Barbarenschatz 

„Ich wollte Forscherehrgeiz zeigen“

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Landgericht verurteilt „Barbarenschatz“-Gräber zu Bewährungsstrafe

Frankenthal - Er hat einen als bundesweit einmalig geltenden Gold- und Silberschatzes aus der Spätantike gehortet. Das Landgericht fällt das Urteil über den „Barbarenschatz“-Gräber

Ich wollte ein bisschen als Forscher dastehen, Forscherehrgeiz zeigen und den Fund so gut wie möglich dokumentieren, bevor ich ihn abgebe“, sagte der 23-Jährige. Als er beklagte, er werde kriminalisiert, erntete der Angeklagte sogar Applaus von zahlreichen Zuschauer im Saal. Zuvor hatte der junge Mann berichtet, wie er den gut 100 Stücke umfassenden Schatz im Mai 2013 bei Rülzheim entdeckte, als er ohne Genehmigung mit einer Sonde den Boden absuchte.

Jetzt ist das Urteil gefallen: 15 Monate auf Bewährung. Außerdem muss er 3.000 Euro an ein Kinderhospiz zahlen. In der Begründung heißt es, er habe den Schatz letztlich ausgehändigt, aber Indizien sprächen dafür, dass dies allein aus Angst vor polizeilichen Ermittlungen passiert sei, sagte Richterin Sascha Umealo-Wels. 

Mit dem Urteil liegt das Gericht um drei Monate unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert. Rechtsanwalt Markus Menzendorff kündigte an, er wolle Rechtsmittel einlegen. Der Angeklagte selbst äußerte die Vermutung, an ihm solle ein Exempel statuiert werden. 

>>> Wollte Finder den "Barbarenschatz" unterschlagen?

dpa/tin

Quelle: Mannheim24

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