In Pfingstbergschule

Hier trainiert Ex-Boxer Charly Graf (63) Schüler

Mannheims Ex-Boxer Charly Graf (63) trainiert auch Kinder in der Rheinauer Pfingstbergschule.
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Mannheims Ex-Boxer Charly Graf (63) trainiert auch Kinder in der Rheinauer Pfingstbergschule.
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Mannheims Ex-Boxer Charly Graf (63) trainiert auch Kinder in der Rheinauer Pfingstbergschule.

Mannheim-Rheinau – Er hilft Kindern und Jugendlichen, seine Fehler im Leben zu vermeiden – Ex-Boxer und Häftling Charly Graf (63) beim Anti-Aggressionstraining in der Pfingstbergschule.

Sprints, Liegestütze, Kniebeugen, Sparring – klingt wie ein Box-Training für angehende Champions...

Doch in der Turnhalle der Rheinauer Pfingbergschule werden 20 Schülern ‚gedrillt‘: von keinem Geringeren als Charles „Charly“ Graf (63), Deutscher Meister im Schwergewicht und eine der größten deutschen Box-Hoffnungen seinerzeit.

Als erster Boxer in Deutschland überhaupt durfte er 1985 als Häftling zu einem Meisterschaftskampf in den Ring steigen – und holte prompt den Titel.

Jetzt, viele Jahre nach seiner aktiven Karriere, ist es dem „Ali vom Waldhof“ (so sein damaliger Spitzname) ein wichtiges Anliegen, Kindern beim Aggressionsabbau zu helfen.

Und Graf weiß, wovon er spricht: Nach einer bitteren Niederlage Anfang der 70er Jahre rutscht Graf ins Mannheimer Rotlichtlicht-Milieu ab, sitzt schließlich wegen Glücksspiels, Zuhälterei und Körperverletzung rund zehn Jahre im Gefängnis.

Die Kinder sollen aus meinen Fehlern lernen, nicht auf die schiefe Bahn geraten! Sie sollen lernen, dass man Konflikte nicht mit Gewalt löst, dazu lernen, ihre eigenen Ängste zu beherrschen und Regeln einzuhalten. Doch manchen 17- oder 18-Jährigen kann ich nur schwer motivieren“,  so Graf, der auch Mannheimer Flüchtlingsunterkünfte besucht.

Deshalb gibt der Ex-Schwergewichtler (115 Kilo) dem Nachwuchs auch Lebensweisheiten mit auf den Weg: „Wenn zwei gleichstarke Boxer im Ring gegeneinander kämpfen, gewinnt immer der mit dem stärkeren  Glauben an sich selbst!

Seit dem Jahr 2000 ist Graf für den städtischen Fachbereich Bildung unterwegs, die ersten Jahren ehrenamtlich. Bis zu fünf Schulen täglich besucht Graf dafür.

Das Training

Nach einem ausgiebigem Warm-Up mit Gymnastik und Laufen dürfen die Schüler endlich die Boxhandschuhe anziehen. Dann geht´s pärchenweise ‚zur Sache‘. Oberste Regeln: nicht zu fest und möglichst nicht ins Gesicht schlagen – was angesichts der wilden Schwinger nicht immer gelingt.

Zur Auflockerung macht Graf zwischendurch ein Quiz mit den Kids. Wer zuerst vier Fragen richtig beantwortet, bekommt ein cooles Charly Graf T-Shirt. Sieger ist Leonardo (11) aus der Klasse 5b. Bei der Sieger-Ehrung verleiht ihm Graf zur Freude aller den Kampfnamen „Himbeer-Toni“.

Auch Dinge wie Disziplin und Fairness will Graf vermitteln: Wer die Trainingseinheit stört, zu aggressiv ist oder herumalbert, den schickt Coach Charly auch mal für zwei Minuten auf die ‚Strafbank‘.

Beim Cool-Down legen sich die Kinder auf den Rücken, schließen die Augen. Und Graf wiederholt mit sonorer Stimme gebetsmühlenartig: „Ich bin konzentriert, kämpferisch, glücklich und erfolgreich...

Als die kleinen Boxer nach zwei Stunden abgekämpft, aber glücklich auch noch Autogrammkarten von Graf kriegen, gehen sie happy nach Hause.

Übrigens hilft Graf nicht nur Kindern und Jugendlichen auf die Sprünge: Beim Studien-Institut Rhein-Neckar gibt er Seminare für Führungskräfte der Stadt Mannheim zum Thema Aggression und Konfliktbewältigung.

>>>Glückwunsch! Pfingstbergschule ist „Starke Schule“

pek

Quelle: Mannheim24

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