Zwischen Glück und Leid

Tierrettung hilft in Australien: Bewegendes Schicksal in Känguru-Station

Frankenthal - Milliarden Tiere sind bei den Buschbränden in Australien getötet worden. Michael Sehr von der Berufstierrettung kann nicht länger tatenlos zusehen:

  • Seit Monaten zerstören Buschfeuer Teile von Australien.
  • Milliarden Tiere sind bei dem Feuer getötet worden.
  • Michael Sehr (Berufstierrettung Rhein-Neckar) reist ins Land und versorgt mit einem deutschen Team Wildtiere.

Update vom 20. Januar: Seit wenigen Tagen ist Michael Sehr von der Berufstierrettung Rhein-Neckar zusammen mit weiteren Tierschützern aus Deutschland in Australien, um den dortigen Wildtieren zu helfen. Einen Halt hat das Team bereits bei einer Rettungsstation für Flughunde gemacht. Sue, die die Station betreibt, habe bislang keinerlei Unterstützung von den großen Organisationen erhalten. Sie betreut über 300 Tiere, denen sie das Leben gerettet hat. „Für die Rettung, den Transport und die temporäre Unterbringung braucht sie dringend einen Trailer. Dank eurer Spenden konnten wir diesen finanzieren und Sue und den Tieren helfen! Sue sagt, er wird ab sofort und für Jahre jeden Rettungseinsatz begleiten!“, heißt es in einem Facebook-Post von ,Animal Disaster Response Germany‘. 

Für die Tierretter geht es anschließend weiter zum ,Native Wildlife Rescue‘. Dort widmet sich Kerstin, die von Deutschland nach Australien ausgewandert ist, zusammen mit ihrem Mann seit über 14 Jahren verwaisten Wildtieren. „Wir haben ihre Wildlife Sanctuary aufgesucht, um mehr über das Handling und die Erstversorgung von australischen Wildtieren zu lernen. Die Gegend um die Wildtierstation ist zwar nicht direkt vom Feuer betroffen, aber auch zu ihnen wurden schon verbrannte Wildtiere gebracht, die sich zum Beispiel bei der Flucht vor dem Feuer verletzt haben. Sie sind außerdem auch indirekt betroffen, da sie sehr viele Jungtiere aufziehen und diese nun aufgrund der Buschfeuer vorerst nicht ausgewildert werden können, denn viele Tiere haben ihren Lebensraum verloren“, heißt es in weiteren Post. 

Tierretter in Australien – Ein Bild zwischen Glück und Leid

Auch wenn vielen Tieren geholfen werden kann, so gewinnt leider nicht jedes den Kampf gegen die zahlreichen Verletzungen. So müssen die Tierretter zusehen, wie ein unterernährtes Känguruweibchen an einer schlimmen Infektion verendet. Außerdem wird noch ein totes Känguru zu Kerstin gebracht. Aber wie durch ein Wunder lebt das Kängurujunge im Beutel noch. Es wird herausgeschnitten und nun versorgt. Wie gut die Chance für das Junge stehen, ist allerdings nicht klar.

Ihren nächsten Halt machen die Tierretter in einem 2.000 Hektar großen Privatgebiet, in dem das Feuer bis vor wenigen Tagen noch gewütet hat. Bislang hat niemand das Gebiet betreten. 

„Bilder von verbrannten Tieren lassen mich nicht mehr los“ – Tierrettung hilft in Australien!

Erstmeldung vom 15. Januar: Es sind Bilder, die die ganze Welt bewegen: Verletzte Koalabären, die in letzter Sekunde von der Feuerwehr gerettet werden, Wallabys, die Karotten aus der Luft aufsammeln und Kängurus, die vor einem Feuerinferno flüchten. Die Brände in Australien haben bereits über 1,2 Milliarden Tieren das Leben gekostet. 

Während sich ein gesamter Kontinent im Ausnahmezustand befindet, werden weltweit Spenden gesammelt. Doch für Michael Sehr von der Berufstierrettung Rhein-Neckar reicht das persönlich nicht aus. Der 39-Jährige, der sein Leben dem Schutz der Tiere verschrieben hat, kann das Leid in Australien nicht länger tatenlos mitansehen. „Die Bilder von verbrannten oder schwerverletzten Tieren von Australien lassen einen Tierfreund wie mich nicht mehr los“, schreibt der Tierfreund in einem Facebook-Post. Deshalb wird er sich zusammen mit weiteren Tierrettern aus Deutschland auf die Reise machen, um direkt vor Ort den Tieren zu helfen und den dortigen Einsatzkräften unter die Arme zu greifen. 

Frankenthal: Tierrettung reist nach Australien – Hilfe für Kängurus, Koalas und Co.

Am Donnerstag (16. Januar) geht es für Michael Sehr, der seit 14 Jahren Tieren in Not hilft, nach Down Under. Dort wird er bei der Versorgung von verletzten Wildtieren helfen, die Opfer der dramatischen Brände in Australien wurden. „Wir haben es uns zur Berufung gemacht, Tiere aus akuter Notlage vor Feuer, Wasser oder Wind zu schützen. Aus diesem Grund betreiben wir aktive Katastrophenhilfe im In- und Ausland. Es liegt uns am Herzen diesen Tieren zu helfen“, schreibt er weiter.

Seinen ersten Stopp macht er in einer kleineren Wildtierstation, die vom Feuer überrascht wurde. Wie Michael Sehr auf Facebook erzählt, sind bei dem Brand 130 von 160 Tieren getötet worden. Lediglich 30 Kängurus haben überlebt. „Diese haben zum Teil schwere Verbrennungen und benötigen medizinische Hilfe. Wir werden als Erstes diese Station finanziell sowie personell unterstützen. Wir werden uns danach weiter umhören und kleinere Tierschutzvereine oder Wildtierstationen mit Medikamenten und Geld unterstützen“, so der Tierretter aus Frankenthal.

Frankenthal: Tierrettung hilft bei Bränden in Australien – Spenden können helfen

Seit einigen Tagen sammelt die Berufstierrettung Rhein-Neckar schon Spenden, die sie mit nach Australien nehmen kann. Mittlerweile hat sie schon rund 15.000 Euro gesammelt. Diese gehen dann an australische Tierschutzvereine- und stationen. Michael Sehr verspricht, jede Spende auf Facebook zu teilen. 

Wenn Du den Tierretter und damit den Wildtieren in Australien helfen willst, kannst Du ebenfalls spenden. „Helft uns gemeinsam das Leid vor Ort etwas zu lindern“, so die Berufstierrettung Rhein-Neckar. 

Paypal: info@tierrettung-Rhein-Neckar.de oder
Bankkonto: Sparkasse Donnersberg
IBAN: DE25 5405 1990 0007 0322 61
BIC: MALADE51ROK

jol

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/ Berufstierrettung Rhein-Neckar/Michael Sehr

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