen: 

  • Orkantief „Sabine“ sorgt für Chaos in Heidelberg und der Region.
  • Obere Bergbahn in Heidelberg ist nach Sturm lahm gelegt.
  • Kreisforstamt warnt vor Spaziergängen im Wald.

Update von 12:30 Uhr: Die Aufräum-und Sicherungsarbeiten im Schlossgarten Schwetzingen sind beendet. Dadurch kann das Gelände wieder für Besucher geöffnet werden. Wie die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg mitteilen, haben Fachleute beträchtliche Schäden festgestellt, zudem mussten drei Bäume entfernt werden. 

Auch die obere Bergbahn zwischen der Station Molkenkur und der Station Königsstuhl in Heidelberg fährt seit 11 Uhr wieder. Zuvor sind umgestürzte Bäume auf der Trasse beseitigt worden. Damit kann wieder die gesamte Strecke genutzt werden. 

Heidelberg: Polizei hat über 160 Einsätze wegen Orkantief „Sabine“

Update vom 11. Februar: Das Polizeipräsidium Mannheim hat bis Montagnachmittag um 15 Uhr über 160 Einsätze im Einsatzgebiet registriert. Während es in Heidelberg eher ruhig zugeht, müssen die Beamten meist in die Umgebungen von Weinheim/Ladenburg, Wiesloch/Sandhausen, Schwetzingen/Oftersheim und Sinsheim/Waibstadt ausrücken. Ab dem späten Vormittag ist es dann auch zu Verkehrsbehinderungen im Bereich der B37 und der Friedrich-Ebert-Anlage gekommen. Am Karlstor hat zudem ein umgestürzter Baum die Einfahrt in den Schlossbergtunnel blockiert. Um 15 Uhr waren die umfangreichen Aufräumarbeiten vor Ort beendet. Im Laufe des Nachmittags beruhigt sich die Situation und die witterungsbedingten Einsätze nehmen ab. 

Heidelberg: Bäume umgestürzt – Schlossbergtunnel gesperrt

Update von 18 Uhr: Wie die Stadt Heidelberg nun mitteilt, blieben die Schäden nach der Sturm-Nacht in Heidelberg glücklicherweise überschaubar. Wegen Orkantief „Sabine“ musste der Schlossbergtunnel am Montagvormittag beidseitig gesperrt werden – Bruchholz hatte sich oberhalb des Tunnels angesammelt und drohte, auf die Straße zu stürzen. Ebenfalls gesperrt war die Verbindungsstraße zwischen Wilhelmsfeld und Peterstal sowie der Johannes-Hopps-Weg – hier waren Bäume umgestürzt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Orkantief „Sabine“ hat beträchtlichen Schaden im Schlossgarten Schwetzingen angerichtet.

Die Feuerwehr Heidelberg und das städtische Landschafts- und Forstamt beseitigten im gesamten Stadtgebiet mehrere umgestürzte Bäume. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung entfernte auf den Straßen grobe Müllverwehungen und Äste.

Heidelberg: Nach Orkantief „Sabine“ – Sturm-Schaden im Wald noch unklar

Wie die Stadt Heidelberg weiter mitteilt, ist das genaue Schadensausmaß im Stadtwald noch nicht klar. Nach dem Sturm haben Mitarbeiter des städtischen Landschafts- und Forstamts begonnen, erste Wege zu räumen. Die Verwaltung empfiehlt, in den kommenden Tagen keine Waldbesuche zu machen. Nach dem Sturm besteht die Gefahr, dass Äste abbrechen oder Bäume umstürzen.

Nach Orkantief „Sabine“ in Heidelberg: Leere Klassenzimmer in den weiterführenden Schulen 

An den Schulen in Heidelberg galt am Montag die Regelung des baden-württembergischen Kultusministeriums: Erziehungsberechtigte konnten selbst entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar war. An weiterführenden Schulen kamen teilweise nur etwa zehn Prozent der Schüler zum Unterricht. Laut Stadt Heidelberg liegt das daran, dass weiterführende Schulen in der Regel ein größeres Einzugsgebiet haben. Der weitgehende Ausfall des ÖPNV hatte hier besondere Konsequenzen.

An den Grundschulen von Heidelberg, die für die Schüler in der Regel zu Fuß erreichbar sind, war der Prozentsatz der Schulbesucher deutlich höher: Laut Stadt Heidelberg waren bis zu 90 Prozent der Schüler anwesend. Ähnlich auch in den städtischen Kindertageseinrichtungen. 

Orkantief „Sabine“: 40-Tonner bei Altlußheim von Windböe erfasst – Straße gesperrt

Auch im Umkreis von Heidelberg gibt es Auswirkungen durch den Sturm: Um kurz vor 15 Uhr am Montagnachmittag wird ein Lkw auf der K4250 in Altlußheim von einer Windböe erfasst. Dabei gerät der 40-Tonner auf den Grünstreifen und sinkt im Erdreich ein. 

K4250 bei Altlußheim gesperrt

Die Feuerwehr kann verhindern, dass der Sattelzug die Böschung hinabstürzt. Die Kreisstraße zwischen Altlußheim und der B39 bleibt während des Einsatzes in beide Richtungen gesperrt

Orkantief „Sabine“ in Heidelberg: Chaos nach Sturm-Nacht!

Erstmeldung von 10 Uhr: Seit Sonntagabend (9. Februar) fegt das Orkantief „Sabine“ mit bis zu 120 Stundenkilometern durch Heidelberg und die Region. Beinahe im Minutentakt müssen Feuerwehr und Polizei ausrücken, sodass bis 7 Uhr bereits 107 Einsätze gefahren worden sind. Bei den meisten handelt es sich um entwurzelte Bäume oder umgeworfen Schilder oder Zäune. Auch die Deutsche Bahn und die rnv haben keine andere Möglichkeit, als den Verkehr einzustellen. Am Montagmorgen (10. Februar) bleiben Schulen in Heidelberg geschlossen und das Kultusministerium erlaubt Eltern, ihre Kinder zu Hause zu lassen.

Sturm in Heidelberg: Bergbahn wegen Orkantief „Sabine“ geschlossen

Die Nachwirkungen des Sturms betreffen auch die Obere Bergbahn in Heidelberg. Aufgrund von Schäden kann die Bahn wohl bis heute Abend zwischen der Station Molkenkur und der Station Königsstuhl keine Fahrt mehr aufnehmen. Die Untere Bergbahn zwischen Kornmarkt und Altstadt über Schloss sei davon aber nicht betroffen. 

Orkantief „Sabine“: Unwetter sorgt für zahlreiche Einsätze

Auch in Mannheim sind die Auswirkungen von „Sabine“ zu spüren. Zwar fahren bald die Bahnen der rnv und der Deutschen Bahn wieder, doch müssen der Luisenpark und der Herzogenriedpark am Montag geschlossen bleiben. In Rheinland-Pfalz werden Landau und Neustadt am härtesten vom Sturm getroffen

Heidelberg: Warnung vor Waldbesuchen nach Sturm!

Wie das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, könne das Betreten des Waldes aktuell lebensgefährlich sein! „Häufig treten Astabbrüche oder umstürzende Bäume erst mit Verzögerung nach einem Sturm auf. Das Kreisforstamt warnt deshalb dringend vor den Gefahren im Wald und rät von Waldspaziergängen bis Ende dieser Woche ab“, erklärt Amtsleiter Manfred Robens. Derzeit sind viele Waldwege durch „Sturmwürfe“ belegt, weshalb es einige Zeit in Anspruch nehmen werde, bis diese wieder frei sind.

Orkantief „Sabine“: Lkw-Unfall auf der B39

Der starke Wind von bis zu 120 Stundenkilometer sorgt auch auf den Straßen für Probleme. So ist am Montagmorgen auf der B39 zwischen Sinsheim-Steinsfurt und der BAB-Brücke ein Lkw von einer Sturmböe erfasst worden. Der Sattelzug droht daraufhin von einer Böschung hinabzustürzen und muss von der Feuerwehr und dem Bergungsdienst gesichert werden. 

Ein Sattelzug wird vom Wind erfasst und droht eine Böschung hinabzustürzen.

Orkantief „Sabine“: Schlossgarten Schwetzingen gesperrt

Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher steht im Vordergrund: In den Schlossgärten müssen jetzt sämtliche Bäume im Bereich der Wege überprüft werden. Das Sturmtief „Sabine“ mit seinen extremen Windböen hat hier für einige Schäden gesorgt“, heißt es in einer Meldung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Aus diesem Grund sind die Schlossgärten in Schwetzingen, Ludwigsburg und Forst auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Verwaltung sei zudem froh, dass die Schäden geringer als befürchtet.

Einige Tage nach dem Sturmtief „Sabine“ sprechen Meteorologen von „Aprilwetter“ im Februar. Doch ist der Winter jetzt wirklich schon vorbei?

Einsatzreport24/pm/dh

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance/HEIDELBERG24

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