Zwei Unternehmer getötet

Urteil im Doppelmord-Prozess gefallen: Höchststrafe für alle Angeklagten!

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Am Landgericht Frankenthal fällt am Freitag das Urteil im Doppelmord-Prozess. (Symbolfoto)

Frankenthal/Ludwigshafen – Ein Trio soll zwei Unternehmer entführt und danach getötet haben. Am Landgericht Frankenthal ist nun das Urteil gefallen:

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil...

Am Landgericht Frankenthal endet am Freitagmorgen (28. September) der Prozess um ein Trio, dass zwei Unternehmer entführt und getötet haben soll. 

Alle drei Angeklagten erhalten lebenslänglich wegen Mordes! Zudem wird die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine Entlassung nach 15 Jahren nahezu ausschließt. Für den 50-Jährigen wird außerdem eine Sicherungsverwahrung angeordnet – er wird also auch nach Haftende hinter Gittern bleiben, da er als gemeingefährlich gilt!

Der Tod der Opfer war geplant

Spätestens seit Winter 2016 planten die Angeklagten, durch die Entführung von Unternehmern einen hohen Geldbetrag zu erlangen, den sie danach unter sich aufteilen würden. Von Anfang an bestand der Plan, die Opfer zu töten“ sagt der Vorsitzende Richter.

Der 50-Jährige nimmt das Urteil ungerührt auf, obwohl er die härteste Strafe erhält – er soll laut Gericht die zentrale Rolle gespielt haben. Er sei zudem nicht nur der Drahtzieher, sondern habe auch mehrfach Straftaten begangen. 

Die Familie von Ismail Torun wirkt nach der Urteilsverkündung erleichtert. Der Sohn erzählt, dass das Urteil den Vater zwar nicht zurückbringe, aber es schmerzmindern sei.

Hintergrund

Die beiden Männer (39/50) und eine Frau (44) sollen im November 2016 einen 64-jährige Geschäftsmann aus Brühl entführt haben. Er wurde später auf einem Feldweg am Willersinn-Freibad gefunden – erdrosselt

Leichenfund am Willersinn: Ermittler suchen nach Spuren 

Im Januar 2017 soll das Trio dann eine weitere Person entführt und erdrosselt haben: den angesehenen türkischen Unternehmer Ismail Torun. Zuvor soll es zudem eine Lösegeldforderung gegeben haben. Bereits ein paar Tage später wurden die Verdächtigen festgenommen und kamen in eine JVA.

Im Oktober 2017 hätte der Prozess wegen Mordes gegen das Trio starten sollen, was durch zwei Anträge der Verteidige aber verzögert wurde. Während des Prozesses schoben sich die Angeklagten immer wieder gegenseitig die Schuld zu.

Am Freitag (21. September) wurden die Plädoyers gehalten. Die Staatsanwaltschaft forderte wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubs mit Todesfolge eine lebenslanger Haftstrafe. Zudem soll die Schwere der Schuld festgestellt werden. Die Verteidigung hingegen beantragte eine Verurteilung wegen Raub- und Erpressungsdelikten – also kein Mord!

dh

Quelle: Mannheim24

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