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Corona in RLP: Kontakte, Handel und Groß-Events – Diese Lockerungen gelten aktuell

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Von: Daniel Hagen, Eliran Kendi

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Corona in Rheinland-Pfalz - Die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen der Pandemie in RLP sowie die Regionen mit der höchsten Inzidenz im aktuellen News-Ticker:

Update vom 18. Februar, 9:30 Uhr: In RLP werden am heutigen Freitag (18. Februar) einige Corona-Schutzmaßnahmen gelockert. Erleichterungen gibt es im Einzelhandel, bei Großveranstaltungen und für private Treffen. Nach den Vereinbarungen von Bund und Ländern wurde die Corona-Schutzverordnung geändert.

Generell gilt: Alle Veranstaltungen sind weiterhin nur für geimpfte, genesene oder diesen gleichgestellten Menschen zugänglich, betonte das Gesundheitsministerium. „Es gilt die Masken- und Testpflicht.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Neustadt/Weinstraße1.615,2
LK Westerwaldkreis1.511,6
SK Worms1.379,1
LK Kaiserslautern1.374,2
LK Germersheim1.373,6

Corona in RLP: Insolvenz-Hammer! So viele Privatpersonen gingen 2021 pleite

Update vom 17. Februar, 9:21 Uhr: Die Zahl der Privatpleiten in Rheinland-Pfalz und im Saarland ist im Jahr 2021 deutlich gestiegen. Nach Daten der Wirtschaftsauskunftei Crif gab es in Rheinland-Pfalz 4.981 Privatinsolvenzen – satte 83,9 Prozent mehr als 2020. Im Saarland hat sich die Zahl mit 1.574 Fällen sogar mehr als verdoppelt (plus 103,9 Prozent). Zum Vergleich: Bundesweit wurde ein Zuwachs um 93,6 Prozent auf 109.031 Privatpleiten verzeichnet. Es war der erste Anstieg seit zehn Jahren. Crif-Geschäftsführer Frank Schlein führte die Entwicklung vor allem auf eine Gesetzesänderung zurück, die viele Betroffene abgewartet hätten.

Privatinsolvenz
Privatpleiten sind im vergangenen Jahr erstmals seit zehn Jahr wieder gestiegen. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

In diesem Jahr werden nach seiner Einschätzung vor allem die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie viele Verbraucher in Bedrängnis bringen. Crif hält daher bundesweit bis zu 110.000 Privatpleiten für möglich. „Die finanziellen Reserven vieler Betroffener sind aufgebraucht. Dazu kommen die stetig steigenden Miet- und Energiepreise“, sagte Schlein. Im vergangenen Jahr spielte nach seinen Angaben vor allem eine Gesetzesänderung eine Rolle, wonach Verbraucher einfacher nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren Restschulden befreit werden können. Dies hätten viele Betroffene abgewartet und den Insolvenzantrag erst 2021 gestellt.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 131 Privatpleiten je 100.000 Einwohner gezählt. Rheinland-Pfalz lag mit 123 Fällen darunter. Das Saarland deutlich darüber mit 160 Insolvenzen. Am stärksten war Bremen betroffen mit 247 Privatinsolvenzen je 100 000 Einwohner. Am geringsten war die Zahl in Bayern (86).

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.448,6
SK Zweibrücken1.432,3
LK Germersheim1.351,1
SK Neustadt/Weinstraße1.341,3
LK Westerwaldkreis1.337,6

Corona in RLP: Morgen endet 2G im Einzelhandel – „Zu Normalität zurückkehren“

Update vom 16. Februar, 8:19 Uhr: Wie berichtet, schafft Rheinland-Pfalz an diesem Freitag (18. Februar) die 2G-Zugangsregel für den Einzelhandel ab. Über weitere Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen berichtet Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am heutigen Mittwoch in Mainz (17:30 Uhr) – im Anschluss an die Bund-Länder-Schalte zu diesem Thema. Mit den nächsten Lockerungsschritten ist am 4. März zu rechnen. Dabei wird es vor allem um die Gastronomie und Großveranstaltungen gehen. „Wir werden sehr schnell im März zu sehr viel Normalität zurückkehren können“, hatte Dreyer vor der Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gesagt. Die aktuelle Corona-Welle sei allen Modellrechnungen zufolge auf dem Höhepunkt und werde bald abflachen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.548,1
LK Germersheim1.488,3
SK Zweibrücken1.408,8
LK Westerwaldkreis1.350,4
LK Trier-Saarburg1.312,7

Corona in RLP: „Schrittweise Lockerungen“ – Dreyer macht Hoffnung auf Normalität

Update vom 15. Februar, 8:31 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) macht sich für weniger strenge Corona-Schutzmaßnahmen stark. „Einfache schrittweise Lockerungen halte ich für richtig“, sagte die Regierungschefin der Funke Mediengruppe. Am heutigen Mittwoch (15. Februar) sind die nächsten Corona-Bund-Länder-Beratungen geplant. Nach einem vorab bekanntgewordenen Vorschlag könnten in einem Drei-Stufen-Plan weitgehende Lockerungen für die Bürger geplant sein. „Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, dass wir uns auf bundesweit einheitliche Regelungen verständigen“, sagte Dreyer mit Blick auf die Beratungen.

Malu Dreyer
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigt Corona-Lockerungen in Rheinland-Pfalz an. (Archivfoto) © Oliver Berg/dpa

Noch gebe es auf den normalen Stationen in den Krankenhäusern aber viele Patienten, die an Corona erkrankt seien. Für das Klinikpersonal sei das eine enorme Belastung. „Wir sehen also, Corona ist noch nicht vorbei.“ Zentral sei es deswegen, die Impfquote weiter zu steigern, sagte Dreyer. Die konsequente Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeiter in Kliniken und Pflegeeinrichtungen spiele dabei eine große Rolle.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.690,7
LK Germersheim1.506,1
LK Kaiserslautern1.359,1
SK Zweibrücken1.341,1
LK Westerwaldkreis1.286,3

Corona in RLP: Kita muss schließen! 19 Kinder und 6 Beschäftigte infiziert

Update vom 14. Februar, 9:58 Uhr: Die städtische Kindertagesstätte Jakobsplatz in Frankenthal bleibt diese Woche, voraussichtlich bis Freitag (18. Februar), geschlossen. Grund ist die angespannte Infektionslage: Sechs Mitarbeiter und 19 Kinder sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilt. Weil infolge dessen zu viel Personal fehlt, kann die Betreuung nicht aufrechterhalten werden. Die Eltern wurden bereits am Freitag informiert. Auch in den restlichen städtischen Kindertagesstätten spitzt sich die Situation zu: Wegen Infektionsfällen bei den Mitarbeitern in Verbindung mit vermehrten Corona-unabhängigen krankheitsbedingten Personalausfällen können in vielen Kitas nur noch Kinder berufstätiger Eltern betreut werden oder die Öffnungszeiten wurden eingeschränkt.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.968,6
LK Kaiserslautern1.547,2
LK Germersheim1.531,7
LK Alzey-Worms1.418,4
SK Zweibrücken1.384,9

Corona-Lockerungen in RLP: Malu Dreyer kündigt Ende von 2G-Plus für Gastro an

Update vom 12. Februar: Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Forderung nach umfangreicheren Lockerungen der
Corona-Beschränkungen bekräftigt. „Unsere Prognosen deuten darauf hin, dass wir Mitte Februar den Höhepunkt der Omikron-Welle erreichen werden. Die Situation in den Krankenhäusern wird noch etwas länger angespannt bleiben. Deswegen ist Corona nicht beendet und Vorsicht ist weiterhin geboten, um keine Rückschläge zu erleben“, sagt Dreyer der „Rheinischen Post“ am Samstag (12. Februar). „Aber die Menschen erwarten zurecht, dass wir dann auch lockern. Deswegen werde ich mich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch (16. Februar) dafür einsetzen, dass wir Regelungen für Großveranstaltungen und Einzelhandel bundesweit angleichen“, fügt Dreyer hinzu.

Vielerorts sei 2G im Handel bereits gestrichen worden. „Ab Anfang März sollten wir stufenweise Corona-Beschränkungen reduzieren“ – angefangen bei den Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und einem Ende von 2G-Plus in der Gastronomie.

Bereits zuvor hat sie wesentliche Lockerungen der bisherigen Maßnahmen in Rheinland-Pfalz in Aussicht gestellt: Im Einzelhandel soll die 2G-Regelung fallen, Restaurantbesuche sollen wieder ohne Testnachweis oder Auffrischungsimpfung möglich sein, und bei Großveranstaltungen könnten bis zu 10.000 Besucher zugelassen werden. Zudem hatte Dreyer am Mittwoch (9. Februar) angekündigt, dass sie sich für entsprechende bundeseinheitliche Beschlüsse einsetzen werde.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1996,2
LK Kaiserslautern1538,8
LK Germersheim1534,0
LK Alzey-Worms1436,7
KS Zweibrücken1329,4

Corona in RLP: Land verzichtet auf Luca-App zur Kontakterfassung – wann es soweit ist

Update vom 11. Februar, 9:12 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in Rheinland-Pfalz verzichten auf die weitere Nutzung der Luca-App zur Kontakterfassung bei Corona-Infektionen. Das Land habe den Vertrag mit den Betreibern der App zum 31. März gekündigt, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Mainz mit. Die meisten Kontaktpersonen seien inzwischen geimpft oder geboostert und somit viel besser geschützt, erklärte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Zudem seien selbst enge Kontaktpersonen nicht mehr zur Quarantäne verpflichtet.

Für die weitere Erfassung von Risiko-Kontakten trage die Corona-Warn-App des Bundes allen Bedürfnissen Rechnung. Diese ermögliche im Unterschied zur Luca-App zudem eine anonyme Information der Nutzer über Risikokontakte im Alltag. Die Kritik an der Anwendung wuchs, nachdem die Polizei bei Ermittlungen zu einem Todesfall in Mainz Ende 2021 Daten von Besuchern einer Gaststätte aus der Luca-App abgegriffen hatte. Daraufhin wurden 21 mögliche Zeugen telefonisch kontaktiert. Für dieses Vorgehen gab es keine hinreichende rechtliche Grundlage, wie die Staatsanwaltschaft einräumte.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.954,4
LK Kaiserslautern1.513,4
LK Germersheim1.492,2
LK Bad Kreuznach1.445,1
LK Alzey-Worms1.442,8

Corona in RLP: Wieder mehr Zuschauer bei Sport-Events erlaubt – so viele Fans dürfen rein

Update vom 10. Februar, 8:41 Uhr: Die rheinland-pfälzische Landesregierung erlaubt wieder mehr Zuschauer bei Sportveranstaltungen. Die neue Corona-Bekämpfungsverordnung soll ab dem 18. Februar gelten, heißt es in einer am Mittwoch (9. Februar) veröffentlichten Pressemitteilung. Damit orientiert sich die Landesregierung an einem Beschluss der Chefs der Staats- und Senatskanzleien. Unter 2.000 Zuschauern gelten keine Kapazitätsbegrenzungen. Etwa in Sporthallen können Veranstaltungen mit 30 Prozent der Auslastung und maximal 4.000 Zuschauern stattfinden und außen sind 50 Prozent Auslastung bei maximal 10.000 Zuschauern erlaubt. Von der neuen Regelung profitiert unter anderem Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 mit als Erstes, der am Tag des Inkrafttretens gegen Bayer 04 Leverkusen (20:30 Uhr) spielt.

Die Fans des 1. FC Kaiserslautern.
Die Fans des 1. FC Kaiserslautern. © Uwe Anspach/dpa

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.820,1
LK Kaiserslautern1.634,7
LK Germersheim1.506,9
LK Bad Kreuznach1.464,6
SK Kaiserslautern1.448,9

Corona in RLP: „Klar ist, dass 2G im Handel...“ – Dreyer macht klare Ansage

Update vom 9. Februar, 12:39 Uhr: Die rheinland-pfälzische Landesregierung will auf die bisherigen Corona-Einschränkungen im Einzelhandel verzichten. Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) sagte am Mittwoch in Mainz, sie werde sich auf der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Mittwoch nächster Woche dafür einsetzen, dass es einen bundeseinheitlichen Beschluss in dieser Frage geben werde. „Klar ist, dass 2G im Handel auf jeden Fall fallen wird.“ Die Landesregierung stellte am Mittwoch einen „Corona-Fahrplan für den Frühling“ vor. Das Bundesland könne „Schritt für Schritt in ein Stück mehr Anpassung und Lockerung gehen“, sagte Dreyer. „Einkaufen wird dann wieder ganz normal möglich sein, lediglich mit der Maske“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP).

Auch in der Gastronomie kehre Rheinland-Pfalz zum 4. März zur 3G-Regelung zurück – ein zusätzlicher Test oder eine Auffrischungsimpfung, der sogenannte „Booster“, müsse dann nicht mehr nachgewiesen werden. Als weitere Schritte wurden Lockerungen beim Zugang zu Großveranstaltungen sowie im Sport genannt. Zwar seien die Infektionszahlen noch hoch, sagte Dreyer, stiegen aber nicht mehr so dynamisch wie im Januar. „Wir gehen davon aus, dass wir den Scheitelpunkt Mitte Februar erreichen werden, auch hier in Rheinland-Pfalz.“ Die Krankenhäuser gingen sehr professionell mit der Situation um.

Corona in RLP: „Rückkehr zur Normalität“ – Was verkündet Landesregierung heute?

Update vom 9. Februar, 9:12 Uhr: Die rheinland-pfälzische Landesregierung will die Öffentlichkeit am heutigen Mittwoch (11:30 Uhr) in Mainz über ihre weiteren Pläne zu den Corona-Maßnahmen informieren. Die Regierung bereite „Perspektiven für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität“ vor, teilte die Staatskanzlei dazu mit. An der Pressekonferenz über „die rheinland-pfälzischen Positionen für mögliche Perspektiven im Frühjahr“ nehmen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Familienministerin Katharina Binz (Grüne), Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) sowie Landesimpfkoordinator Daniel Stich (SPD) teil.

Mit Blick auf die Omikron-Welle der Pandemie wurden Anfang Dezember vergangenen Jahres die Regeln für den Einzelhandel - mit Ausnahme von Geschäften für den täglichen Bedarf - ebenso verschärft wie für Großveranstaltungen. Ende Januar hatten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Länderchefs dann vereinbart, „Öffnungsperspektiven“ für den Zeitpunkt zu entwickeln, „zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann“. Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) kommt am Mittwoch nächster Woche (16. Februar) zu neuen Beratungen zusammen. Die 2G-Regelung im Einzelhandel mit Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene wurde in Hessen ähnlich wie in anderen Bundesländern bereits am Montag aufgehoben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.924,3
LK Kaiserslautern1.693,9
SK Kaiserslautern1.462,9
LK Alzey-Worms1.438,2
LK Neuwied1.398,5

Corona in RLP: Ab heute Impfung in Apotheken – 70 machen landesweit mit

Update vom 8. Februar, 8:07 Uhr: Vom heutigen Dienstag (8. Februar) an bieten Apotheken in Rheinland-Pfalz ebenfalls Corona-Impfungen an. Knapp 70 stünden im Land bereit, teilte die Landesapothekerkammer in Mainz vorab mit. In einer Apotheke unweit der Zentrale des Impfstoffherstellers BioNTech beispielsweise geht es direkt morgens los. Kammerpräsident und Pharmazierat Peter Stahl sagte: „Die Omikron-Welle werden wir wohl auch durch das Impfen in Apotheken nicht mehr brechen.“ Das Coronavirus habe aber schon einige Überraschungen parat gehabt. „Daher ist es besser, frühzeitig langfristig zu denken und auch die Vor-Ort-Apotheken in die Impfinfrastruktur einzubinden.“

Der Start der Impfungen in Apotheken erfolgt auch deswegen erst jetzt, weil zunächst die Verordnung im Bundesgesundheitsministerium geändert werden musste, damit Apotheker auch Impfstoff für sich selbst bestellen können und nicht nur für Ärzte auf Rezept. Ob eine Apotheke mitmacht, ist laut Kammer freiwillig. Manche Apotheker impften nicht, weil sie nicht geschult seien oder keine geeigneten Räume hätten oder es im Umfeld ausreichende Impfangebote gebe. Die impfenden Apotheken seien keine Konkurrenz für Ärzte oder Impfzentren, sondern ein zusätzliches Angebot, erklärte Stahl. Der Kammerpräsident verknüpfte den Impfstart in Apotheken mit einer Forderung an die Landesregierung. Wenn diese langfristig die Arzneimittelforschung, -produktion und -versorgung sicherstellen wolle, brauche es dringend einen Neubau des „baulich maroden“ Pharmazeutischen Institutes an der Mainzer Universität in mindestens doppelter Größe.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Worms1.762,5
LK Kaiserslautern1.669,5
LK Germersheim1.508,5
LK Bad Kreuznach1.404,8
SK Kaiserslautern1.370,6

Corona in RLP: Inzidenz-Schock! So unfassbar hoch ist der Wert bei Ungeimpften

Update vom 7. Februar, 14:51 Uhr: Alarmierende Zahlen vom Landesuntersuchungsamt RLP am Montagnachmittag (7. Februar, 14:45 Uhr): Seit Sonntag gibt es 9.092 neue bestätigte Corona-Fälle – fünf weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die allgemeine 7-Tages-Inzidenz explodiert landesweit auf 1.109,1 pro 100.000 Einwohner. Bei Geimpften beträgt die 7-Tage-Inzidenz 445,6 pro 100.000 geimpfte Personen (Vortag: 454,8) und bei Ungeimpften unfassbar hohe 2.957,4. Der Anteil der Omikron-Variante an den besorgniserregenden Corona-Virusmutationen liegt in Rheinland-Pfalz jetzt bei 98,9 Prozent. Städte wie Ludwigshafen, Worms, Frankenthal oder Neustadt/Weinstraße haben sogar einen Wert von 100 Prozent! Zum Vergleich: Die Landeshauptstadt Mainz hat einen Anteil von Omikron von 81,8 Prozent.

Coronavirus - Virusvariante Omikron
Die WHO warnt vor der neuen Mutation Omikron. © Andre M. Chang/dpa

Corona in RLP: Omikron in Gefängnissen – Das müssen Knast-Besucher beachten

Update vom 7. Februar, 8:21 Uhr: Während die landesweite 7-Tage-Inzidenz in RLP weiter deutlich über 1.000 liegt, ist Corona auch in den Gefängnissen ein Thema. Dort gilt für Besucher die 2G- oder auch die 2G-Plus-Regel, heißt es im Justizministerium in Mainz. „Trotz der Omikron-Variante gibt es im Justizvollzug Rheinland-Pfalz weiterhin wenige Infektionen“, berichtet ein Sprecher. Damit das auch so bleibt, arbeiteten die Bediensteten wieder in Kohorten, also so, dass sie in jeder Schicht immer denselben Kollegen begegnen. Alle neuen Häftlinge müssen erst einmal zwei Wochen in Quarantäne, egal ob genesen oder geimpft – „damit sie das Virus nicht in die Anstalt tragen können“. Möglicherweise müssten die Justizvollzugsanstalten auch wieder weiter Besuche einschränken, wie zu Beginn der Pandemie. Dessen ungeachtet können Häftlinge aber über Video mit Angehörigen telefonieren. Das werde auch gut angenommen, berichtet der Ministeriumssprecher. Bei großen Ausbrüchen müssten notfalls die freiwilligen Angebote für Häftlinge eingeschränkt werden, „was für sie aber natürlich nicht gut ist“. Gesetzlich vorgeschrieben sei nur eine Stunde Hofgang pro Tag.

„Wichtig ist aus Sicht der Gewerkschaft, dass viele Gefangene das Impfangebot annehmen und insbesondere gegen schwere Verläufe der Erkrankung geschützt sind“, sagt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Justizvollzug, Winfried Conrad. „Gäbe es bei einer Vielzahl von Gefangenen schwere Krankheitsverläufe, die einen Aufenthalt in einem öffentlichen Krankenhaus nach sich ziehen würden, müssten diese mit ausreichend Bewachungspersonal bei einer Unterbringung außerhalb der Mauern begleitet und bewacht werden.“ Da die Bewachung rund um die Uhr erfolgen müsse, wäre der Personalaufwand „erheblich“.

Strafvollzug
Häftlinge und Justizvollzugsbeamte sind auf dem Hof der Justiz-Vollzugsanstalt. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

„Bei den Bediensteten ist die Problematik, dass zwar unser Sanitäts- und Krankenpflegedienst unter die Impfpflicht fällt, aber die übrigen Bediensteten nicht.“ Dies sei wenig nachvollziehbar, „da in einem Altenheim auch das Küchen- und Reinigungspersonal der Impfpflicht unterliegt“. Die Situation werde derzeit „im Kollegenkreis sehr heftig und kontrovers diskutiert“.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Kaiserslautern1.655,4
SK Worms1.647,5
LK Germersheim1.493,7
LK Bad Kreuznach1.469,6
SK Zweibrücken1.435,3

Corona in RLP: Wegen Omikron – Krankenhäusern droht Personalausfall

Erstmeldung vom 6. Februar: Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz wappnen sich mit einem Eskalationskonzept gegen die Omikron-Variante. Für viele Kliniken sei nämlich nicht die Zunahme der Corona-Patienten das große Problem, sondern der Personalausfall. „Es kann sein, dass die Mitarbeitenden selbst erkranken. Es droht aber auch der Ausfall von Personal durch Quarantänevorgaben oder fehlende Kinderbetreuung“, erklärt Andreas Wermter, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP), der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar könnten sich viele Mitarbeiter aufgrund ihrer Impfung früher aus der Quarantäne freitesten, für deren Kinder gelte dies aber nicht, wenn sie aus Kita oder Schule heimgeschickt werden. „Für die Kliniken ist es daher wichtig, dass wir weiterhin verlässliche Strukturen - Kitas und Schulen - haben“, betont Wermter. Seit Beginn der Pandemie arbeiten die Kliniken zudem mit einem Eskalationskonzept, das bei einem starken Anstieg von Corona-Patienten in Einsatz kommt. Aufgrund der hohen Impfquote und durch die Dominanz der Omikron-Variante sei der Anteil der Intensivpatienten aber „signifikant geringer“ als bei den anderen Wellen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Kaiserslautern1.655,4
SK Worms1.515,7
LK Germersheim1.493,7
LK Bad Kreuznach1.450,1
SK Zweibrücken1.435,3

(dpa/dh/pek/esk)

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