Nach Tod von Mia (†15)

3.000 Menschen demonstrieren in Kandel

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Ludwigshafen/Kandel - Rund 3.000 Menschen aus versammeln sich am Samstag zu Demos in Kandel. Nach ihrem Großeinsatz zieht die Polizei Bilanz: 

Seit dem gewaltsamen Tod der 15-jährigen Mia, die mutmaßlich von ihren Ex-Freund, einem afghanischen Flüchtling, getötet wurde, wird Kandel immer wieder zum Schauplatz von Demonstrationen und Kundgebungen. Am Samstag finden in der südpfälzischen Stadt drei Versammlungen mit geschätzten 3.000 Teilnehmern statt. 

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um mögliche Ausschreitungen zwischen gewaltbereiten Demonstranten bereits bei ihrer Anreise zu verhindern. 

Zu den Demos kommen Mitglieder des Bündnisses „Wir sind Kandel“, unterstützt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sowie dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Gebhardt. Sie demonstrieren gegen die rechtspopulistische Initiative „Kandel ist überall“, die eine Schließung der Grenzen und eine Abschiebung illegal in Deutschland lebender Ausländer fordert. 

Angriff auf Polizisten und Hitler-Gruß

Leider befinden sich unter den zahlreichen friedlichen Demonstranten auch ein paar gewaltbereite Teilnehmer aus der rechten und linken Szene. „An unseren Appell, sich friedlich zu versammeln, haben sich leider nicht alle Teilnehmer gehalten“, berichtet die Polizei nach den Demonstrationen. 

Bereits vor Beginn der Versammlung vermummt sich eine Gruppe des linken Spektrums am Bahnhofsvorplatz. Nachdem die Polizei die Gruppe von den friedlichen Teilnehmern getrennt hat, lässt sie sich überzeugen, die Vermummung abzulegen und kann weiter an der Versammlung teilnehmen.

Im weiteren Verlauf kommt es zu mehreren Angriffen gegenüber Polizisten, die Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen müssen. Drei Beamte werden dabei verletzt, sind aber weiterhin Dienstfähig, wie die Polizei mitteilt. 

Fünf Personen werden vorläufig festgenommen. Gegen einen Tatverdächtigen wird Strafanzeige erstattet, weil er den sogenannten Hitler-Gruß zeigt. Vier weitere Personen müssen sich wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, dem Einsatz von Pyro-Material und Beleidigung verantworten.

Die Polizei muss außerdem 250 Teilnehmer des linken Spektrums für etwa eine Stunde aufhalten, weil aus der Gruppe heraus Böller auf Polizeibeamte geworfen werden. Sie erhalten einen Platzverweis und werden durch Polizisten an den Bahnhof begleitet.

Zwischen 14:40 und 16:35 Uhr muss die Bahnstrecke zwischen Wörth und Kandel wegen eines Kabelschachtbrandes gesperrt werden, wodurch ein mit Versammlungsteilnehmern besetzter Zug feststeckt. 

Hintergrund

Die 15-Jährige Mia war am 27. Dezember in einem Drogeriemarkt in Kandel erstochen worden. Der mutmaßliche Täter ist ihr Ex-Freund, ein afghanischer Flüchtling. Die Schülerin hatte sich Anfang Dezember von ihm getrennt. Kurz darauf zeigte sie ihn wegen Beleidigung, Nötigung, Bedrohung und Verletzung persönlicher Rechte bei der Polizei an.

400 Menschen bei Schweigemarsch für getötetes Mädchen (†15)

pol/dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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