Tierschutz hat einen Namen

Impressionen: Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar

Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
1 von 25
Der Transporter der Tierrettung Rhein-Neckar
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
2 von 25
Nutria liegt reglos am Bachufer
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
3 von 25
Nutria liegt reglos am Bachufer
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
4 von 25
Nutria liegt reglos am Bachufer
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
5 von 25
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
6 von 25
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
7 von 25
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar
8 von 25
Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar

Frankenthal – Wer ein Tier in Not findet, der ruft bei der Tierrettung an. Doch wie läuft es bei den Tierschützern genau ab? Wir haben sie einen Tag lang begleitet:

Wir berichteten immer wieder über die Einsätze der Tierrettung Rhein-Neckar (TRN). Doch wie laufen die Einsätze eigentlich ab? Wie sieht der Tag eines Tierschützers aus?

Ein Einblick in das Leben als Tierretter

2006 hatte Geschäftsführer Michael Sehr die Idee von der Tierrettung, zwei Jahre später wurde sie umgesetzt. Jetzt ist die Tierrettung in der gesamten Metropolregion bekannt und hilft, wo sie nur kann. 

Es ist manchmal schwierig, wenn es um die Zuständigkeit geht. So ist zum Beispiel das Tierheim und ein weiteres Unternehmen für das Mannheimer Gebiet zuständig, und wir können lediglich darauf verweisen“, meint Tina, ein Mitglied der TRN.

13 Mitglieder engagieren sich derzeit in der Tierrettung, jeder von ihnen vollzeit berufstätig oder Student. „Das macht es manchmal ganz schön schwer, zu planen und immer präsent zu sein“, erklärt uns Tina, die selbst zwischen Beruf, Kind und Tierrettung hin- und herwechselt. „Doch wir sind ein tolles Team!“, versichert sie und gemeinsam versuchen sie, jedem Tier zu helfen – rund um die Uhr. 

Und so geht es auch zu unserem ersten Einsatz.

Nutria in Gefahr

Ein Bewohner Dirmsteins findet eine junge Biberratte (Nutria), die schon seit zwei Tagen schlapp am Bachufer liegt. Als wir gemeinsam mit Tina zu der Stelle kommen, finden wir das Tier in der Sonne liegen. „Viele Tiere sind gerade jetzt in der Winterzeit müde und verlieren ihre Kraftreserven“, erklärt uns die 35-Jährige. Doch als sie sich dem Tier nähert, flüchtet die Biberratte ins Wasser und lässt sich zu seinem Bau treiben. 

Impressionen: Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar

Man erkennt eine kleine Verletzung am Schwanz, es ist aber nichts lebensbedrohliches. Da sie gleich weggeschwommen ist, ist bei ihr alles in Ordnung“, versichert uns Tina, die öfters Nutria wieder gesund pflegt und sich daher sehr gut mit den Tierchen auskennt. Das Jungtier darf also Zuhause bleiben. 

Während wir eine verletzte Taube zu ,Vogelflüsterin‘ Susi bringen, erzählt Tina von einem emotionalen Fall: „Wir sind zu einer älteren Frau gegangen, die einen kranken Hund zu Hause hatte. Dort fanden wir die Dogge ,Donna‘, sie hatte eine Verletzung an der Gebärmutter. Es stellte sich heraus, dass die Hündin ihr Leben lang nur in der Wohnung eingesperrt war. Sie hatte sechs Jahre lang nie eine Wiese unter ihren Pfoten. Zum Gassi gehen schickte die Frau den Hund auf die Terrasse, wo ein Kunstrasen ausgelegt wurde. Es war einfach furchtbar! Wir konnten ihr die Hündin abnehmen und zur Tierklinik bringen, doch leider verstarb Donna nur wenige Tage nach dem Eingriff.“

Verletzter Mäusebussard

Um kurz nach 12 Uhr ruft ein Eppelheimer Unternehmen an: Auf dem Firmengelände sitzt ein verletzter Mäusebussard im Gebüsch

Schon beim Eintreffen erkennt Tina, dass mit dem Flügel des Greifvogels etwas nicht stimmt. Als ob der Vogel schon ahnen würde, was ihm gleich blüht, versucht er vor uns zu flüchten. Doch mit seinem verletzten Flügel kommt er nicht weit und muss nach wenigen Metern wieder landen. Jetzt gilt es schnell zu sein, aber auch Ruhe zu bewahren.

Mit vereinten Kräften können wir das Tier einfangen und zu einer Tierklinik bringen, wo sich der Verdacht bestätigt: „Er ist am linken Flügel verletzt und ziemlich abgemagert“, erzählt Michael Sehr, der selbst als Tierpfleger arbeitet. Zum Aufpäppeln wird auch der Greifvogel zu Susi gebracht, die sich zu Hause um verletzte Vögel kümmert. 

Als wir wieder im Auto sitzen, erklärt uns Tina, dass solche Einsätze zur Routine als Tierretter gehören. „Für mich sind Beschlagnahmungen immer sehr spannend!“, meint sie. „Man weiß nie, was auf einen zu kommt. Werden in einer Wohnung über 20 Katzen gehalten? Sind die Tiere verängstigt? Haben sie Krankheiten? Und was ist mit dem Besitzer?

Als wir uns nach sechs Stunden auf den Heimweg machen, wollen wir wissen, wie sich die Organisation finanziert. Die Tierrettung lebt vor allem von Spenden, von Geldern von Kommunen und den Einnahmen ihrer Dienstleistung, erklärt Tina. 

So ist es beispielsweise kostenpflichtig, wenn man sein Tier von der Tierrettung zum Tierarzt bringen lassen will. „Irgendwie müssen wir unsere laufenden Kosten bezahlen können. Außerdem übernehmen wir oftmals Tierarztkosten für Wildtiere oder mittelose Leute, die sich die Arztkosten für die Tiere nicht leisten können“, so die 35-Jährige.

Unser Fazit: Es ist beeindruckend, wie viel Verantwortung, Fleiß und Mühe die Ehrenamtlichen in ihre Arbeit stecken. Zwar war es während unseres Besuchs noch vergleichsweise ruhig, aber das wird sich bald ändern, versichert uns Tina. „Ab Frühjahr wird es stressig. Dann haben wir um die 10 Einsätze am Tag, vor allem wegen den frischgeborenen Tier-Babys.“ 

Wir wünschen dann der Tierrettung weiterhin viel Erfolg und sagen Danke!

Einsätze der Tierrettung Rhein-Neckar

>>> Der Kampf um Hündin Molly – Tierrettung gibt alles!

>>> Das weiße Kaninchen vom Boxberg

>>> Es ist zu kalt: Vögel leiden an Futternot!

>>> „Bis(s) zum Umfallen“: Neue Spinnenart kommt zu uns!

>>> Nach Scheunenbrand: Tierrettung fängt letztes Rind!

>>> Königspython an See entdeckt!

>>> Weihnachtswunder – Luna vor dem Einschläfern gerettet

jol

Quelle: Mannheim24

Sommerwetter in der Pfalz: So war der Strohhutfest-Samstag

Sommerwetter in der Pfalz: So war der Strohhutfest-Samstag

Fotos vom Strohhutfest-Auftakt

Fotos vom Strohhutfest-Auftakt

16. ‚Spectaculum‘ im Wäldchen

16. ‚Spectaculum‘ im Wäldchen

Kommentare