1. Ludwigshafen24
  2. Region

Ukraine-Hilfe in Rhein-Neckar: Was gebraucht wird, wie Du helfen kannst – alle Infos

Erstellt:

Von: Peter Kiefer

Kommentare

Rhein-Neckar-Region - Der Krieg in der Ukraine hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Was benötigt wird, um die größte Not der leidenden Bevölkerung zu lindern:

Der schreckliche Krieg in der Ukraine und das unfassbare Leid der Bevölkerung beschäftigen die Menschen weltweit und auch in der Rhein-Neckar-Region. Gerade jetzt fragen sich viele Hilfsbereite: Wie kann ich helfen? Was soll ich spenden? Wo kann ich Unterstützung für betroffene Freunde und Familienangehörige in der Ukraine bekommen? Wo kann ich bei Eigenbetroffenheit, zum Beispiel aufgrund von familiären Beziehungen in die Ukraine, Unterstützung in Anspruch nehmen?

Antworten auf diese und viele andere Fragen beantwortet etwa das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auf ihrer Homepage unter www.drk.de. Diese Website wird regelmäßig aktualisiert und enthält den aktuellen Informationsstand.

Krieg in der Ukraine: DRK weiß, was die Betroffen am meisten brauchen

„Es ist überwältigend zu sehen, wie schnell und engagiert die Zivilgesellschaft in Deutschland auf allen Ebenen zu helfen bereit ist. Dies trifft auf unzählige Privatpersonen, kleine und große Initiativen, Unternehmen und natürlich auch auf all unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler zu. Auch wenn es für viele weniger persönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden tatsächlich in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen“, sagt Frank Berner, Präsident des DRK-Kreisverbandes Mannheim.

Ukraine-Konflikt - Hilfstranstransport des DRK für Geflüchtete
So wie hier am DRK-Logistikzentrum werden vielerorts Lkw mit Hilfsgütern für die Ukraine beladen. © Annette Riedl

Doch Berner mahnt auch zur Besonnenheit: „Damit die Hilfe tatsächlich ankommt, bitten uns all unsere Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, binden Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, sie behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort. Es bestehen seitens unser Schwestergesellschaften momentan keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote.“

Das DRK bittet deshalb um Geldspenden für die betroffene Bevölkerung in der Ukraine an dieses Spendenkonto:

Diakonie Mannheim: Bitte von Sachspenden absehen

In einer persönlichen Ansprache an die Mitglieder der Gemeinden, die Synodale und die Mitarbeitenden von Kirchenverwaltung und Diakonischen Werk, aber auch bei der Mannheimer Öffentlichkeit bedankt sich die Dekan-Stellvertreterin Anne Ressel für die enorme Hilfsbereitschaft, die Solidarität und Mitmenschlichkeit der Menschen, ihr bewusstes Engagement gegenüber ihren Nachbarn in der Ukraine. Weitere Informationen unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende/ukraine.

Gleichzeitig weist sie darauf hin, auf Anraten auch der großen Dachverbände von Caritas und Diakonie von Sachspenden abzusehen. Geldspenden seien derzeit die effektivste Form der Hilfe. Laut Aussagen der Diakonie Katastrophenhilfe seien die Partner in der Ukraine vor Ort bereits tätig, aber vor allem überlastet aufgrund der vielen Busse und LKWs mit Sachspenden. Es sei laut Aussagen der Organisation zu viel an Spenden, um es vor Ort logistisch lösen zu können, zu lagern und bedarfsgerecht zu verteilen.

Spendenkonto der Diakonie-Katastrophenhilfe:  
Evangelische Bank
IBAN: DE68520604100000502502
BIC: GENODEF1EK1

Caritas-Verband Mannheim: Außer Geld – diese Sachspenden werden benötigt

Auch der Caritas-Verband Mannheim sammelt Sachspenden für die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar e.V., die Kontakte vor Ort hat und die Spenden per LKW in die Ukraine transportiert. Zentrales Lager zur Spendenabgabe in Heidelberg: Im Sändel 4, 69123 Heidelberg. Montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

SachspendenHygieneartikelLebensmittel
ZelteZahnpastaEnergieriegel
FeldbettenShampooBabynahrung
Isolierende WärmedeckenWindelnBuchweizen
IsomattenDuschgelSchokolade
MatratzenBürstenFertiggerichte
SchlafsäckeEinwegmaskenKaffee
Kissen und DeckenFeuchte TücherKekse
BettwäscheBinden, Slipeinlagen, TamponsKonserven
HandtücherZahnbürstenNudeln
PapierhandtücherNüsse
WundantiseptikaPfeffer und Salz
BandagenTrinkwasser
Desinfektionsmittel
Kerzen
Batterien
Taschenlampen
Portable Heizkörper
Generatoren und Sprit
Dieselgeneratoren (3kW, 5kW)
Gaslampen
Mehrweg-Geschirr
Wasserkocher
Verlängerungskabel
Mehrfachsteckdosen
Regenmäntel
Warme Jacken

Die Spenden können außerdem in den Mannheimer Caritas-Pflegeheimen abgegeben werden:

Und auch die Caritas hat ein Spendenkonto für so dringend benötigte Geldspenden eingerichtet:

Rhein-Neckar hilft der Ukraine: Stadt Mannheim hat zentrale Servicestelle eingerichtet

Die Stadt Mannheim hat seit Donnerstag (3. März) eine zentrale Servicestelle eingerichtet, wo alle Fragen hilfsbereiter Bürger rund um da Thema Hilfe für die Ukraine gebündelt beantwortet werden. Hier gibt es auch Auskünfte bei Anliegen rund um Spenden, Hilfs- und Unterstützungsangebote, Angebote von Wohnraum oder Dolmetscherleistungen einerseits, aber auch rund um die Aufnahme von Verwandten oder Bekannten und Hilfsbedarfe auf der anderen Seite. Die Anfragen werden dort direkt beantwortet beziehungsweise koordinierend an die zuständigen Stellen weitervermittelt. Kontakt unter Telefon 0621/293-3299 (Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail an: ukraine-hilfe@mannheim.de.

Heidelberg hilft der Ukraine: Ankunftszentrum und weitere Hilfe

Außer der Aufnahme von hunderten Geflüchteten aus der Ukraine im PHV tut auch Heidelberg noch Einiges mehr für die notleidende Bevölkerung dort. Menschen, die in Heidelberg ihre Hilfe anbieten wollen, finden auf der Homepage der Stadt Heidelberg und beim Justizministerium Baden-Württemberg erste Informationen, die in den kommenden Tagen noch ergänzt werden. Grundsätzlich ist erster Ansprechpartner für Menschen, die Hilfsangebote machen wollen, der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Heidelberg. Insbesondere Menschen, die Wohnraum für Geflüchtete anbieten wollen, können sich dorthin wenden – entweder per E-Mail (fluechtlingsbeauftragter@heidelberg.de) oder per Telefon (06221/58 37610). Wie Menschen aus Baden-Württemberg den Opfern des Ukraine-Kriegs helfen können* hat bw24.de zusammengefasst. (pek) *HEIDELBERG24 und bw24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare