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Präsidentschaftswahl in Frankreich: Über 6.000 Personen in RLP durften Stimme abgeben

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Von: Daniel Hagen

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Rheinland-Pfalz - Am Sonntag (24. April) wird in Frankreich der neue Präsident gewählt. Das Duell heißt Emmanuel Macron gegen Marine Le Pen. Auch über 6.000 Franzosen in der Pfalz dürfen wählen.

Update vom 25. April: Frankreichs liberaler Präsident Emmanuel Macron hat die Präsidentschaftswahl nach vorläufigem amtlichen Endergebnis mit 58,55 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Er büßte allerdings im Vergleich zur Wahl von 2017, als er auf 66,1 Prozent kam, deutlich an Stimmen ein. Seine rechte Herausforderin Marine Le Pen kam auf 41,45 Prozent der Stimmen, wie das Innenministerium in Paris nach Auszählung aller Stimmen der zur Wahl registrierten Wähler in der Nacht zum Montag mitteilte.

LandFrankreich
HauptstadtParis
Bevölkerung67,39 Millionen (2020) Weltbank
PräsidentEmmanuel Macron

Wahl in Frankreich: Macron für weitere fünf Jahre Präsident

Die Wahlbeteiligung lag demnach bei rund 72 Prozent. Der französische Staatschef hat weitreichende Machtbefugnisse und amtiert fünf Jahre. Etwa 48,7 Millionen Französinnen und Franzosen waren zur Wahl eingeschrieben.

Die traditionellen Volksparteien der Sozialisten und Republikaner fuhren historisch schlechte Ergebnisse ein. Sowohl die Stichwahl als auch der erste Wahlgang zeigten, wie tief gespalten die französische Gesellschaft ist.

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Über 6.000 Personen in RLP wahlberechtigt

Erstmeldung vom 24. April: Die Präsidentschaftswahl in Frankreich am Sonntag (24. April) hat eine besondere Bedeutung für ganz Europa. Denn neben dem liberalen Amtsinhaber Emmanuel Macron hat auch die Rechtspopulistin Marine Le Pen die Chance auf das höchste Amt unseres Nachbarlandes. Die ganze Welt schaut daher gespannt auf den Ausgang dieser Stichwahl. Die erste Wahlrunde vor zwei Wochen hat Macron knapp für sich entscheiden können.

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Über 6.000 Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz

Etwa 48,7 Millionen registrierte Wähler haben es nun in der Hand, die zukünftige Ausrichtung ihres Landes zu bestimmten. Über 6.000 davon leben laut SWR aber gar nicht in Frankreich, sondern im Nachbarland Deutschland leben – in Rheinland-Pfalz, um ganz genau zu sein. Über alle Neuigkeiten von der Präsidentschaftswahl in Frankreich berichtet Merkur.de.

Ab 8 Uhr dürfen die Pfälzer Franzosen im französischen Kulturinstitut in Mainz ihre Stimme für Macron oder Le Pen abgeben. Es ist jedoch auch möglich, jemandem in der Heimat eine Vollmacht für die Stimmabgabe zu geben. Wie viele Personen aus Rheinland-Pfalz überhaupt wählen gehen werden, ist aber noch unklar. So hätten laut französischem Generalkonsulat in Frankfurt gerade mal 20 Prozent am ersten Wahlgang teilgenommen.

Malu Dreyer kritisiert Wahlprogramm von Marine Le Pen

Die Präsidentschaftswahl hat allerdings auch Auswirkungen auf Deutschland. So will die Rechtspopulistin Marine Le Pen nach ihrem Sieg deutlich weniger mit Berlin zusammenarbeiten. Generell würde sich Frankreich mehr von der EU abschotten und erreichen wollen, dass das nationale Recht Vorrang vor dem EU-Recht bekommt.

Kein Wunder also, dass auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Präsidentschaftswahl in Frankreich mit Sorge beobachtet. Die 61-Jährige kritisiere laut SWR das „anti-europäische“ Wahlprogramm Marine Le Pens. Es zeige zudem auch deutschlandfeindliche Inhalte. Da eine Wahl der Rechtspopulistin zur Präsidentin auch die Wiedereinführung von Grenzkontrollen bedeuten könnte, wären Probleme an der Grenze Frankreich/Rheinland-Pfalz möglich. (dh)

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