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Am Frankenthaler Landgericht fällt das Urteil gegen Frank B. 

Am Landgericht Frankenthal

Urteil gefallen: Frank B. (55) gesteht sexuellen Missbrauch!

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Frankenthal – Im Prozess gegen Frank B. (55) fällt bereits am zweiten Tag im Gerichtssaal ein milderndes Urteil – denn der Angeklagte gibt den sexuellen Missbrauch von Kindern in 47 Fällen zu: 

Es ist 10 Uhr am Frankenthaler Landgericht: Im Saal 20 beginnt der zweite Prozesstag gegen den 55-jährigen Frank B. 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schweren, sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen vor (WIR BERICHTETEN). 

Gleich zu Beginn fragt Richter Karsten Sauermilch den Angeklagten, ob er über die Möglichkeit eines Geständnisses nachgedacht habe. 

Und tatsächlich: Frank B. erspart den Opfern die öffentliche Vernehmung, räumt sein Fehlverhalten ein und gesteht, sich an seiner Tochter und den beiden Töchtern seiner damaligen Lebensgefährtin im Zeitraum von 2003 bis 2008 vergangen zu haben. 

Desweiteren korrigiert die Staatsanwaltschaft die Zahl der Fälle von 178 auf insgesamt 47 herunter. Immernoch eine Zahl, die die Angehörigen und Zeugen im Saal schockiert.

Mutter hatte nichts bemerkt

Noch bevor das Urteil fällt, sagt die Mutter der beiden Geschädigten Mädchen als Zeugin aus:

Sie betont, dass sie damals bis zur Trennung von Frank B. nichts von den Greueltaten ihres Lebensgefährten bemerkt habe. Erst als sie von der Polizei informiert wird, sucht sie das Gespräch zu ihrer ältesten Tochter. Diese öffnet sich ihr und erzählt von den Missbräuchen. 

Noch zehn Jahre später tragen die Mädchen körperliche und psychische Schäden davon.

Die Staatsanwaltin fordert aufgrund des langen Tatzeitraums, der Zahl der Opfer und der Häufigkeit sechs Jahre Haft für den Angeklagten. 

Die Kammer zieht sich zur Beratung zurück

Nach 20 Minuten fällt das Urteil: Frank B. bekommt aufgrund seines Geständnisses eine mildernde Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten! 

Frank B. nimmt das Urteil an – nach Ablauf der Strafe soll der 55-Jährige zudem in einer psychiatrischen Klinik betreut werden. 

Der Richter spricht das letzte Wort: „Kinder sind für solche Bedürfnisse absolut tabu – dennoch hat der Angeklagte nicht die Flucht nach vorne ergriffen und so den Mädchen das Leid erspart, sich nochmals an die schlimmen Taten erinnern zu müssen.“

nis 

Quelle: Mannheim24

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