„Völlig übersteigertes Ehrgefühl“

Prozessauftakt: Mann (23) gesteht tödliche Messerattacke

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Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen einen 23-Jährigen wegen einer tödlichen Messerattacke. (Archivfoto)

Frankenthal - Ein wegen Mordes angeklagter Mann hat beim Prozessauftakt am Landgericht eine tödliche Messerattacke auf den Freund seiner Schwester gestanden. 

Er bedauere das Geschehen zutiefst und wünsche, er könne es ungeschehen machen, heißt es in einer Erklärung, die der Anwalt des 23-Jährigen bei Prozessbeginn am Donnerstag vor dem Landgericht Frankenthal verliest. 

Zugleich bestreitet Verteidiger Steffen Lindberg den Vorwurf, dass sein Mandant aus übersteigertem Ehrgefühl oder aus religiösen Gründen gehandelt habe. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als der 23-Jährige mit dem anderen Mann gestritten habe, weil dieser mit der Schwester des Angeklagten befreundet gewesen sei. Bei einer Rangelei um ein Messer habe der 23-Jährige zwei Mal reflexartig in Richtung des anderen gestochen, um zu verhindern, dass der das Messer bekomme. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft treffen die Stiche den 30-Jährigen in den Hals. Er stirbt noch an Ort und Stelle. 

Nach Angaben von Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz handelte der 23-Jährige „aus völlig übersteigertem Ehrgefühl" und mit der Absicht, den anderen zu töten. Er habe es nicht hinnehmen wollen, dass der andere eine Beziehung zu seiner Schwester gehabt habe, obwohl er noch verheiratet gewesen sei. Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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