Die Gewinner und Verlierer

Pöbel-Band Grob gewinnt Platzhirsch Award mit „Erdbeershake“

Kolor, MAS, Katinka, Grob beim Platzhirsch-Award auf dem Mannheimer Alten Messplatz.
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Kolor, MAS, Katinka, Grob beim Platzhirsch-Award auf dem Mannheimer Alten Messplatz.
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Kolor, MAS, Katinka, Grob beim Platzhirsch-Award auf dem Mannheimer Alten Messplatz.

Mannheim-Neckarstadt-West – Dixie-Klo auf der Bühne, Trockeneis aus Fässern, Kuschel-Hip-Hop und Manipulationsgerüchte – das alles ist der kultige Platzhirsch Award am Samstag:

Um 16:30 Uhr, nach einem Platzregen biblischen Ausmaßes über dem Alten Messplatz, geht die Veranstaltung wie angekündigt los. Es scheint als würden viele noch nicht recht daran glauben, dass das Wetter hält. Angstvoll drehen sich die Köpfe immer wieder gen Himmel. 

Doch zurück zum Award: Das Prinzip ist – der größte Platzhirsch der Region kriegt einen Preis. Im Vorfeld haben sich vier Bands qualifiziert, die sich für Ruhm und Ehre und natürlich auch für 5.000 Euro Preisgeld versuchen sich in die Herzen des Publikums und natürlich in das der Jury zu spielen. 

Wichtig ist hierbei nicht nur die musikalische Performance, sondern auch die Bühnenperformance und Deko. Dafür haben sie im Vorfeld jeweils 300 Euro zur Verfügung gestellt bekommen.

Katinka aus Mannheim 

Los geht’s mit „Katinka“, einer Band aus Mannheim, die mit einem Portion Wahnsinn und einer charismatischen Frontfrau punktet. Die Bühnendeko wird passend zu jedem Lied von Männern in schwarzen, gruseligen Masken verändert. Musikalisch spielt Katinka eine Mischung aus Punk, Funk und Rock auf hohem Niveau. Die kleinen Einlagen mit Trockeneis aus Fässern und Lamettakanonen, freuen nicht nur die Kinder. Man kriegt richtig Lust etwas verrücktes zu tun. Ein starker Start.

Kolor aus Mainz 

Doch schon nach einer halben Stunde geht es auf die andere Seite des Messplatzes. Das Bühnenbild diesmal: Flower Power aus Mainz mit der Band „Kolor“, die wie man hört, ein paar Jahre in der Versenkung verschwunden sind. Die Stimmung ist positiv, entspannt. Die Musik klingt nach Sommer-man möchte am liebsten barfuss im Gras tanzen. Da wir uns auf dem Messplatz befinden, lassen wir das dann doch lieber sein. Auch ein sehr schönes Auftritt, jedoch nicht so aufgedreht wie der erste.

MAS aus Stuttgart 

Auf „MAS“ muss das Publikum leider ein bisschen warten, da erst ein Kabelschaden behoben werden muss. Als es dann losgeht, fragt man sich: Wo ist das Bühnenbild? Man sieht die Band in schwarzen T-Shirts vor einem schwarzen Banner performen. Irritierend ist auch, dass immer noch der Bandname „Katinka“ auf dem Schlagzeug klebt. Den Jungs aus Stuttgart scheint das nichts auszumachen. Mit Crossover-Pop, Sprechgesang und nachdenklichen Texten werden sie vom Publikum mit ausgestreckten Armen empfangen. Das Gefühl was sie vermitteln: Man will seine Freunde und Verflossenen anrufen um zu sagen wie lieb man sie hat, oder ihnen kitschige Whats-App Nachrichten schreiben. Kritisch anzumerken wäre jedoch , dass sie in jedem zweiten Satz versuchen, Werbung für ihre neue EP zu machen. Unsympathischer macht sie das trotzdem nicht.

Grob aus Ludwigshafen

Den Abschluss bildet die Pöbel-Pop-Band „Grob“ aus Ludwigshafen. Schon im Vorfeld ist durchgesickert, dass die Jungs wohl ein Dixieklo auf die Bühne schleppen werden. Das Publikum ist gespannt. Die Bühne ist schließlich vollbepackt mit Einrichtungsgegenständen wie Fernsehern, einem Regalen, Bildern und tatsächlich – in der Ecke steht auch ein Dixie-Klo. Der Frontmann sieht aus wie Chris Pratt in einer Mischung aus Holzfäller und Hartz IV. Und schon ab der ersten Minute machen sie Stimmung und nehmen das Publikum mit auf eine verschrobene Reise durch ihre Gedanken. Da wird analysiert inwiefern Horst Held, eher Horst oder eher Held ist und wie es sich anfühlt, sich auf einer Party zum absoluten Horst zu machen. Bei „Bitte Bello beiß mich nicht“, springen schon viele aus dem Publikum wild umher. Visuell untermalt werden die Lieder von einem Protagonisten der im Hintergrund allerlei Unsinn treibt, sich aber beim Lied „Erdbeershake“ auch mal nützlich macht und wirklich einen Shake mixt. Der wird dann großzügig an das Publikum verteilt. Die Frage des Frontmanns: „Bist du auch ein Erdbeershake?“ kann das gut gelaunte und glückliche Publikum dann getrost mit „ja“ beantworten.

Die Entscheidung

Die Jury berät sich, die Stimmzettel des Publikums werden ausgezählt. Beide haben 50 Prozent Mitspracherecht. Klingt eigentlich fair. Fair klingt auch, dass das Publikum sich nach jedem Auftritt einen Stempel abholen muss, um nachzuweisen, dass es sich jede Band oder mindestens drei davon angehört hat um überhaupt abstimmen zu dürfen. 

Die Jury wählt nach viel hin und her Grob auf den ersten Platz und Katinka auf den zweiten Platz. Jetzt geht es um das Publikum. Die meisten stimmen auch für Grob.

Zum Nachteil gereicht Katinka, dass sie als erstes ran müssen. Um 16:30 Uhr ist die Stimmung nun mal nicht so gut wie um 19:30 Uhr.  

Doch es fühlt sich nicht so an, als hätten Grob unverdient gewonnen. Sie lieferten eine Show ab, die Spaß machte – beim Zuhören und beim Zusehen. Auch schien es nicht so 100 Prozent durchgeplant wie bei Katinka. Sie scheinen einfach Spaß zu haben. Und das kommt an. 

Doch vielleicht sollte nächstes Jahr das Los entscheiden, in welcher Reihenfolge die Bands auftreten...

kp

Quelle: Mannheim24

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