Tobias R. tötet 10 Menschen 

Terror in Hanau: BKA warnt vor Gerüchten im Internet – neue Details zu Ermittlungen

Nach dem Terror-Anschlag in Hanau warnt das Bundeskriminalamt vor Gerüchten im Internet. Unterdessen konzentrieren sich die Ermittlungen auf mögliche Mitwisser des Anschlags. 

  • Terror-Anschlag in Hanau: Tobias R. tötet 10 Menschen und sich selbst.
  • Hinweise auf fremdenfeindliches Motiv.
  • Tausende Menschen beten am Marktplatz von Hanau für die Opfer.
  • Bundeskriminalamt warnt vor Gerüchten und Spekulationen im Internet.
  • Ermittlungen konzentrieren sich auf mögliche Mitwisser und Unterstützer des Anschlags.

Update vom 26. Februar: Nach dem Terror-Anschlag in Hanau kursieren weiter Gerüchte und Spekulationen über den schrecklichen Anschlag, bei dem Todesschütze Tobias R. 10 Menschen tötete. Das Bundeskriminalamt warnt nun über Twitter vor den Spekulationen im Internet. „Bitte beteiligen Sie sich nicht an der Verbreitung unbestätigter Informationen!“

Die Ermittlungen würden laut BKA andauern und sich vor allem auf bislang unbekannte Mitwisser oder Unterstützer des Terror-Anschlags in Hanau konzentrieren. 

Nach Hanau-Terror: Tausende trauern an Särgen der Todesopfer

Update von 16 Uhr: Wenige Tage nach dem Terror-Anschlag in Hanau haben tausende Menschen mit einem gemeinsamen Gebet den Opfern gedacht. Am Marktplatz sind dafür die drei Särge von Fatih, Gökhan und Sedat aufgebahrt worden, die bei dem grausamen Anschlag getötet worden sind. 

In Hanau nehmen tausende Menschen Abschied von den Opfern des Terror-Anschlags.

Die Leichname sollen nach Informationen der „BILD“  im Anschluss an den Frankfurter Flughafen gebracht und in die Türkei überführt werden. Die etwa 2.000 Teilnehmer beten in türkisch für die Terror-Opfer von Hanau. Dabei stehen auf den Särgen, die mit der türkischen Flagge bedeckt sind, die Bilder der Verstorbenen. 

Terror in Hanau: Zwei Opfer werden heute beerdigt

Update vom 24. Februar, 14 Uhr: Zwei der Terror-Opfer von Hanau werden am Montag beigesetzt. Wie die Hessenschau berichtet, beginnt die Trauerfeier von Ferhat U. (†22) um 12 Uhr in der Heinrich-Heine Schule, die Beerdigung ist um 15:30 Uhr auf dem Hauptfriedhof. Ferhat hat kurdische Wurzeln und ist in Deutschland geboren. Er habe gerade eine Lehre abgeschlossen und wollte eine eigene Firma gründen, sagt seine Cousine dem hr. 

Gegen 11 Uhr wird Mercedes K. (†35) in Offenbach beerdigt. Sie hinterlässt zwei Kinder. In der Horror-Nacht hat sie in der Arena Bar gearbeitet. Die Trauerhalle ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

Opfer von Hanau wird beigesetzt

Bei beiden Beerdigungen soll auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsiky sprechen. Eine zentrale Trauerfeier für die Opfer des Anschlags in Hanau wird voraussichtlich erst im März stattfinden. Man wolle warten, bis alle Opfer beigesetzt wurden. Die Trauerfeier wird in Abstimmung mit den Angehörigen und den Bundes- und Landesbehörden geplant. 

Zwei Monate nach der schrecklichen Tat ereignet sich erneut ein Verbrechen in Hanau. Vier Personen werden von einer Männergruppe verletzt. Die Opfer werden teilweise mit Stichverletzungen in eine Klinik gebracht.

Terror in Hanau: Das sind die Opfer von Tobias R.! LKA gibt Details bekannt 

Update vom 21. Februar, 17:42 Uhr: Am Mittwochabend stürmt Todesschütze Tobias R. (†43) bewaffnet die Shisha-Bar „Midnight“ in der Hanauer Innenstadt und tötet dort fünf Menschen. Anschließend fährt er mit seinem Auto zum nächsten Tatort, der „Arena & Bar Café“ in Hanau. Dort erschießt er vier Menschen. Die Bluttat macht ganz Deutschland betroffen. Schon am nächsten Tag findet in vielen deutschen Großstädten Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen für die Opfer statt. Das hessische Landeskriminalamt hat die Nationalitäten der Opfer von Hanau bekannt gegeben. Drei der Opfer haben eine deutsche Staatsangehörigkeit, zwei eine türkische, eine rumänische und eine bulgarische

Terror in Hanau: Das sind die Opfer von Tobias R.!

Eine Person kommt aus Bosnien-Herzegowina, eines der Terror-Opfer hat eine deutsche und afghanische Staatsangehörigkeit. Unter den Todesopfern sind zwei Frauen und sieben Männer. Eine der Frauen, Mercedes (†35) K. arbeitete in einem Kiosk neben der „Arena Bar“. Sie wurde erschossen, als sie gerade die Bar betrat. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll sie zweifache Mutter gewesen sein. Auch Umzugsunternehmer Gökhan G. (36) ist unter den Terror-Opfern. Er wurde vor der „Arena Bar“ erschossen. 

Die Opfer von Hanau-Terrorist Tobias R.

Ferhat Ü. (†22) hatte erst vor Kurzem seine Ausbildung abgeschlossen und war der ganze Stolz seiner Eltern. Bei der Mahnwache in Hanau halten Verwandte das Foto des Getöteten hoch.

In dieser Aufzählung sind der mutmaßliche Täter Tobias R. und seine Mutter (†72) nicht enthalten. Beide hatten eine deutsche Staatsangehörigkeit. 

Terror in Hanau: Todesschütze Tobias R. erschießt 10 Menschen – seine Waffe kaufte er online 

Update vom 21. Februar, 7 Uhr: Kannten die Behörden bereits seit Monaten die gefährliche, rechtsextreme Einstellung vom Todesschützen von Hanau? Laut BILD hätte Tobias R. sich bereits im November 2019 mit einer schriftliche „Strafanzeige gegen eine geheimdienstliche Organisation“ an den Generalbundesanwalt geschickt. In dem Schreiben hätte sich R. laut Bericht als normaler Bürger bezeichnet, der über wichtige Informationen verfüge. In dem 19 Seiten langen Schreiben hätten sich auch Teile des Manifests befunden, dass der Terror-Schütze vor den Taten in Hanau ins Netz gestellt hatte.

Nur wenige Tage nach dem Terror-Anschlag in Hanau fallen wieder Schüsse an einer Shisha-Bar. Unbekannte Täter schießen in Stuttgart auf ein Gebäude – die Bar hat noch geöffnet. Die Schüsse treffen die Fensterscheiben, verletzt wird niemand. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Terror in Hanau: Ganz Deutschland trauert um Todes-Opfer

Update vom 20. Februar, 21:50 Uhr: In ganz Deutschland herrscht nach dem Terror-Anschlag von Hanau Entsetzen. In mehreren Städten werden Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen abgehalten. In Hanau versammeln sich tausende Menschen am Marktplatz in Hanau und demonstrieren Einigkeit. Franz-Walter Steinmeier ist vor Ort und hält dort eine Rede, in der er zu Zusammenhalt auffordert. Zu Beginn der Mahnwache hatte sich Hanauer Oberbürgermeister Kaminsky für die „Welle der Anteilnahme“ aus aller Welt bedankt. Die Stimmung bei der Gedenkveranstaltung in Hanau war aufgeheizt – viele Passanten diskutierten miteinander. 

Mahnwache nach dem Terror in Hanau 

Der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel rief zum Kampf gegen Hass im Internet und sozialen Medien auf. Er hätte einige der Verletzten im Krankenhaus besucht. Die freuten sich zwar über den Besuch von Steinmeier und Bouffier in Hanau, dies könne jedoch nicht ihren Sohn zurückbringen.  

Terror in Hanau: Todesschütze Tobias R. – woher hatte er die Waffe?

Update 17:30 Uhr: Am Mittwochabend (19. Februar) um 22 Uhr fallen in der Shisha-Bar „Midnight“ in Hanau die ersten Schüsse. Zahlreiche Menschen werden getötet oder verletzt. Mit einem schwarzen Auto fährt der Todesschütze Tobias R. zum nächsten Tatort und tötet in der „Arena Bar & Café“ noch mehr Menschen. Die meisten seiner Opfer haben einen Migrationshintergrund. Eines der Opfer soll die Mutter zweier Kinder gewesen sein. Laut Bild-Informationen soll sie zudem schwanger gewesen sein. Das SEK findet den Todesschützen einige Stunden später in seiner Wohnung. Er hat sich und seine Mutter erschossen. Neben ihm liegt noch die Tatwaffe. Doch wo hat er sie gekauft? 

Terror in Hanau: Tobias R. tötet 10 Menschen und sich selbst – mit legal gekaufter Waffe

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, hat Tobias R. die Tatwaffe ganz legal in einem Internetshop gekauft. Bei der Waffe handelt es sich um eine Pistole Glock 17,9 Millimeter Luger handeln. Die gleiche Pistole hatte auch der Attentäter verwendet, der 2016 ein Blutbad im Münchener Olympia-Einkaufszentrum eingerichtet hat. 

Laut dem Bericht besaß der Todesschütze noch eine Pistole vom Typ SIG Sauer, 9 Millimeter und eine des Typs Walther, ebenfalls 9 Millimeter. Die SIG Sauer hatte der Todesschütze von Hanau zusammen mit der Tatwaffe im Jahr 2014 im gleichen Onlineshop erworben. Seit 2013 hatte Tobias R. eine Waffenbesitzkarte. Erst 2019 wurde wieder seine charakterliche Eignung zum Führen von Waffen überprüft

Terror-Anschlag in Hanau: Hatte Todesschütze Tobias R. Unterstützer?  

Update 15:20 Uhr: Die Bundesanwaltschaft prüft nach der Terror-Nacht in Hanau, ob der mutmaßliche Schütze Tobias R. Mitwisser oder Unterstützer für seinen Anschlag hatte. Dazu würden das Umfeld und die Kontakte des Mannes im In- und Ausland abgeklärt, sagt Generalbundesanwalt Peter Frank am Donnerstag in Karlsruhe. Bei dem mutmaßlich rassistischen Anschlag seien am Mittwochabend (19. Februar) neun Personen mit Migrationshintergrund erschossen worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, einer davon schwer. Kurze Zeit später seien die Leichen des mutmaßlichen Täters und seiner Mutter – ebenfalls erschossen – in einer Wohnung gefunden worden: Neben dem Mann soll eine Schusswaffe gelegen haben. Auch sein Vater hält sich zu dem Zeitpunkt in der Wohnung auf. Die Einsatzkräfte der Polizei finden ihn körperlich unversehrt neben den Leichen. 

Todesschütze Tobias R. veröffentlichte laut Frank „eine Art Manifest“ auf seiner Internetseite, das neben wirren Gedanken und abstrusen Verschwörungstheorien auch Hinweise auf eine „zutiefst rassistische Gesinnung“ enthalte.

In ganz Deutschland werden nach dieser Terrornacht in Hanau Mahnwachen abgehalten. In Mannheim wird sogar der Prinzessinnenempfang im Rathaus abgesagt. 

11 Tote bei Terror-Nacht in Hanau: Neue Details zu Opfern – Schwangere unter den Toten

Update von 14:30 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfahren hat, haben auch vier der fünf Verletzten ausländische Wurzeln. Der Todesschütze von Hanau hat neun Menschen mit Migrationshintergrund und seine Mutter getötet. 

Mittlerweile ist der Bundesinnenminister in Hanau angekommen. Horst Seehofer hatte bereits am Donnerstagmorgen angekündigt, sich persönlich einen Überblick über die Lage vor Ort verschaffen zu wollen.

Die Bundesanwaltschaft will heute um 15 Uhr eine Erklärung zum Anschlag von Hanau abgeben und über die aktuellen Ermittlungen informieren. 

Terror in Hanau: Neue Details zu Todesopfern – Schwangere unter den Toten

Update von 13:30 Uhr: Die türkische Botschaft in Berlin hat bestätigt, dass sich unter den Todesopfern von Hanau fünf türkische Staatsbürger befinden. Das türkische Außenministerium in Ankara verurteilte unterdessen den „niederträchtigen Anschlag“ in Hanau. 

Die BILD berichtet außerdem, dass es sich bei einem der Todesopfer um eine zweifache Mutter handeln soll. Die 35-Jährige sei schwanger gewesen. 

11 Tote in Hanau: Bundeskanzlerin drückt Opfern ihr Beileid aus

Update von 12:50 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Angehörigen und Opfern in Hanau ihre tiefe Anteilnahme ausgedrückt. Dies sei ein „überaus trauriger Tag für unser Land". Es werde alles unternommen, um die Hintergründe der entsetzlichen Morde „bis ins Letzte“ aufzuklären, versichert die Kanzlerin. „Für eine abschließende Bewertung ist es noch zu früh.“ Doch weise derzeit vieles darauf hin, „dass der Täter aus rechtsextremistischen, rassistischen Motiven gehandelt hat.“ 

Terror-Nacht in Hanau: Erste Details zu den Todesopfern

Update von 12:10 Uhr: Wie das türkische Boulevard-Portal Hürriyet berichtet, soll der Todesschütze von Hanau am ersten Tatort zunächst drei türkische Gäste des Lokals sowie den türkischen Kellner erschossen haben. In der zweiten Shisha-Bar habe er außerdem einen Bosnier, einen Türken sowie eine polnische Kellnerin getötet. Die Seite beruft sich in ihrem Bericht auf Zeugen der Terror-Nacht. 

Update von 11:30 Uhr: Laut Sicherheitskreisen sind unter den Todesopfern von Hanau viele Menschen mit Migrationshintergrund. Ob unter ihnen auch ausländische Staatsbürger sind, ist noch unklar. 

11 Tote in Hanau: Terror-Verdacht! Neue Details zum Todesschützen (†43)

Update von 10:05 Uhr: Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt nach den Bluttaten in Hanau laut Innenminister Peter Beuth wegen Terror-Verdachts. Nach jetzigen Erkenntnissen sei ein fremdenfeindliches Motiv durchaus gegeben, so der Politiker.

Update von 9:45 Uhr: Im hessischen Landtag hat sich Innenminister Peter Beuth zu den schrecklichen Bluttaten in Hanau geäußert. Beuth bezeichnete die Taten als „Anschlag auf unsere freie und friedliche Gesellschaft“. Er bestätigte außerdem, dass es sich bei dem mutmaßlichen Todesschützen um einen 43-jährigen Deutschen aus Hanau handle. Er und seine 72-jährige Mutter seien in einer Wohnung im Stadtteil Kesselstadt tot aufgefunden worden. Beide hätten Schussverletzungen aufgewiesen. 

Erste Auswertungen der Homepage des Täters hätten laut hessischem Innenminister auf ein fremdenfeindliches Motiv hingewiesen. Der Täter sei von Verfassungsschutz „nicht als fremdenfeindlich bekannt“ gewesen. Am Donnerstag wurde nach den Bluttaten in Hanau mit 11 Toten Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden angeordnet. 

Schüsse in Hanau: Generalbundesanwalt ermittelt nach Bluttat mit 11 Toten

Update von 9:30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wegen der Bluttat in Hanau einen geplanten Besuch in Sachsen-Anhalt abgesagt. Sie werde am Donnerstag nicht wie geplant zum Amtswechsel an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nach Halle fahren, teilt Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter mit. „Die Bundeskanzlerin lässt sich fortlaufend über den Stand der Ermittlungen in Hanau unterrichten.“


Update von 9:20 Uhr: Nach den Gewalttaten in Hanau hat der Generalbundesanwalt bereits in der Nacht die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Das sagt ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind Hinweise auf eine ausländerfeindliche Motivation des mutmaßlichen Todesschützen der Grund. 

11 Tote nach Schüssen in Hanau: Todesschütze mit irrer Video-Botschaft auf YouTube

Update von 8:20 Uhr: Der mutmaßliche Todesschütze von Hanau hat nach Informationen aus Sicherheitskreisen bereits Tage vor der Tat ein Video bei YouTube veröffentlicht. Darin spricht der Mann in fließendem Englisch von einer „persönlichen Botschaft an alle Amerikaner“. Der Clip, der am Donnerstagmorgen auch weiterhin im Internet zu sehen war, wurde offenbar in einer Privatwohnung aufgenommen.

In dem Video sagt der mutmaßliche Todesschütze von Hanau, dass in den USA unterirdische Militäreinrichtungen existierten, in denen Kinder misshandelt und getötet würden. Dort würde auch dem Teufel gehuldigt. Amerikanische Staatsbürger sollten aufwachen und gegen diese Zustände kämpfen. Einen Hinweis auf die bevorstehende Tat gibt der Mann nicht. 

Tödliche Schüsse in Hanau: Todesschütze hinterließ Bekennerschreiben und Video

Update von 8 Uhr: Nach neuesten Informationen soll es sich bei der zweiten Leiche, die neben dem mutmaßlichen Todesschützen von Hanau in einer Wohnung gefunden wurde, um die Mutter des Täters handeln. Aktuell wertet die Polizei das Bekennerschreiben und das Video aus.

Eine Stadt steht unter Schock – 11 Tote nach Schießerei in Hanau

Update von 7:50 Uhr: Laut BILD hinterließ der Täter, den das SEK tot neben einer weiteren Leiche in einer Wohnung in Hanau fand, ein Bekennerschreiben sowie ein Video. Laut Bericht ginge aus dem Schreiben hervor, dass der Schütze aus rechtsradikalen Motiven gemordet hätte. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen Deutschen handeln. 

Schüsse in Hanau: 11 Tote – Polizei richtet Server für Hinweise ein

Update von 6:47 Uhr: Claus Kaminsky, Bürgermeister von Hanau, sprach nach der schrecklichen Tat gegenüber der BILD von einem „furchtbaren Abend, der uns sicherlich noch lange in trauriger Erinnerungen bleiben wird.“ Die Polizei hat nach den Schüssen in Hanau einen Server für Hinweise eingerichtet. Dort können Zeugen Bilder und Videoaufnahmen sowie ihre Beobachtungen abgeben. 

Spuren der blutigen Nacht vor einer der Shisha-Bars in Hanau

Die Polizei Hessen bittet die Bevölkerung auf Twitter darum, keine Videos, oder Sprachnachrichten im Netz zu verbreiten. „Spekulationen helfen uns nicht weiter“, heißt es in der Mitteilung. Zeugen der Schießerei in Hanau können sich auch unter ☎ 06181 100 123 bei der Kriminalpolizei melden. 

Hanau: Schüsse in zwei Bars! Polizei bestätigt 11 Tote – SEK findet Leiche des Schützen

Update von 6 Uhr: Nach der Schießerei in Hanau am Mittwochabend wurde der Täter nach Angaben der Polizei tot aufgefunden. Zeugen gaben den Ermittlern den Hinweis auf ein flüchtendes Fahrzeug, dass im Rahmen einer Großfahndung in Kesselstadt, einem Ortsteil von Hanau, gefunden wurde. Das SEK stürmte daraufhin ein dortiges Wohngebäude, wo zwei weitere Leichen gefunden wurden. „Bei einer der toten Personen dürfte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Täter handeln“, so die Ermittler. Hinweise auf weitere Täter gebe es derzeit nicht. Die Identität der zweiten Leiche ist noch unbekannt.

Hanau: 11 Tote bei Schießerei – SEK stürmt Gebäude und findet toten Täter

Die Polizei spricht mittlerweile von zwei Tatorten am Heumarkt und am Kurt-Schumacher-Platz in Hanau. Die Zahl der Todesopfer der Schießerei hat sich auf 9 erhöht, sodass nun insgesamt 11 Tote zu beklagen sind. 

Wie die BILD berichtet, hätte der bewaffnete Schütze zunächst in einer Shisha-Bar am Heumarkt in Hanau mehrere Menschen getötet. Laut Bericht seien kurdischstämmige Personen unter den Opfern. Anschließend sei der Täter in die Karlsbader Straße gefahren, wo er in einem weiteren Lokal Schüsse abfeuerte. Dabei seien mehrere junge Menschen ums Leben gekommen. 

Derzeit würde das Auto des Schützen in Hanau durch Spezialisten auf Sprengfallen untersucht. Laut BILD-Bericht soll der Täter einen Jagdschein besitzen. 

Hanau: Mehrere Tote bei Schießerei – Fahndung nach Täter!

Erstmeldung von 5:30 Uhr: Wie die Polizei in Hessen mitteilt, fallen am Mittwochabend gegen 22 Uhr Schüsse in Hanau„Nach aktuellsten Erkenntnissen kann die Polizei nun bestätigen, dass dabei acht Personen tödlich verletzt wurden“, teilen die Ermittler am frühen Donnerstagmorgen mit. Die Fahndung nach den Tätern laufe auf Hochtouren. 

Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter ☎ 06181 100-123.

Vier Politiker der Partei "Die Linke" stehen auf einer Todesliste. Diese ist zusammen mit Patronen in einem Brief geschickt worden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun die genauen Hintergründe. Die Betroffenen gehen von einer Drohung der rechtsextremen Szene aus. 

kab

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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