Körperverletzung, Verstöße gegen das Waffengesetz und mehr

Fasching in der Region: Polizei zieht positive Bilanz – wäre da nicht Schwetzingen

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Polizei-Bilanz zum ‚Schmutzigen Donnerstag‘ in der Rhein-Neckar-Region. (Symbolfoto)

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - Je mehr Alkohol fließt, umso närrischer das Verhalten – das gilt vor allem für die Fastnachtszeit! Die Bilanz der Polizei zum Faschingsjahr 2019 in der Metropolregion:

Update vom 6. März: Die großen Faschingumzüge 2019 in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und der Metropolregion sind schon wieder vorbei – und es wurde gefeiert, was das Zeug hält. Wie das aber in der fünften Jahreszeit so ist, kommt es dabei aber auch immer wieder zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Rettungskräften.

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Fasching 2019 in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und der Metropolregion: Die Bilanz der Polizei

Das Gute vorweg: Die Polizei zeigt sich besonders zufrieden über den Verlauf der Straßenfastnacht in Mannheim: Während die einzelnen Umzügen in den Stadtteilen komplett störungsfrei verliefen, kam es auch bei dem Fest in der Innenstadt zu keinen nennenswerte Vorkommnissen. Lediglich mehrere Betrunkene mussten an die eingesetzten Rettungsdienste überstellt werden!

Fastnachtsumzug in Mannheim 2019

Ebenfalls ohne Probleme verliefen die Veranstaltungen in Nussloch, St.Leon-Rot, und Rettigheim. In Weinheim musste am frühen Abend ein 29-jähriger Betrunkener, der hohes Gewaltpotential aufwies, nach Nichtbefolgung von Platzverweisen in Gewahrsam genommen werden. 

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In Eberbach wurde ein Mann angezeigt, nachdem er den Hitlergruß gezeigt hatte. Außerdem kam es bei den Feierlichkeiten zu zwei Körperverletzungen und einer Festnahme, obendrauf wurden sechs Platzverweise erteilt.

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Auch beim Faschingsumzug in Heidelberg am Dienstag (5. März) hatten die Einsatzkräfte in diesem Jahr verhältnismäßig wenig zu tun: Eine Bedrohung, vier Beleidigungen gegenüber Polizeibeamten, eine Sachbeschädigung und einmal Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – so die Bilanz am Faschingsdienstag! 

So feiert Heidelberg den Faschingsumzug 2019! 

Faschingsumzug in Schwetzingen 2019: Die erschreckende Bilanz der Polizei

In Schwetzingen fällt die Bilanz in diesem Jahr allerdings nicht so positiv aus wie in den großen Nachbarstädten: Hier wurden sechs Körperverletzungsdelikte, vier Sachbeschädigungen, eine Bedrohung, vier Verstöße gegen das Waffengesetz, drei Beleidigungen zum Nachteil von Polizeibeamten, drei Körperverletzungsdelikte zum Nachteil von Polizeibeamten und ein Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte polizeilich festgestellt.

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Darüber hinaus wurde bei acht Jugendlichen Alkohol beschlagnahmt, drei von ihnen mussten Rettungsdiensten, beziehungsweise ihren Eltern überstellt werden.

Doch das war leider nicht alles! 

Nach dem Ende des Umzuges sammelten sich rund 200 Personen im Bereich des Bahnhofes – elf davon versuchten, die Gleise zu überqueren. In zwei Fällen mussten Zugführer eine Notbremsung einleiten. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt.

Gegen 18:30 Uhr trat dann auch noch eine 18-Jährige in der Bahnhofsanlage völlig unvermittelt einem Polizisten mit voller Wucht in den Rücken. Die anschließend durchgeführte Alkoholtest bei der jungen Frau ergibt einen Wert von 2 Promille.

Update vom 4. März: Am Wochenende sind zahlreiche Umzüge in der Metropolregion über die Bühne gegangen. Unterm Strich sind die Mega-Feiern friedlich verlaufen, dennoch hatte die Polizei vereinzelt alle Hände voll zu tun. Die Bilanz:

Rosenmontag in Mainz - Bundespolizei zieht positive Bilanz

Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern zieht mit Ende des Festumzuges in Mainz eine positive Zwischenbilanz. Rund 270 Einsatzkräfte sorgen für einen rundum reibungslosen Einsatzverlauf. Anlässlich des 118. Rosenmontagsumzuges in Mainz finden sich trotz stürmischem Wetter wieder mehrere hunderttausend Zuschauer entlang der Zugstrecke ein.

Besonders in der Abreisephase und am Abend verläuft der Einsatz ereignisreich. Die Bundespolizei stelle bis 20 Uhr fünf Körperverletzungen fest und ermittelt nun gegen die teils bekannten Täter. Kleinere Ersthilfemaßnahmen bei einer verletzten sowie einer betrunkenen Person gehören zu den Aufgaben der Beamten. Insgesamt gibt es vier alkoholbedingte Gewahrsamnahmen. Ein 19-Jähriger führe eine Softairwaffe mit sich, was einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellt. Er muss mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.

Kurze Aufregung verursache am Nachmittag ein zurückgelassener Rucksack im Hauptbahnhof. Ein Polizeihund gibt allerdings schnell Entwarnung, sodass dieser als Fundsache eingestuft wird. Gegen 19.30 Uhr hingegen schlägt ein Spürhund an den Paketfächern am Westausgang an. Die Polizisten sperren kurzzeitig den Westausgang und Spezialisten überprüfen die verdächtigen Gegenstände. Nachdem die Pakete geröntgt wird, kann auch hier Entwarnung gegeben werden.

Straßenfastnacht in Schifferstadt: Polizei zieht Bilanz!

Mehrere tausend Menschen kommen zur Fastnacht in Schifferstadt. Die Polizei muss insgesamt neun Straftaten registrieren, vier davon sind Körperverletzungsdelikte. Außerdem werden Strafverfahren aufgrund von Verstößen gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen einer Beleidigung eingeleitet. Ein 19-Jähriger erreicht als ,Spitzenreiter' einen Alkoholpegel von 2,44 Promille

Außerdem kommt es zu einem kuriosen Einsatz: Eine Gruppe will ein Dixi-Klo umwerfen, in dem sich ein Freund der Gruppe befindet. Trotz verunreinigter Kleidung gibt der Freund an, dass es sich nur um Spaß gehandelt hat und hegt keinen Groll gegen die Beteiligten.

Faschingsumzug in Ketsch: Die Bilanz der Polizei

Rund 8.000 Besucher feiern beim Faschingsumzug in Ketsch am Sonntag (3. März) bis in den Abend hinein. In diesem Zeitraum kommt es insgesamt zu zwei Widerständen gegen Vollstreckungsbeamte, zwei wechselseitigen Körperverletzungsdelikten, zwei Sachbeschädigungen, einer Beleidigung zum Nachteil von Polizeibeamten und 8 Platzverweisen.

Faschingsumzug in Hockenheim: Die Bilanz der Polizei

Auch in Hockenheim wird größtenteils friedlich gefeiert, doch hier haben die Beamten dennoch ein bisschen mehr zu tun: Bis 21 Uhr werden insgesamt 16 Körperverletzungsdelikte, eine Sachbeschädigung, ein tätlicher Angriff auf Polizeibeamte, zwei Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte, zwei Beleidigungen zum Nachteil von Polizeibeamten und ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr gezählt. Noch dazu mussten sieben Platzverweise ausgesprochen werden.

Ein 26-jähriger hatte nach einer handfesten Auseinandersetzung mit einem 16-Jährigen einen doppelten Kieferbruch erlitten.

Der Rettungsdienst musste zu insgesamt 35 Einsätzen ausrücken, zwölf Personen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden - davon zehn Jugendliche mit Alkoholvergiftungen.

Meldung vom 3. März: Fasching ist im vollen Gange. Das bunte Treiben hält aber auch die Polizei ziemlich auf Trab. Die Bilanz für Samstag:

Hockenheim: Beim 60. Hockenheimer Faschingsumzug kommt es aufgrund vieler stark betrunkener Besucher zu diversen Körperverletzungsdelikten sowie teilweise extrem aggressiven Verhalten gegenüber anderen Narren und den dort eingesetzten Polizei- und Rettungskräften. Die Polizei muss sogar Verstärkung anfordern.

Nachdem die Beamten die Innenstadt geräumt haben, entspannt sich die Lage wieder. Allerdings entwickelt sich am Bahnhof ein Einsatzschwerpunkt. Hier muss sogar der Bahnverkehr kurzfristig verlangsamt werden, um einer Gefährdung der alkoholisierten Personen entgegenzuwirken. 

Hinweise auf Straftaten sollen der Polizei ☎ 06205/28600 gemeldet werden.

Frankenthal/Maxdorf: Zum Fastnachtsumzug in Frankenthal kommen rund 43.000 Zuschauer. Von 14:11 bis 16:45 Uhr zieht der Lindwurm mit seinen 69 Wagen und Fußgruppen durch die Stadt. Die Polizei ist mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Bis zum Abend gibt es 12 Strafanzeigen, unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstand, Sachbeschädigung und dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Sieben Narren müssen dem Platz verwiesen werden. „Zudem registrierte die Polizei teilweise eine nicht unerhebliche Alkoholisierung und Aggressivität bei den zumeist jugendlichen und heranwachsenden Tätern“, so die Polizeidirektion Ludwigshafen am Sonntag. Bei dem Umzug in Maxdorf, zu dem rund 15.000 Besucher kommen, gibt es keine polizeiliche Meldung. 

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Germersheim: Es herrscht fröhliche und ausgelassene Stimmung in Germersheim. Trotzdem muss die Polizei mehrere Anzeigen melden, darunter acht wegen Körperverletzung. Bei einem Vorfall wird eine Einsatzkraft der Feuerwehr verletzt. Drei Feierende werden des Platzes verwiesen und die Polizei kippt rund 40 Liter Alkohol weg. 

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Ober-Flörsheim: Der Umzug verläuft zwar friedlich, jedoch kippt gegen 20 Uhr die Stimmung auf dem Festplatz in der Weedegasse. Zwischen den 80 bis 90 Narren kommt es immer wieder zu Streitereien. Die Polizei muss vier Personen in Gewahrsam nehmen und sogar von Pfefferspray Gebrauch machen. 

So ‚schmutzig‘ verläuft der Fastnachts-Donnerstag für die Polizei – eine Bilanz

Meldung vom 1. März: Mit dem ‚Schmutzigen Donnerstag‘ nimmt die Fastnachtszeit richtig Fahrt auf. Doch Fastnacht ist nicht immer lustig – vor allem nicht für die Polizei. Diese muss sich oft mit im wahrsten Sinne des Wortes ‚Narren‘ rumschlagen! Eine Polizeibilanz zum ‚Schmutzigen Donnerstag‘ (28. Februar) aus der Rhein-Neckar-Region:

Mann randaliert auf Faschingsparty in Dielheim

In Dielheim wirft ein 28-Jähriger auf einer Veranstaltung in der Pestalozzistraße Becher in die Menschenmenge und bekommt daraufhin Hausverbot. Doch so einfach will er sich nicht abspeisen lassen: Er pöbelt vor der Faschingsparty munter weiter – und bekommt von der Polizei ein Platzverbot erteilt. Doch auch das stört ihn nicht. Stattdessen fängt er an zu randalieren und wird festgenommen und mit Handschellen gefesselt. Die Party endet für ihn auf dem Revier. Ein Alkoholtest ergibt den Wert von 1,72 Promille. Seinen Rausch darf er dann in einer Zelle ausschlafen.

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Schlägerei am ‚Schmutzigen Donnerstag‘ in Oftersheim: Mehrere Verletzte

In Oftersheim verliert ein 20-Jähriger seine Schneidezähne bei einer Schlägerei auf dem Rathausplatz! Diese soll ihm sein 21-jähriger Kontrahent ausgeschlagen haben. Als die Polizei am Freitagmorgen (1. März) gegen 2:40 Uhr eintrifft, lehnt er eine Behandlung durch den Rettungsdienst ab. Wie die Polizei berichtet, sollen beide Schläger erheblich betrunken gewesen sein.

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Während die Polizisten den Fall aufnehmen, kommt es auf dem Rathausplatz zu tumultartigen Szenen: Mehrere Menschen gehen aufeinander los! Ersten Ermittlungen zufolge, sollen zwei Gruppen bereits vorher bei einer Party gestritten und daraufhin Hausverbote bekommen haben. Da sie den Platzverweisen nicht nachkommen, setzt die Polizei Pfefferspray und gegen einen 19-Jährigen sogar den Schlagstock ein! Mehrere Menschen müssen daraufhin wegen des Pfeffersprays behandelt werden. Der 19-Jährige wird festgenommen, dabei soll er die Polizisten beleidigt haben. Die Ermittlungen dauern an.

‚Schmutziger Donnerstag‘ in Oftersheim: Schlägerei auf dem Rathausplatz

Außerdem leistet ein 22-Jähriger während seiner Identitätsfeststellung und vorläufiger Festnahme Widerstand gegen die Polizisten, sodass ein Beamter verletzt wird. Er soll zuvor rumgeschrien und gepöbelt und die Polizisten zu einem „Mann gegen Mann“-Duell aufgefordert haben. 

Der erste Fastnachtsumzug der Region: 15.000 Zuschauer in Plankstadt!

Auch in Helmstadt-Bargen befolgt ein Mann mehrfach ausgesprochene Platzverweise nicht und wird ebenfalls in Gewahrsam genommen.

Närrischer Umzug zieht durch Plankstadt!

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jab/pol

Quelle: Mannheim24

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